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125 Jahre DNN Dresden und die Welt im Jahr 1911
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11:50 07.03.2018
99 Ausstellungspavillons aus 30 Ländern gab es auf der Internationalen Hygieneausstellung, hier die Pagode und das Teehaus an der Herkulesallee.  Quelle: Postkarte/Repro Hans-Peter Koch
Dresden.

 An der Einmündung Weißeritzstraße/ Magdeburger Straße entsteht Dresdens neues Kühlhaus. Die „Dresdner Kristalleisfabrik und Kühlhalle“ dient hauptsächlich der Lagerung von Lebensmitteln. 1928-32 wird das Haus durch einen Ergänzungsbau mit einem neuen Kühlturm ergänzt.

Am 16. Januar wird der Verband der „Dresdner Garten- und Schrebervereine“ gegründet. Zwölf Garten- und Schreberkolonien schließen sich zum Verband zusammen.

26. Januar: „Der Rosenkavalier“ von Richard Strauss erlebt am Königlichen Opernhaus seine Uraufführung.

Am 1. März wird der Sächsische Bergsteigerbund (SBB) gegründet. Zu den ersten Mitgliedern gehörte unter anderem Rudolf Fehrmann. Er hatte 1908 – aufbauend auf Vorarbeiten von Oscar Schuster – den ersten Kletterführer für die Sächsische Schweiz veröffentlichte. In der 1913 erschienenen zweiten Auflage wurden weltweit erstmals verbindliche Kletterregeln festgeschrieben. Diese Regeln gelten in der Sächsischen Schweiz mit geringen Veränderungen noch heute.

125 Jahre DNN

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Am 6. Mai beginnt auf dem Ausstellungsgelände am Großen Garten die I. Internationale Hygieneausstellung. Sie entstand nach der Idee und auf maßgebliches Betreiben des erfolgreichen Odol-Fabrikanten Karl August Lingner, der der Bevölkerung die Gesundheitsvorsorge und Hygiene näher bringen will. Bis zum 31. Oktober werden 5,5 Millionen Besucher gezählt. Damit ist sie die bis dahin erfolgreichste Ausstellung in Dresden. Bereits in der Vorbereitungsphase der Ausstellung denkt Lingner über die Schaffung eines Hygienemuseums nach. Die unsichere Finanzierung lässt ihn aber zunächst davon Abstand nehmen.

Nach zweijähriger Bauzeit werden am 20. Mai das Krematorium und der Urnenhain Tolkewitz eröffnet. Die erste Einäscherung findet am 22. Mai statt. Das Krematorium wird nach den Plänen von Fritz Schumacher unter der Bauleitung von Hans Erlwein errichtet. Der bildhauerische Schmuck am Gebäude stammt von Georg Wrba, die Innenmalereien und Glasfenstergestaltungen von Otto Gussmann. Auf dem Friedhof befinden sich unter anderem die Gräber der TU-Professoren Heinrich Barkhausen und Fritz Foerster, der Schauspieler Erich Ponto und Wolfgang Dehler, des Volkskundlers Oskar Seyffert und des Zirkus-Inhabers Hans Stosch-Sarrasani

Vom 23. bis 26. Mai findet auf dem Vogelwiesengelände die Sachsenflugwoche statt.

Am 30. September wird der Leutewitzer Volkspark eröffnet. Neben Spiel- und Sportplätzen und Wegen zum Spazierengehen bietet der Park einen großartigen Blick auf die Stadt Dresden. Im Winter laden die Hänge zum Rodeln ein. Die Stadt Dresden hatte das Grundstück 1906 erworben, um einen Park für die Arbeiterfamilien anzulegen, die in der Gegend wohnen.

Am 7. Dezember erfolgt der erste Spatenstich für das „Königliches Schauspielhaus“ am Postplatz. Die Architekten William Lossow & Max Hans Kühne entwerfen den Bau. Dresdner Bürger spenden in einer „Theateranleihe“ über eine Million Mark für die Realisierung der Pläne.

Deutschland, Europa und die Welt

8. Januar: Monaco, die letzte absolute Monarchie in Europa, erhält unter Fürst Albert I. eine Verfassung.

11. Januar: In Berlin wird die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften gegründet. Sie ist die Vorläuferin der späteren Max-Planck-Gesellschaft.

3. Februar: Der Schwede Ulrich Salchow wird bei der Eiskunstlauf-Weltmeisterschaft in Berlin zum zehnten Mal Weltmeister im Eiskunstlauf der Herren.

19. März: Von Clara Zetkin initiiert wird erstmals ein Internationaler Frauentag begangen.

22. Juni: Das britische Königspaar George V. und Maria von Teck wird in Westminster Abbey gekrönt.

19. Juli: Die Reichsversicherungsordnung, die als gesetzliche Grundlage des Sozialstaates in Deutschland gilt (Vorläufer des SGB), wird verabschiedet.

24. Juli: Eine von Hiram Bingham geleitete Expedition in Peru stößt durch Zufall auf die Ruinen der Inkastadt Machu Picchu.

21. August: Der italienische Anstreicher Vincenzo Peruggia stielt die Mona Lisa aus dem Louvre. Im Dezember 2013 wird Peruggia verhaftet und das Kunstwerk kehrt in den Louvre zurück.

7. September: Der alte Elbtunnel in Hamburg wird eingeweiht.

13. September: Die Dresdnerin Melli Beese absolviert an ihrem 25. Geburtstag mit einer Rumpler-Taube die vorgeschriebenen Runden und Figuren zum Erwerb einer Pilotenlizenz und erhält danach als erste Frau in Deutschland die „Flugzeugführerlizenz“.

29. September: Das Königreich Italien erklärt dem Osmanischen Reich den Krieg.

10. Oktober: Mit dem Aufstand in der Garnison von Wuchang, heute Wuhan, bricht die Xinhai-Revolution aus und führt nach einigen Wochen zum Ende des Kaiserreichs und zur Gründung der Republik China.

14. Dezember: Roald Amundsen entscheidet den Kampf mit dem Briten Robert Falcon Scott um den Südpol für sich – der Norweger und seine vier Begleiter erreichen als erste Menschen den geographischen Südpol. Scott und seine Männer erreichen den Pol rund einen Monat später und sterben auf dem Rückweg an Unterernährung, Krankheit und Unterkühlung.

Geboren werden 1911 unter anderem die Politiker Bruno Kreisky, Ronald Reagan und Georges Pompidou, die Schauspielerinnen Jean Harlow und Brigitte Horney, die Tänzerin und Choreografin Dore Hoyer sowie die Schriftsteller Tennessee Williams und Max Frisch.

Gestorben sind 1911 unter anderem der Komponist und Dirigent Gustav Mahler, der Philologe Konrad Duden, der italienische Schriftsteller Emilio Salgari und der Journalist und Herausgeber Joseph Pulitzer.

Von Monika Löffler

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