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125 Jahre DNN Dresden und die Welt im Jahr 1928
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12:52 10.05.2018
Vom 16. Mai bis 30. September findet auf dem Ausstellungsgelände am Großen Garten die Jahresschau Deutscher Arbeit „Die technische Stadt“ statt. Im Rahmen der Schau wird am 20. Mai das erste Kugelhaus der Welt nach einem Entwurf von Peter Birkenholz am Stübelplatz eröffnet. Quelle: Archiv
Dresden

 Vom 16. Mai bis 30. September findet auf dem Ausstellungsgelände am Großen Garten die Jahresschau Deutscher Arbeit „Die technische Stadt“ statt, die das 100-jährige Bestehen der TH Dresden als Thema hat. Im Rahmen der Schau wird am 20. Mai das erste Kugelhaus der Welt nach einem Entwurf von Peter Birkenholz am Stübelplatz eröffnet. Es beherbergt Ausstellungsräume sowie einen Gastronomiebetrieb.

Das Gebäude hat einen Durchmesser von 24 Metern, die Gesamthöhe beträgt 26,50 Meter. Es gibt sechs Ebenen und einen Personenaufzug. Im Gebäude kann man durch eine kreisförmige, atriumartige Öffnung nach oben beziehungsweise nach unten blicken. Nur die oberste Etage mit dem Restaurant hat eine geschlossene Geschossfläche. Die Fensterfront des Restaurants ermöglicht einen tollen Rundblick über das Ausstellungsareal. Nachts wird das Kugelhaus eindrucksvoll angestrahlt. Das bei den Dresdnern sehr beliebte Gebäude wird 1938 von den Nationalsozialisten als „entartete Technik“ bezeichnet und abgerissen – der geniale Konstrukteur war ein Jude.

Im März wird am Postplatz eine neue Wartehalle, im Volksmund wegen seiner Form „Käseglocke“ genannt, eröffnet. Das pavillonartige Bauwerk mit dem chinesisch anmutenden Dach dient als Wartehäuschen auf dem zentralen Umsteigeplatz und ist mit einer unterirdischen Toilettenanlage ausgestattet. Später kommt ein Fahrkartenverkauf hinzu. Im gleichen Jahr entsteht auf dem Albertplatz in der Neustadt ein ähnlicher Bau.

125 Jahre DNN

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Im Oktober wird in Übigau die Flutrinnenbrücke für den Verkehr übergeben. Der Ort hatte bereits 1913 einen Straßenbahnanschluss erhalten, wobei die alte Strecke ursprünglich über die Böcklinstraße bis zur Endstelle an der Sternstraße führte, aber erst viel später werden die Gleise über die neue Flutrinnenbrücke verlegt. Die 132 Meter lange, aus neun Brückenbögen bestehende Flutrinnenbrücke im Zuge der Sternstraße, dient dem Fahr-, Fußgänger- und Straßenbahnverkehr.

Der Ingenieur Fritz Pfleumer führt 1928 das singende Papier, einen Vorläufer von Magnettonbändern, vor. 1927 beginnt Pfleumer, für die Dresdner Zigarettenmaschinenfabrik „Universelle“ einen haltbaren Überzug aus Bronzelack für Zigarettenmundstücke herzustellen. Aus den Erfahrungen mit dem Lack entwickelte er einen Papierstreifen, auf dem gehärteter Stahlstaub mit Lack fixiert wird und damit einen magnetisierbaren Tonträger – das Tonband. Dieses Magnetband ist den bisher verwendeten Stahldrähten und -bändern weit überlegen. Im Januar 1928 lässt er das Verfahren zur Herstellung von „Lautschriftträgern“ patentieren. Ebenfalls 1928 stellt er einen Prototypen eines Magnetbandgeräts her, mit dem er in der Lage ist, die Bänder anzuspielen.

Der Zeuner-Bau der Technischen Hochschule Dresden erhält seinen heutigen Namen. Er wird nach dem Ingenieur Gustav Anton Zeuner benannt, der ab 1873 als Professor für technische Mechanik und theoretische Maschinenlehre an der Hochschule wirkte und Direktor des Polytechnikums ist. Er gilt als Begründer der traditionsreichen Dresdner Schule der Technischen Thermodynamik.

Deutschland, Europa und die Welt

6. Januar: Boxer Max Schmeling verteidigt durch einen K.-o.-Sieg über den Italiener Michele Bonaglia seinen Titel als Europameister im Halbschwergewicht.

7. Januar: Walt Disney erfindet die legendäre Micky Maus.

26. Januar: In Berlin wird das Luxuskino „Titania-Palast“ eröffnet.

10. Februar: erste Funksprechverbindung von Deutschland in die USA

11. Februar: Eröffnung der II. Olympischen Winterspiele in St. Moritz

30. März: Der Reichstag beschließt gegen die Stimmen von SPD und KPD ein Kriegsschiffbau-Programm, dafür werden etwa zehn Millionen Mark bewilligt. Im Wahlkampf bricht unter dem Motto „Kinderspeisung statt Panzerkreuzer!“ ein Proteststurm los.

17. Mai: Eröffnung der IX. Olympischen Sommerspiele in Amsterdam

24. Mai: Der Italiener Umberto Nobile überfliegt mit seinem Luftschiff „Italia“ und 16 Expeditionsteilnehmern zum zweiten Mal den Nordpol. Am nächsten Tag stürzt das Luftschiff bei schlechter Witterung ab, ein Mann wird getötet. Die Führergondel wird beim Aufprall abgerissen, treibt mit sechs Besatzungsmitgliedern ab und bleibt verschollen. Die meisten der anderen Abgestürzten um Nobile werden Tage später gerettet. Die Havarie löst eine große internationale Rettungsaktion aus, an der sich auch der norwegische Polarforscher Roald Amundsen beteiligt und dabei ums Leben kommt.

4. Juni: Der Droschkenkutscher Gustav Hartmann, der „Eiserne Gustav“, erreicht mit seiner Pferdedroschke Paris. Um seinen Protest gegen die Zunahme der Automobile auf den Straßen und dem Untergang des Droschken-Taxigewerbes auszudrücken, war der „Eiserne Gustav“ am 2. April in Berlin Richtung Paris gestartet. Hans Fallada hielt das Ereignis in seinem gleichnamigen Roman fest.

31. August: Uraufführung der „Dreigroschenoper“ von Kurt Weill und Bertolt Brecht in Berlin

28. September: Die Comedian Harmonists geben ihr Debüt im Berliner Großen Schauspielhaus.

28. September: Der Bakteriologe Alexander Fleming bemerkt zufällig, dass eine seiner Staphylokokken-Kulturen, in die Schimmelpilze der Gattung Penicillium geraten sind, abgetötet ist. Seine weiteren Untersuchungen führen zur Entwicklung des antibakteriellen Penicillin.

20. November: Die deutsche Reichspost führt probeweise erste Bildfunkübertragungen über ihren Sender Königs Wusterhausen mit Hilfe eines Fultographen durch. Sie testet damit eine Vorstufe in der deutschen Fernsehgeschichte.

Geboren wurden 1928 unter anderem die Politiker Eduard Schewardnadse und Ariel Scharon, der Pop-Künstler Andy Warhol, der Revolutionär Ernesto Che Guevara, der Komponist Ennio Morricone, die Schauspieler Jeanne Moreau, Marianne Kiefer und Hardy Krüger, die Regisseure Roger Vadim und Stanley Kubrick, der Film-Aufklärer Oswalt Kolle, der Sänger Fats Domino, der Chansonnier Serge Gainsbourg, der Maler und Architekt Friedensreich Hundertwasser und der Karikaturist Henry Büttner.

Gestorben sind 1928 der Polarforscher Roald Amundsen, die Tänzerin und Skandalnudel Anita Berber und der Automobilrennfahrer Emilio Materassi.

Von Monika Löffler

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