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125 Jahre DNN Dresden und die Welt im Jahr 1964
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09:50 11.09.2018
1964 kommt der DEFA-Film „Geliebte weiße Maus“ mit Karin Schröder und Rolf Herricht als Polizeiwachtmeister Bachmann in die Kinos. Große Teile des Films wurden in Dresden gedreht – so am Körnerplatz und im Cafe Borsberg . Quelle: Foto: Archiv
Dresden

Am 1. Januar firmieren die Kamera- und Kinowerke Striesen unter „VEB Pentacon Dresden“. Als Firmenzeichen führte Pentacon die stilisierte Silhouette des Ernemann-Turms. Die Verstaatlichung der sächsischen optischen Industrie ging 1968 mit der Gründung eines Kombinats unter Führung des VEB Pentacon Dresden weiter.

An der Königsbrücker Straße wird das neue Hauptpostamt Dresden gebaut.

Nach zweijähriger Bauzeit wird am 9. Januar das neue Volksbad Friedrichstadt eröffnet. Das Bad verfügte über 19 Wannen- und 14 Brausebäder. Das langgestreckte Gebäude befindet sich an der Se­minarstraße 3 und wird im April 2005 ab­gerissen.

Im Februar beginnen die Restaurationsarbeiten am Georgentor. Das zwischen 1530 und 1535 errichtete Gebäude gilt als der erste Renaissancebau in Dresden. Nach der Zerstörung durch die Luftangriffe im Februar 1945 wird das Georgentor äußerlich wiederaufgebaut, dabei je­doch verändert.

Im Februar werden auch die letzten beiden Brückenpfeiler der Carolabrücke gesprengt – um Baufreiheit für eine neue Elbquerung zu schaffen. Die Carolabrücke blieb bei den Luftangriffen zwar un­zerstört, beim Einmarsch der Roten Ar­mee wurden jedoch vier Bögen der Brücke von deutschen Truppen gesprengt. Bereits 1952 waren zwei Bogenträger ge­sprengt und erhaltene Teile demontiert worden.

Der „Faunpalast“ bekommt neue Technik und wird auf Totalvision-Format (Cinemascope) umgestellt und kann da­durch ein breiteres Bild zeigen. Gleichzeitig erhält er als erstes Kino der Stadt eine gekrümmte Leinwand, was den plastischen Eindruck verstärken soll. Eingeweiht wird die neue Technik am Gründonnerstag mit dem tschechoslowakischen Film „Festung am Rhein“, der zum Teil auf der Festung Königstein gedreht wurde.

125 Jahre DNN

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Am 9. April wird das erste Schallplattentheater Dresdens im „Haus der Dienste“ auf der Webergasse eröffnet. Geboten werden Schallplattenabende und Vorträge mit musikalischen Einblendungen.

Am 14. Mai öffnet das Hochhaus-Hotel „Dresden-Tourist“ am Terrassenufer seine Türen. Der Zwölfgeschosser verfügt über 360 Gästebetten.

Am 28. Juni wird die komplette Nossener Brücke für den Verkehr freigegeben. Sie bekommt den Namen „Brücke der Jugend“. Der Neubau begann 1959 mit der Teilbrücke über die Zwickauer Straße. Es folgten die Brücke über das Kraftwerksgelände 1960 und die Brücke über die Fabrikstraße im Jahre 1962. Bis 1964 wird dann noch die Teilbrücke über die Gleise errichtet.

Im August führt die Elbe nur noch sehr wenig Wasser. Der Pegel steht Anfang des Monats bei 47 Zentimeter, pro Sekunde fließen nur knapp 56 Kubikmeter Wasser, normal sind etwa 340.

Am 13. Oktober öffnet an der Ecke Gutzkowstraße/Reichenbachstraße der erste Studentenclub Dresdens. Der „Gutzkowclub“ wird von Studenten der damaligen Hochschule für Verkehrswesen gegründet, die größtenteils im Wohnheim untergebracht waren und mangels Alternativen nach einer sinnvollen abendlichen Freizeitbeschäftigung suchten.

Deutschland, Europa und die Welt

4. Januar: Von Rom aus bricht Papst Paul VI. zu einer mehrtägigen Pilgerreise nach Jordanien und Israel auf. Damit verlässt zum ersten Mal seit 1814 ein amtierender Pontifex die Grenzen Italiens.

25. Februar: Cassius Clay, später als Muhammad Ali bekannt, wird in dem historischen Boxkampf gegen Sonny Liston zum ersten Mal Weltmeister im Schwergewicht.

31. März: Die britische Musikgruppe „The Beatles“ steht mit fünf Singles auf den Plätzen eins bis fünf der US-amerikanischen Hitparade − eine zuvor nie dagewesene Sensation.

13. April: Mit Sidney Poitier erhält erstmals ein schwarzer Schauspieler einen Oscar als bester Hauptdarsteller. Gewürdigt wird damit seine darstellerische Leistung im Film „Lilien auf dem Felde“.

24. April: Ein Wahrzeichen von Kopenhagen, die Kleine Meerjungfrau des Bildhauers Edvard Eriksen, wird durch Vandalen schwer beschädigt. Der dabei ab­gesägte Kopf wird nie gefunden.

24. Mai: Bei einer Massenpanik im Nationalstadion von Lima sterben 328 Menschen, etwa 500 werden verletzt. Als der Schiedsrichter kurz vor Spielende ein Tor der Fußballelf Perus im Olympiaqualifikationsspiel gegen Argentinien nicht an­erkennt, kommt es auf den Rängen zu Tumulten. Das Abfeuern von Tränengas seitens der Polizei auf die Fußballfans lässt tausende Zuschauer flüchten. Doch die Ausgänge des Stadions sind da noch geschlossen.

1. Juni: Gründung der PLO durch den Ersten Palästinensischen Nationalrat. Vorsitzender wird der UN-Diplomat Ah­med Shukeiry.

1. Juni: Mit der geänderten Straßenverkehrsordnung erhalten in der BRD die Fußgänger auf einem Zebrastreifen Vorrang vor motorisierten Verkehrsteilnehmern.

12. Juni: Nelson Mandela, Führer des African National Congress, wird zusammen mit sieben Mitangeklagten wegen Subversion und Sabotage zu lebenslanger Haft verurteilt.

27. Juni bis 5. Oktober: In Kassel findet die „Documenta III – Weltausstellung der Kunst“ statt.

2. Juli: In Washington unterzeichnet US-Präsident Lyndon B. Johnson das Bürgerrechtsgesetz zur Aufhebung der Rassentrennung. Dieses, nach Beendigung der Sklaverei im Jahr 1863 wichtigste Dokument zur Gleichstellung der Schwarzen, wurde von John F. Kennedy vorgeschlagen und von Johnson auf den Weg gebracht und erst nach monatelangem Ringen im Senat ratifiziert.

9. September: Die DDR genehmigt Rentnern Verwandtenbesuche in der Bun­desrepublik Deutschland und West-Berlin.

1. Oktober: Der erste Hochgeschwindigkeitszug „Shinkansen“ wird in Japan zwischen Osaka und Tokio in Betrieb ge­nommen.

14. Oktober: Nikita Chruschtschow, Regierungschef der Sowjetunion, wird vom Plenum des ZK aus seinen Ämtern entlassen. Als Regierungschef folgt ihm Alexej Kossygin, als Parteichef Leonid Breschnew.

3. November: US-Präsident Lyndon B. Johnson wird bei der Präsidentschaftswahl mit 61,1 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt – die größte Mehrheit in der US-Geschichte.

4. November: In Frankreich hat der erste „Fantomas“-Film Premiere.

21. November: In New York wird die „Verrazano-Narrows-Brücke“, die seinerzeit längste Hängebrücke der Welt, er­öffnet.

1. Dezember: Die DDR erhebt einen Mindestumtausch frei konvertierbarer Währungen gegen heimische Mark der Deutschen Notenbank für Besucher aus dem Westen.

Geboren werden 1963 unter anderem die Schauspieler Sandra Bullock, Nicolas Cage, Jan Josef Liefers, Matt Dillon, Keanu Reeves und Russel Crowe, Boxer Henry Maske, Skispringer Jens Weißflog, Cellist Jan Vogler, die Leichtathletin Heike Drechsler, der Moderator und Autor Harpe Kerkeling, die Musiker Tracy Chapman und Lenny Kravitz, Schwimmer Michael Groß, Schriftsteller Dan Brown und der Fußballer Jürgen Klinsmann.

Gestorben sind unter anderem die Politiker Jawaharlal Nehru und Otto Grotewohl, der Schauspieler Hans Moser, der Komponist Cole Porter, und der Schriftsteller und James Bond-Erfinder Ian Fleming.

Von Monika Löffler

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1893 – und zwar am 8. September – erschien in Dresden zum ersten Mal die Tageszeitung „Neueste Nachrichten“. Nur wenig später wurde sie in „Dresdner Neueste Nachrichten“ umbenannt. Das Jubiläum nehmen wir zum Anlass, zurückzuschauen in die Geschichte Dresdens, Deutschlands und der Welt. Heute widmen wir uns dem Jahr 1963.

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