Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
Google+
Die Dresdner Erfolgstrainer des Jahres 2016

Sportlerwahl 2016 Die Dresdner Erfolgstrainer des Jahres 2016

Das Sportjahr 2016 ist Geschichte. Nun ist Zeit für die Bilanz. Stadtsportbund und DNN suchen wieder Dresdens Sportler des Jahres. Wählen Sie in sieben Kategorien Ihre Favoriten und bestimmen Sie mit, wer am 8. April auf der Dresdner Sportgala als Sieger geehrt wird. In unserer Kandidatenvorstellung geht es heute um die Erfolgstrainer.

Alexander Waibl feierte mit den DSC-Volleyballerinnen das Double. Sie gewannen 2016 den DVV-Pokal und wurden Meister.

Quelle: imago

Dresden. Das Sportjahr 2016 ist Geschichte. Nun ist Zeit für die Bilanz. Stadtsportbund und DNN suchen wieder Dresdens Sportler des Jahres. Wählen Sie in sieben Kategorien Ihre Favoriten und bestimmen Sie mit, wer am 8. April auf der Dresdner Sportgala als Sieger geehrt wird. In unserer Kandidatenvor-stellung geht es heute um die Erfolgstrainer.

Boris Rozenberg, Bundesstützpunkttrainer Wasserspringen, steht nicht gern im Rampenlicht. Das überlässt er seinen Schützlingen Sascha Klein, Martin Wolfram und Tina Punzel. Aber in der Halle am Beckenrand, da ist er der Chef. Einer, der für seine Sportart lebt und der maximalen Erfolg anstrebt. Im Training gilt der 56-Jährige als „harter Hund“, der aus seinen Athleten alles herauskitzeln will. Akribisch arbeitet er mit ihnen an jedem kleinen Detail, treibt sie zu Höchstleistungen. Der gebürtige Ukrainer sammelte dabei schon Erfahrungen in Spanien, wo er unter anderem auch zwei Jahre in Madrid die Nationalmannschaft betreute. Seit 2010 arbeitet er als verantwortlicher Bundesstützpunkttrainer in Dresden. Im Olympiajahr 2016 führte er seine Schützlinge wieder zu tollen Erfolgen, auch wenn in Rio nicht alle Träume in Erfüllung gingen. Im Mai bei der EM feierte er mit Sascha Klein einen grandiosen Sieg. Zum neunten Mal in Folge gewann Klein mit seinem Berliner Partner Patrick Hausding Gold im Synchronspringen vom Turm. In Rio verfehlte das Duo mit Rang vier die erhoffte Medaille nur knapp. Mit Martin Wolfram durchlitt er zuletzt immer wieder Zeiten mit schweren Schulterproblemen, doch bei Olympia zeigte der Rozenberg-Schützling einmal mehr seine Kämpferherz, sprang trotz Verletzung der Bizepssehne vom Turm auf einen hervorragenden fünften Platz, der sich für beide – Sportler und Trainer – wie eine Medaille anfühlte. Auch Tina Punzel schaffte unter Leitung des Meistermachers die Qualifikation für die Spiele in Brasilien, wo sie im Synchron vom Brett mit Nora Subschinski Platz sieben erreichte. „Boris hat ein hohes Fachwissen, beschäftigt sich mit vielen technischen Details und ist immer über die Trends in der Welt auf dem Laufenden. Seinen unbedingten Siegeswillen versucht er, auf seine Athleten zu übertragen“, sagt Trainerkollege Frank Taubert.

Für Kanutrainer Jens Kühn vom KC Dresden hätte es 2016 nicht besser laufen können. Gleich zwei seiner Schützlinge, die er in den letzten Jahren in die Weltspitze geführt hat, kehrten mit Edelmetall von Olympia in Rio zurück. Tom Liebscher gewann im K4 die ersehnte Goldmedaille und Steffi Kriegerstein erkämpfte mit dem K4 der Frauen Silber. Es war der Lohn für harte, fleißige Arbeit. Dabei ist der Anteil des 58-jährigen Coaches an diesen Erfolgen nicht hoch genug zu schätzen. Auch er drängt sich nie in den Mittelpunkt, freut sich im Hintergrund, wenn seine Athleten mit ihren Erfolgen die Aufmerksamkeit auf die Randsportart Kanu lenken. Als ehemaliger Kanute, der es immerhin zum Junioren-Weltmeister brachte, kann er sich gut in seine Schützlinge hineinversetzen. Er arbeitet mit ihnen auf Augenhöhe, findet mit ihnen bei Differenzen auch Kompromisse und er hat immer ein Ohr für sie und ihre Probleme. So bewies er vor allem bei Steffi Kriegerstein, deren Qualifikation für Rio keinesfalls ein Selbstläufer war, viel Fingerspitzengefühl. „Wenn es Probleme gibt, ist er für mich immer der erste Ansprechpartner“, betont die olympische Silbermedaillengewinnerin und macht ihrem Coach damit das größte Kompliment.

Mitmachen lohnt!

Machen Sie wieder mit, liebe Leser, und küren Sie Ihre Favoriten für die Sportlerwahl per Internet oder per Post, indem Sie nebenstehenden Coupon ausfüllen und an den Stadtsportbund Dresden, Bodenbacher Straße 154 in 01277 Dresden, schicken. Stimmkarten sind demnächst auch in einigen Filialen der Ostsächsischen Sparkasse erhältlich. Je Kategorie kreuzen Sie bitte nur einen Sportler an. Gewertet werden bei der Auszählung der per Post eingesendeten Stimmkarten nur Originale, keine kopierten Exemplare.
Ihre Stimmabgabe wird mit ein wenig Glück belohnt, denn wir verlosen wieder einige attraktive Preise unter allen Teilnehmern der Umfrage. Die großen Dresdner Sportvereine unterstützen die Sportlerwahl u.  a. wieder mit Eintrittskarten. So stiften die DSC-Volleyballerinnen vier Tickets für ein Heimspiel und einen höherwertigen Preis, die Dresden Monarchs 3 x 2 Eintrittskarten. Auch Handball-Drittligist HC Elbflorenz lobt Tickets aus, Dynamo Dresden stellt 5 x 2 Eintrittskarten für das Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim zur Verfügung. Vom Stadtsportbund Dresden e. V. gibt es zwei Eintrittskarten für den Gala-Abend des Dresdner Sports am 8. April im Internationalen Kongresszentrum am Elbufer sowie zwei Frauenkirchen-Uhren. Die DNN stellen weitere Kleinpreise bereit.

Dynamo-Trainer Uwe Neuhaus hatte im Sommer 2015 das Traineramt beim damaligen Drittligisten übernommen. Gleich in seinem ersten Jahr gelang ihm mit der Mannschaft ein überragender Erfolg. Der ehemalige Bundesliga-Profi führte das Team als souveräner Drittliga-Meister zurück in die 2. Bundesliga. Mit seinen Schützlingen brach er in dieser glanzvollen Saison zahlreiche Rekorde und marschierte mit ihnen so souverän wie selten eine Mannschaft durch diese Liga. Als Coach, der schon zuvor sieben Jahre bei Union Berlin hervorragende Arbeit leistete, hat er stets die richtigen Worte zur richtigen Zeit gefunden und damit seinen Jungs den Weg gewiesen. Als der 57-Jährige zuletzt seinen Vertrag bis 2019 verlängerte, betonte Ralf Minge, der Neuhaus nach Dresden gelotst hatte, noch einmal: „Dynamo Dresden und Uwe Neuhaus, das passt ganz einfach - sportlich und menschlich. Uwe hat unsere junge Mannschaft mit seiner akribischen, verlässlichen und mitreißenden Art seit seinem Amtsantritt weiterentwickelt und ein echtes Team geformt.“

Volleyball-Trainer Alexander Waibl hat mit den DSC-Damen auch 2016 wieder Historisches erreicht. Der 48-Jährige holte mit seinen Schützlingen zum dritten Mal in Serie die Meisterschale, machte damit den ersten Titel-Hattrick in der Vereinsgeschichte perfekt. Nachdem die Mannschaft zuvor im Februar schon den DVV-Pokal gewonnen hatte, feierten die Elbestädterinnen zum zweiten Mal nach 1999 das Double. Auch in der Champions League lieferten sie starke Vorstellungen und gehörten am Ende zu den Top-12 von Europa. Alexander Waibl, der die DSC-Schmetterlinge bereits seit 2009 betreut, ist derzeit nicht nur der dienstälteste Trainer in der Bundesliga, sondern zugleich auch der erfolgreichste. Schließlich gingen den drei Meisterschalen schon drei Vizemeisterschaften voraus, auch der einzige Europa-Cup-Triumph der DSC-Damen 2010 kann er sich auf die Fahne heften. Im vergangenen Sommer erweiterte er seinen Erfahrungsschatz zudem als Nationaltrainer der tschechischen Damen. Der gebürtige Stuttgarter, der eigentlich Jura studierte und eine Zulassung als Rechtsanwalt hatte, sieht seinen Trainerjob nicht nur als Beruf, sondern als Berufung. Er schafft es immer wieder, Spielerinnen weiterzuentwickeln und sie zu Höchstleistungen zu treiben. Auch wenn er ein streitbarer Typ ist, der emotional reagiert und in manchen Situationen übers Ziel hinausschießt – die Erfolge geben ihm Recht und die sind untrennbar mit seiner akribischen, engagierten und zielstrebigen Arbeit verbunden.

Für Julia Winter ist Klettern mehr als nur Sport, es ist eine Lebenseinstellung, wie die 30-Jährige einmal gesagt hat. Ihre Eltern, die beide selbst klettern gingen, brachten sie schon im frühen Kindesalter in die Berg- und Felsenwelt. Zeitig wurde das Talent dann auch in den Jugendnationalkader berufen und entwickelte sich zu einer der besten Kletterfrauen in Deutschland. Sie nahm an vielen internationalen Wettkämpfen teil, belegte einmal Platz neun bei der Jugend-WM und war zudem auch zweimal deutsche Meisterin (2011 im Leadklettern, 2012 im Bouldern. Schon seit 2008 gibt Julia Winter ihre Erfahrungen als Landestrainerin Sachsens an den Nachwuchs weiter. Seit Anfang 2015 arbeitet sie zudem als Bundesjugendtrainerin am Stützpunkt in Dresden. Zu ihren Schützlingen zählt das 17-jährige Talent Johanna Holfeld, die im vergangenen Jahr bei der Jugend-WM im chinesischen Guangzhou im Leadklettern unter 50 Starterinnen einen glänzenden achten Platz belegte. Dazu errang sie beim europäischen Jugendcup in Graz in der Teildisziplin Bouldern den ersten Platz, in Soure (Portugal) wurde sie im Bouldern Zweite. Winter führte ihren Schützling auf nationaler Ebene zudem zum deutschen Meistertitel im Leadklettern bei den Erwachsenen. Natürlich klettert Julia Winter, wenn es die Zeit erlaubt, auch noch selbst und sie kann ihren Athleten noch so manchen Trick nicht nur erklären, sondern auch zeigen.

Schwimmtrainer Peter Bräunlich arbeitet als Landesstützpunkttrainer und zur Hälfte auch als Sportlehrer am Dresdner Sportgymnasium. Im vergangenen Jahr feierte der Diplomsportlehrer, der früher schon als Trainer in Chemnitz gearbeitet hat, mit seinen Schützlinge einige herausragende Erfolge. Vor allem der 14-jährige Louis Dramm von den Dresdner Delphinen bewies mit siebenmal Gold bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften, was in ihm steckt. Aber auch der gleichaltrige DSC-Athlet Alexander Eich überzeugte mit viermal Gold und weiteren Medaillen. Beide stellten 2016 auch mehrfach neue Jahrgangsrekorde auf. Ebenso DSC-Schwimmerin Lilo Firkert, die der Coach zu Gold bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften der Junioren über 50 m Rücken führte. Zu seinen erfolgreichen Schützlingen gehört unter anderen auch Milla Sperlich (DSC). Sie alle haben unter der Leitung des erfahrenen 55-jährigen Coaches große Leistungssprünge gemacht und sich in ihren Altersklassen in die nationale Spitze gekämpft.

Hier gehts zur Online-Abstimmung: www.ssb-dresden.de/sportlerumfrage

Von Astrid Hofmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Dresdens Sportler des Jahres 2016
Magicpaper

Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte für Ihr Smartphone oder Tablet-PC zur Verfügung! mehr

  • Digital Abo

    "DNN Digital Abo" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, das Sie überall und rund um die Uhr nutzen können -... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr