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125 Jahre DNN Dresden und die Welt im Jahr 1925
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11:01 25.04.2018
Am 10. August wird am Johannstädter Elbufer die Wasserfluglinie Dresden–Magdeburg–Altona eröffnet. Quelle: Foto: Archiv Fiedler
Dresden

 Am 22. Februar beginnt in Dresden die Rundfunkära. Punkt 12 Uhr geht der „Sender Dresden“ mit einem Konzertstück auf Sendung. Allerdings ist das Studio an der Großen Zwingerstraße zunächst nur eine Außenstelle des Leipziger Senders. Regelmäßig reist ein Mitarbeiter in die Messestadt, um mit den dortigen Verantwortlichen den Programmablauf zu besprechen. Zunächst strahlt der „Nebensender Dresden“ ein- bis zweimal wöchentlich ein eigenes Programm aus, dass vor allem aus Opern, Operetten und Kammermusik besteht.

Vom 20. bis 23. Juli treffen sich Gesangsvereine aus ganz Deutschland und dem Ausland zum 1. Sächsischen Sängerbundfest. Die rund 12.000 Mitglieder der Chöre ziehen durch die Stadt und treffen sich dann in einer extra dafür errichteten Festhalle neben der Vogelwiese, die rund 13.000 Zuhören Platz bietet.

Die Stadt erwirbt Schloss Albrechtsberg und den dazugehörigen Park vom Sohn des Erbauers, Prinz Albrecht von Preußen. Die Stadt macht von ihrem Vorkaufsrecht gebrauch, um ausländischen Spekulanten zuvorzukommen. Der Gesamtpreis beträgt rund 700.000 Mark. Ab 1930 ist der Park öffentlich zugänglich.

Gret Palucca eröffnet ihre Tanzschule in Dresden. Bis 1924 tanzt Palucca in der Gruppe von Mary Wigman, beginnt dann ihre Solokarriere und wird eine der führenden Ausdruckstänzerinnen. Gefördert wird ihr Aufstieg durch ihren Ehemann Friedrich Bienert, einen Kunstmäzen und Besitzer der gleichnamigen Dresdner Hofmühle. In den DNN steht am 14. März 1925:Gret Palucca hat sich in den letzten Jahren von der Wigman-Schülerin zu einer selbstständigen Tänzerin von ausgeprägter Eigenart entwickelt. Alles Epigonenhafte ist von ihr abgefallen, zielsicher, selbstbewusst, stark und lebensbejahend steht sie vor uns.“ Wo genau sie anfangs unterrichtete, ist nicht ganz konkret überliefert – verbürgt sind Kurse im Studio an der Bürgerwiese und in der Villa an der Karcherallee.

125 Jahre DNN

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Am 10. August wird am Johannstädter Elbufer die Wasserfluglinie DresdenMagdeburgAltona eröffnet. Die Junkers Luftverkehrs A. G. hat dafür drei mit Schwimmern ausgerüstete Flugzeuge gebaut, die jeweils vier Passagiere aufnehmen können. Der Start erfolgt 11.45 Uhr bei sonnigem Wetter begleitet von Hunderten Schaulustigen von der Elblandestelle an der Gneisenaustraße. Der Flug geht zunächst elbaufwärts bis zum Blauen Wunder, dort wendet der Pilot und zieht über den Startplatz in weitem Bogen Richtung Westen davon. Der Flug von Dresden nach Altona dauert einschließlich eines 20-minütigen Aufenthaltes in Magdeburg rund vier Stunden. Da die Wasserfluglinie unrentabel ist, wird sie 1926 wieder eingestellt. Die Flüge nach Hamburg übernimmt der Flugplatz Dresden-Kaditz.

Am 15. November wird die Alte Mensa an der Mommsenstraße 13 eröffnet. Sie gilt als die erste Mensa in ganz Deutschland. Damals befand sich auch das Rektorat der TU Dresden in dem Gebäude. In den 1930er Jahren erhält der Komplex erste Anbauten und wird ab den 1950ern Jahren zu seiner heutigen Größe erweitert.

Die Berliner Schauspielerin und Theaterleiterin Hermine Körner wird Direktorin des Alberttheaters und der Komödie.

Deutschland, Europa und die Welt

11. Februar: Bei einer Schlagwetterexplosion auf der Zeche „Minister Stein“ in Dortmund werden insgesamt 136 Bergleute getötet.

27. Februar: Im Münchner Bürgerbräukeller wird zwei Jahre nach ihrem Verbot die NSDAP neu gegründet und deutschlandweit organisiert. Adolf Hitler hat seinen ersten Auftritt nach seiner Haft.

28. Februar: Reichspräsident Friedrich Ebert stirbt im Alter von 54 Jahren an einer Bauchfellentzündung.

29. März: Bei den Reichspräsidentenwahlen der Weimarer Republik erreicht kein Kandidat die absolute Mehrheit.

1. März: Postwurfsendungen werden unter der Bezeichnung Wurfsendung für Massendrucksachen von der Deutschen Post versuchsweise zugelassen.

4. April: Als Leibwache für Adolf Hitler wird die SS gegründet.

25. April: Der Monarchist Paul von Hindenburg wird gegen den Zentrums-Kandidaten Wilhelm Marx zum Reichspräsidenten gewählt.

17. Juni: Das Genfer Protokoll zur Ächtung von chemischen und biologischen Waffen tritt in Kraft.

10. Juli: Im US-Bundesstaat Tennessee beginnt der mit Spannung verfolgte Prozess (auch „Monkey-Trial“) gegen den Lehrer John Thomas Scopes, der entgegen den bestehenden Gesetzen des Staates Tennessee an öffentlichen Schulen nicht die vorgeschriebene biblische Schöpfungslehre, sondern die Evolutionstheorie unterrichtet hat. Er wird am 21. Juli zu einem Bußgeld von 100 Dollar verurteilt.

Juli/August: Die französischen und belgischen Truppen räumen das Ruhrgebiet, Duisburg und Düsseldorf.

2. August: Conrad Nicholson Hilton eröffnet sein erstes neu erbautes Hotel im texanischen Dallas, das Dallas Hilton.

1. November: Bernhard Ernst kommentiert die erste Liveübertragung eines Fußballspiels im deutschen Hörfunk. Auf dem Platz spielen Preußen Münster und Arminia Bielefeld.

28. November: In Dortmund wird die in sieben Monaten in Holzbauweise errichtete erste Westfalenhalle, eine der größten Hallen in Europa, eröffnet.

14. Dezember: Uraufführung der Oper „Wozzeck“ von Alban Berg an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin;

Unter der Leitung von Ernst May wird 1925 das Wohnungsbauprojekt neues Frankfurt begonnen, in diesem Zusammenhang entsteht auch die Frankfurter Küche als Vorläufer der heutigen Einbauküche und in der Berliner Illustrierten erscheint das erste deutsche Rätsel in Kreuzform.

Geboren werden 1925 unter anderem die Politiker Margaret Thatcher und Robert F. Kennedy, der Regisseur Robert Altmann, der Grafiker und Comiczeichner Hannes Hegen, der Komponist Mikis Theodorakis, die Schauspieler Hildegard Knef, Angela Lansbury, Paul Newman, Jack Lemmon, Michel Piccoli, Rod Steiger, Rock Hudson, Tony Curtis, Peter Sellers, Richard Burton, Dick Van Dyke, Eddi Arent und Rolf Ludwig, der Rockmusiker Bill Haley, Fußballtrainer Georg Buschner und Wolfgang Roeder, Kopf der „Vier Brummers“ .

Gestorben sind 1925 unter anderem die Pilotin Melli Beese, der Archäologe Robert Koldewey und der Verleger Fritz Baedeker.

Von Monika Löffler

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