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125 Jahre DNN Dresden und die Welt im Jahr 1979
Thema Specials DNN-Aktionen 125 Jahre DNN Dresden und die Welt im Jahr 1979
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09:21 01.11.2018
Die Hauptstraße Ende der 1970er Jahre, als sie noch „Straße der Befreiung“ hieß und als schönster Einkaufsboulevard Dresdens galt. Quelle: Joachim Grätz
Dresden

26. April: Prof. Wilhelm Rudolph, Maler und Grafiker, wird Ehrenbürger.

Die Speerwerferin Ruth Fuchs stellt am 13. Juni beim „Olympischen Tag“ im Dresdner Heinz-Steyer-Stadion einen neuen Weltrekord auf. Sie verbessert den alten Re­kord um 20 Zentimeter auf 69,52 Meter.

Am 25. Juni wird die Tänzerin und Tanzpädagogin Gret Palucca zur Ehrenbürgerin der Stadt Dresden ernannt.

Im Dynamo-Stadion wird eine elektronische Anzeigetafel aufgestellt, die aus insgesamt 4333 Glühlampen besteht und von einem Computer gesteuert wird. Sie wird erstmals am 6. Juni im Spiel zwischen Dynamo Dresden und dem 1. FC Magdeburg in Betrieb genommen.

Am 21. Juli stirbt der in Dresden geborene Schriftsteller Ludwig Renn (eigentlich Arnold Friedrich Vieth von Golßenau) in Berlin. Renn schrieb unter anderem im mexikanischen Exil den Roman „Adel im Untergang“ und wurde zu DDR-Zeiten für seine Kinderbücher „Trini. Die Ge­schichte eines Indianerjungen“ und „No­bi“ bekannt.

Im August wird der Segelflugplatz auf den Elbwiesen geschlossen und der Flugbetrieb eingestellt. Die Gründe dafür liegen vor allem in Republikfluchten, die mit GST-Flugzeugen durchgeführt werden. Etwa zwei Drittel der bis dahin genutzten Flugplätze, vor allem in grenznahen Ge­bieten der DDR, werden in dieser Zeit geschlossen. Die Dresdner Segelflieger wechseln ab 1980 nach Riesa-Göhlis. Im Mai 1953 war der Flugplatz auf dem Areal zwischen Blauem Wunder und dem Gelände der Vogelwiese (in Höhe Schubertstraße/Händelallee) eröffnet worden. Dort fanden auch Flugtage mit internationaler Beteiligung statt. Durchschnittlich wurden etwa 1500 Starts pro Jahr durchgeführt.

125 Jahre DNN

Alle Artikel der DNN-Serie finden Sie im Special!

Am 4. Oktober wird in der Inneren Neustadt der Fußgänger-Boulevard „Straße der Befreiung“ eingeweiht. Die frühere und im Krieg zerstörte Hauptstraße war in den vergangenen Jahren neu gestaltet worden, dabei wurde das alte Konzept aufgegeben. Entlang der Straße entstanden mehr als 1000 Neubauwohnungen als Plattenbauten. Entgegen ur­sprünglicher Planungen blieben die barocken Bürgerhäuser erhalten und wurden stilecht rekonstruiert. Ein besonderes Schmuckstück ist das „Kügelgen-Haus“. Mit vielen Geschäften und Restaurants, Plastiken, Figuren und den Brunnen und alten Platanen in der Mitte wird die „Straße der Befreiung“ zu ei­nem beliebten, wenn nicht sogar zu Dresdens beliebtesten Fußgänger-Boulevard.

Am 20. und 21. Oktober findet der 1. Ra­debeuler Grafikmarkt im Festsaal des Rathauses statt. Daran beteiligt sind 24 Künstler. Die Radebeuler Veranstaltung ist damit der älteste ohne Unterbrechung durchgeführte Grafikmarkt in Sachsen.

1979 erscheint die Sachsenhymne. Der Kabarettist Jürgen Hart produziert „Sing, mei Sachse, sing“. Von dem Lied, das Hart textete und Arndt Bause mit einer Me­lodie versah, werden fast 200 000 Tonträger verkauft.

Deutschland, Europa und die Welt

1979 ist das Internationale Jahr des Kindes

1. Januar: Die beiden Länder Österreich und Ungarn he­ben die Visumpflicht im Reiseverkehr auf.

7. Januar: Die vietnamesische Armee nimmt die kambodschanische Hauptstadt Phnom Penh ein und beendet damit die Herrschaft der Roten Khmer.

16. Januar: Schah Mohammad Reza Pahlavi verlässt den Iran und geht ins Exil.

1. Februar: Ajatollah Chomeini kehrt nach 15 Jahren im Exil wieder in den Iran zurück.

6. Februar: In der Bremer Rolandmühle löst ein Kabelbrand die gewaltigste Staubexplosion durch Mehlstaub in der deutschen Geschichte aus. 14 Menschen sterben, 17 werden zum Teil schwer verletzt. Es entsteht ein Sachschaden von umgerechnet etwa 50 Millionen Euro.

12. bis 23. Februar: erste Weltklimakonferenz in Genf.

17. Februar: chinesische Invasion in Nordvietnam.

26. März: Unterzeichnung des Israelisch-Ägyptischen Friedensvertrages.

1. April: Ajatollah Chomeini ruft die Is­lamische Republik Iran aus.

2. April: Der Rat der EWG verabschiedet die Vogelschutzrichtlinie. Vogelfallen aller Art werden verboten und die Einrichtung von Vogelschutzgebieten den Mitgliedsstaaten zur Pflicht gemacht.

27. April: Auf einer Konferenz in Hamburg wird das Internationale Übereinkommen zur Seenotrettung verabschiedet. Es soll die Rettung von Menschen in Seenot unabhängig vom Unfallort durch eine Seenotrettungsorganisation sicherstellen.

4. Mai: Margaret Thatcher wird von Königin Elisabeth II. zur neuen britischen Premierministerin ernannt.

21. Mai: Elton John gibt als erster westlicher Popstar ein Konzert in der Sowjetunion in Leningrad. Insgesamt hat er bis zum 28. Mai acht Auftritte in Leningrad und Moskau.

3. Juni: Ein schweres Unglück auf der Ölbohrplattform Sedco 135F im Golf von Mexico lässt laut Schätzungen zwischen 440 000 bis 1,4 Millionen Tonnen Rohöl ausgetreten.

18. Juni: In Wien unterschreiben UdSSR-Generalsekretär Leonid Breschnew und US-Präsident Jimmy Carter die SALT-II-Verträge zur Begrenzung der nu­klear-strategischen Waffensysteme beider Staaten. Der US-Senat verweigert spä­ter die Ratifizierung des Vertragswerkes.

1. Juli Das japanische Unternehmen Sony bringt den weltweit ersten Walkman auf den Markt.

3. Juli: Der Deutsche Bundestag be­schließt, bei Mord und Völkermord die Verjährung endgültig aufzuheben.

12. Juli: Die Bergsteiger Reinhold Messner und Michael Dacher erreichen ohne Sauerstoffgeräte den Gipfel des K2, des zweithöchsten Berges der Welt im Ka­rakorum.

16. Juli: Der irakische Präsident Ah­mad Hasan al-Bakr tritt zurück, Nachfolger wird Saddam Hussein.

13. August: Die „Cap Anamur“ er­reicht das Südchinesische Meer und nimmt die ersten vietnamesischen Flüchtlinge auf. Es ist der Beginn einer siebenjährigen Rettungsaktion, bei der über 11 000 „Boatpeople“ vor dem Ertrinken und dem Hungertod gerettet werden.

16. September: Zwei Thüringer Familien gelingt mit einem selbstgebauten Heißluftballon eine spektakuläre Flucht aus der DDR nach Westdeutschland.

7. Oktober: Die Bremer „Grüne Liste“ erhält als erste grüne Partei Mandate in ei­nem Landesparlament und zieht mit vier Abgeordneten in die Bremische Bürgerschaft ein.

25. Oktober: Die spanischen Regionen Katalonien und das Baskenland werden eingeschränkt autonom.

19. November: Eckart Witzigmanns Aubergine erhält als erstes deutsches Restaurant drei Sterne im Guide Michelin.

20. November: In Mekka wird die Große Moschee von Bewaffneten besetzt, die Tausende Geiseln nehmen. Die Besetzer verlangen den Sturz des saudischen Re­gimes und den Stopp von Erdöllieferungen an die Vereinigten Staaten. Die Re­bellion wird am 4. Dezember von der sau­dischen Armee niedergeschlagen, 63 Re­bellen öffentlich enthauptet.

23. Dezember: Mit der Seilbahn auf das Kleine Matterhorn wird in Zermatt die höchstgelegene Seilbahn Europas in Be­trieb genommen.

27. Dezember: Sowjetische Invasion in Afghanistan. Präsident Amin wird ermordet und Babrak Karmal neuer Präsident.

1979 wird Mutter Teresa mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet, feiert Björn Borg seinen vierten Sieg in Wimbledon, veröffentlicht Pink Floyd das Album „The Wall“ und kommt Volker Schlöndorffs Film „Die Blechtrommel“ in die Ki­nos. Der Film wird mit der „Goldenen Palme“ in Cannes ausgezeichnet und erhält 1980 den „Oscar“ als bester fremdsprachiger Film.

Am 10. Dezember 1979 erhielt Mutter Teresa den Friedens-Nobelpreis „für ihre Tätigkeit, den Leidenden Hilfe zu bringen“. In ihrer Rede in Oslo nutzte sie die große Bühne für einen flammenden Appell gegen die Legalisierung der Abtreibung. Quelle: dpa

Geboren sind im Jahr 1979 unter anderem die Sängerinnen Pink, Maite Kelly und Stefanie Hertel, Formel-1-Rennfahrer Kimi Räikkönen, Fußballer Diego Forlán, Schauspielerin Kate Hudson, Motorrad-Weltmeister Valentino Rossi und die Schauspielerin und Sängerin Yvonne Catterfeld.

Gestorben sind im Jahr 1979 unter anderem die Schauspieler Jean Seberg, John Wayne und Rene Deltgen, der Hu­morist Heinz Erhardt, der ehemalige Studentenführer Rudi Dutschke, der Bildhauer Walter Arnold, der Regisseur Jean Renoir, der Showmaster Peter Frankenfeld, die Schriftsteller Liselotte Welskopf-Henrich und Arno Schmidt, die Komponisten Paul Dessau und Dimitri Tiomkin.

Von Monika Löffler

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