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125 Jahre DNN Dresden und die Welt im Jahr 1904
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11:42 10.02.2018
Eine Postkarte, die mit viel Humor gezeichnet wurde, zeigt das extreme Niedrigwasser 1904. Unser Leser Hans Müller hat uns diese Karte geschickt. Quelle: privat
Dresden

 Im Juli und August lässt eine wochenlange Trockenheit den Pegelstand der Elbe extrem sinken. Das Wasser fließt nur noch in einer schmalen Rinne, die Dampfschifffahrt muss eingestellt werden. Bei Cotta tauchten Hungersteine auf. Die Stadt nutzte die Trockenheit für Bagger-, Bergungs- und Ausbesserungsarbeiten im Flussbett und an den Brücken. Erst am 22. August setzt Dauerregen ein, der den Elbpegel wieder ansteigen lässt.

Am 12. Juni wird Charlotte Meentzen, Unternehmerin und Wegbereiterin der Naturkosmetik, geboren. 1930 gründete sie in Dresden das „Institut für natürliche Kosmetik“ und im gleichen Jahr mit ihrer Schwester Gertrud die Firma „Charlotte Meentzen, Heilkräuter-Kosmetik“. 1931 folgte die „Schule für natürliche Kosmetik“, die später auf dem Weißen Hirsch angesiedelt war und bis 1964 bestand.

Am 1. Oktober wird von den Ingenieuren Franz Joseph Koch und Karl August Sterzel an der Zwickauer Straße die Firma Koch & Sterzel gegründet – ein elektrotechnischer Großbetrieb. Das auf Hochspannungs- und Röntgentechnik spezialisierte Unternehmen baut für die TH Dresden (heute TU) den ersten 1-Megavolt-Prüftransformator Europas. Nach dem Erwerb größerer Flächen des ehemaligen Flugplatzes wird 1922 das Transformatorenwerk in Mickten/Übigau errichtet.

125 Jahre DNN

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Am 15. Oktober stirbt Sachsens König Georg im Alter von 72 Jahren. Nachfolger wird Friedrich August III. Im Gegensatz zu Georg ist Friedrich August wegen seiner betont volkstümlichen Art und seines Humors beim Volk sehr beliebt. Der nach der Flucht seiner Frau, Luise von Toscana, alleinerziehende Vater ist bis zu seiner Abdankung am 13. November 1918 letzter König von Sachsen.

Deutschland, Europa und die Welt

1. Januar: In Deutschland tritt das Kinderschutzgesetz in Kraft. Es verbietet die Arbeit von Kindern unter zwölf Jahren in allen gewerblichen Betrieben.

12. Januar: Ausbruch des Aufstands der Herero im damaligen Deutsch-Südwestafrika.

1. Februar: Am Intimen Theater in Nürnberg wird die Tragödie „Die Büchse der Pandora“ – der zweite Teil der Lulu-Tragödie von Frank Wedekind – uraufgeführt. Es kommt zu einem Theaterskandal. Eine zweite Aufführung am nächsten Tag wird von der Polizei folgerichtig verhindert.

30. April: In St. Louis, Missouri, wird die Weltausstellung eröffnet, die bis zum 1. Dezember dauert. Im Rahmen der Veranstaltung werden auch die Olympischen Sommerspiele 1904 ausgetragen, die jedoch kaum Beachtung finden. Bei den Spielen ist Sackhüpfen das erste und einzige Mal olympische Sportart, ebenso wie Tonnenspringen und Tabakweitspucken.

4. Mai: Henry Royce und Charles Rolls treffen in einem Hotel in Manchester zusammen, um per Handschlag die Gründung des Autoherstellers „Rolls-Royce Motor Cars“ zu besiegeln.

8. Mai: In Berlin öffnet das weltweit erste Zucker-Museum. Seit 1995 ist es in das Deutsche Technikmuseum integriert.

21. Mai: In Paris wird der Weltfußballverband FIFA von den Fußballverbänden folgender Länder gegründet: Belgien, Dänemark, Frankreich, Niederlande, Schweden, Schweiz, Spanien.

15. Juni: Auf dem East River in New York gerät der Raddampfer „General Slocum“ mit 1388 Personen – meist deutschstämmigen Einwanderern – an Bord in Brand. Mindestens 1021 Menschen kommen dabei ums Leben. Es ist die bis heute schwerste zivile Schiffskatastrophe in den USA.

23. August: Der US-Amerikaner Harry D. Weed erhält ein Patent auf die von ihm erfundene Schneekette für Autos.

17. September: Der Drogist Max Riese meldet die von ihm erfundene Penaten-Creme beim Reichspatentamt in Berlin an.

8. November: Theodore Roosevelt wird erneut zum Präsidenten der USA gewählt.

Geboren werden 1904 unter anderem der deutsche Politiker und Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger, der Physiker Robert Oppenheimer, die Schauspieler Cary Grant, Jean Gabin, Viktor de Kowa und John Gielgud, Schwimmer und „Tarzan“ Johnny Weissmüller, der Jazz-Musiker Glenn Miller, die Maler Salvador Dalí, Curt Querner, der chilenische Dichter Pablo Neruda, der Ringer und Kommunist Werner Seelenbinder, der britische Schriftsteller Graham Greene, der ungarische Modeschöpfer Etienne Aigner und der Regisseur George Stevens.

Gestorben sind der Komponist Antonín Dvoˇrák, der Schriftsteller und Dramatiker Anton Tschechow sowie der südafrikanische Politiker und Gründer des Kruger-Nationalparks, Paul Kruger.

Von DNN

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