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Sechs starke Dresdnerinnen machten 2016 besonders auf sich aufmerksam

Sportlerwahl 2016 Sechs starke Dresdnerinnen machten 2016 besonders auf sich aufmerksam

Das Sportjahr 2016 ist Geschichte und Zeit, Bilanz zu ziehen. Stadtsportbund und DNN suchen ab sofort wieder Dresdens Sportler des Jahres. Wählen Sie in sieben Kategorien Ihre Favoriten und bestimmen Sie mit, wer am 8. April auf der Dresdner Sportgala als Sieger geehrt wird. Zum Umfragestart stellen wir heute die nominierten Athletinnen vor.

Ruderin Samantha Nesajda kommt immer besser in Fahrt.
 

Quelle: Soccerfoto

Dresden. Kanutin Steffi Kriegerstein vom WSV „Am Blauen Wunder“ muss sich sicher manchmal noch kneifen, wenn sie auf 2016 zurückschaut. Denn hätte es zu Jahresbeginn eine Wette gegeben, wer die Dresdner Farben bei den Olympischen Spielen in Rio vertritt, wäre wohl ihr Name eher am Rande erwähnt worden. Doch am Ende überraschte sie alle, qualifizierte sich für Rio und kehrte aus Brasilien mit einer Silbermedaille zurück. Der bislang größte Erfolg in ihrer Karriere. Dafür hat die 24-Jährige so hart geackert wie noch nie zuvor. Anfangs war sie selbst skeptisch: „Trotz meines WM-Titels im K2 über 1000 m im Jahr 2015 gehörte ich nicht zur olympischen Kernmannschaft. Auch wenn Rio immer mein großes Ziel war, habe ich vor der Saison nicht wirklich daran geglaubt“, gibt sie ehrlich zu. Doch das Riesentalent, das 1999 dem Bruder zum Kanusport folgte und 2000 erstmals in einem Boot saß, hat ihre Minichance genutzt. „Steffi ist ein Riesentalent. Sie ist schnell und unheimlich nervenstark“, lobt Heimtrainer Jens Kühn seine Athletin, die in den Jahren zuvor nicht immer das Maximale aus sich herausgeholt habe. „Doch im Olympia-Jahr hat sie alles gegeben, sich noch einmal richtig gesteigert und auch Dinge gemacht, die sie sonst nie mochte“, sagt Kühn. Am Ende aber flossen Freudentränen, als die Nominierung endlich durch war. So hatte die Sportsoldatin auch einige Konkurrentinnen aus der Kernmannschaft hinter sich gelassen und sich gemeinsam mit ihrer langjährigen Zweier-Partnerin Sabrina Hering den Platz im deutschen K4, in dem noch die Leipzigerin Tina Dietze und die Potsdamerin Franziska Weber saßen, erkämpft. In Rio konnte Steffi den Lohn für alle Mühen ernten. Dass sie 2016 auch noch EM-Silber und –Bronze gewann, sei nur am Rande erwähnt.

Ruderin Samantha Nesajda vom USV TU Dresden war schon in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich im U23-Bereich unterwegs. Im Jahr 2014 wurde sie mit dem Leichtgewichts-Doppelvierer im italienischen Varese sogar Weltmeisterin. Die aus Pirna stammende 22-Jährige, die von 2012 an am Bundesstützpunkt in Cotta bei Egbert Scheibe trainiert hat, versuchte es ein Jahr später dann im Einer. Bei der WM im bulgarischen Plovdiv verfehlte sie als Vierte im B-Finale allerdings den ganz großen Wurf. So wechselte Samantha im abgelaufenen Jahr wieder in den Leichtgewichts-Doppelvierer. Und schon klappte es bei der U23-WM mit einer Medaille. Sie holte mit Sophia Krause (Limburg), Kathrin Morbe (Trier) und Leonie Neuhaus (Essen) im niederländischen Rotterdam die Bronzemedaille. Seit einem Jahr trainiert und studiert die Dresdnerin in Frankfurt/Main.

Mitmachen lohnt!

Machen Sie wieder mit, liebe Leser, und küren Sie Ihre Favoriten für die Sportlerwahl per Post, indem Sie den in der DNN abgedruckten Coupon ausfüllen und an den Stadtsportbund Dresden, Bodenbacher Straße 154 in 01277 Dresden, schicken. Stimmkarten sind demnächst auch in einigen Filialen der Ostsächsischen Sparkasse erhältlich. Auch eine Online-Abstimmung ist möglich. Je Kategorie kreuzen Sie bitte nur einen Sportler an. Gewertet werden bei der Auszählung der per Post eingesendeten Stimmkarten nur Originale, keine kopierten Exemplare.

Ihre Stimmabgabe wird mit ein wenig Glück belohnt, denn wir verlosen wieder einige attraktive Preise unter allen Teilnehmern der Umfrage. Die großen Dresdner Sportvereine unterstützen die Sportlerwahl u.a, wieder mit Eintrittskarten. So stiften die DSC-Volleyballerinnen vier Tickets für ein Heimspiel und einen höherwertigen Preis, die Dresden Monarchs 3 x 2 Eintrittskarten. Auch Handball-Drittligist HC Elbflorenz lobt Tickets aus, Dynamo Dresden will ebenfalls wieder ein attraktives Angebot machen. Vom Stadtsportbund Dresden e.V. gibt es wieder zwei Eintrittskarten für den Gala-Abend des Dresdner Sports am 8. April im Internationalen Kongresszentrum am Elbufer sowie zwei Frauenkirchen-Uhren. Die DNN stellen weitere Kleinpreise bereit.

DSC-Volleyballerin Myrthe Schoot hat sich im vergangenen Jahr einen großen Lebenstraum erfüllt. Sie qualifizierte sich mit der holländischen Nationalmannschaft für die Olympischen Spiele und belegte dort mit ihrem Team einen sensationellen vierten Platz. Schon vorher feierte die 28-jährige Libera, die seit 2012 für die DSC-Volleyballerinnen aufläuft und nicht nur Leistungsträgerin und Aushängeschild, sondern auch Kapitän ist, mit ihren Dresdner Mannschaftskameradinnen einen tollen Erfolg. Sie gewann im Februar in Mannheim den DVV-Pokal und führte die Mannschaft am Ende im Play-off-Finale zum dritten Meistertitel in Folge. Mit dem Double im Gepäck reiste sie mit dem Nationalteam zur Olympia-Qualifikation nach Japan, wo sich die Oranjes das Rio-Ticket sicherte.

Wasserspringerin Tina Punzel vom Dresdner SC erlebte in Rio de Janeiro ihre Olympia-Premiere. Im Synchronspringen vom Dreimeterbrett erreicht sie mit ihrer Berliner Partnerin Nora Subschinski den siebenten Platz, im Einzelwettbewerb schied sie leider im Halbfinale aus. „Im Synchron war sogar mehr drin. Im Einzel habe ich dann schon die große Nervosität gespürt, das erste Mal einen olympischen Einzelwettkampf zu bestreiten“, gab die 21-Jährige später zu. Aber Rio habe ihr auf jeden Fall Lust auf Tokio in vier Jahren gemacht, fügte der Schützling von Trainer Boris Rozenberg an. Als Tochter von Eltern, die beide Wasserspringen betrieben, bekam Tina das Gen für diese Sportart gleich mit in die Wiege gelegt. Noch nicht einmal 16, feierte sie 2011 ihre WM-Premiere in Shanghai (China). Ausgerechnet 2012 wurde für sie ein „Seuchenjahr“ und sie verpasste wegen Krankheiten und Verletzungen alle Höhepunkte, auch Olympia. Doch sie biss sich durch. Als sie 2013 bei ihrem EM-Debüt in Rostock auf Anhieb Europameisterin vom Turm wurde, schüttelten selbst die Insider verwundert den Kopf. Weitere EM-Medaillen folgten, auch wenn es zu Gold bisher nicht noch einmal reichte. Dafür aber baute die Sportgymnasiastin 2015 ein Einser-Abitur, was auch nicht gleich jeder schafft. Seither gehört sie zur Sportfördergruppe der Bundeswehr. Vor den Olympischen Spielen in Rio nahm die Dresdnerin 2016 auch an der EM in London teil, belegte dort im Synchron den fünften und im Einzel den achten Platz.

Dreispringerin Jenny Elbe vom DSC war die einzige Dresdner Leichtathletin, die sich für die Olympischen Spiele in Rio qualifizieren konnte. Auch wenn am Zuckerhut nicht alle Wünsche in Erfüllung gingen und sie mit 14,02 Meter hauchdünn den Einzug ins Finale verpasste, kann sie auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Schon Monate vor dem Saisoneinstieg stellte Jenny Elbe, die von ihrem Papa Jörg trainiert wird, ihre Technik noch einmal um. „Das ist nach vielen Trainingsjahren und eingeschliffenen Bewegungsabläufen nicht so einfach, aber damit springe ich jetzt ökonomischer“, erläuterte sie. Da die Studentin der Lebensmittelchemie im März zudem ihre letzten Diplomprüfungen absolvierte, konnte sie sich voll und ganz auf ihren Sport konzentrieren. Und der Lohn stellte sich schneller ein als erwartet. Schon am 14. Mai beim Saisonauftakt im heimischen Steyer-Stadion gelang ihr mit 14,28 Meter der bislang weiteste Satz in ihrer Karriere. Damit knackte sie als erste sächsische Athletin die Norm für Rio. Konstant sprang sie nun über die 14-Meter-Marke und sicherte sich als Deutsche Meisterin in Kassel endgültig ihr Rio-Ticket. Bei der EM in Amsterdam bremste sie leider eine Bronchitis aus, dennoch erreichte sie bei ihrer dritten EM-Teilnahme mit Platz sieben ihr bestes Resultat.

Eiskunstläuferin Lea Johanna Dastich vom Dresdner EC hat sich unter der Leitung von Olympiasiegerin Anett Pötzsch zu einer hoffnungsvollen Athletin entwickelt. Anfang 2016 gewann sie ihre erste internationale Medaille bei den Großen. Sie holte Bronze bei den Bavarian Open. Das war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Teilnahme an den Junioren-Weltmeisterschaften im März im ungarischen Debrecen. Sie war damit nach 32 Jahren die erste Dresdnerin, die wieder an einer JWM teilnahm. In Ungarn zeigte die Elbestädterin eine starke Leistung. Im Feld der insgesamt 45 Teilnehmerinnen belegte sie einen sehr guten zwölften Platz. Dabei erreichte das Talent sowohl in der Kurzkür, der Kür und auch der Gesamtwertung persönliche Bestwerte. Auch in dieser Saison hat sich Lea Dastich gesteigert, präsentiert ein schwieriges Programm und holte sich am Jahresende bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin Silber. An diesem Wochenende will sie bei den Deutschen Nachwuchsmeisterschaften in Mannheim zum zweiten Mal ihr Ticket für die JWM erkämpfen.

Von Astrid Hofmann

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