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Wie bewerten die Dresdner Parteien ihr Abschneiden?

Dresdner Stimmen zur Bundestagswahl 2017 Wie bewerten die Dresdner Parteien ihr Abschneiden?

In Dresden hat sich eine Art Erdrutsch ereignet, die CDU büßte enorme Stimmanteile ein, konnte sich aber bei den Direktkandidaten gerade so über die Ziellinie retten. Die Wahlbeteiligung war sehr hoch, das Verhalten der Wählerinnen und Wähler in den Stadtteilen ist sehr unterschiedlich. Die DNN lassen Kommunalpolitiker zu Wort kommen.

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Christian Avenarius, Holger Hase, Thomas Löser (Mitte), Christian Hartmann und Tilo Kießling (v.l.o.n.r.u.)

Quelle: PR

Dresden. Christian Hartmann, Kreisvorsitzender der CDU Dresden: „Der Wähler hat entschieden, wir müssen das Ergebnis umfassend besprechen und analysieren. Da werden wir keinen übertriebenen Aktionismus zeigen, aber klar ist auch: Wir können nach so einem Ergebnis nicht zur Tagesordnung übergehen. Wir müssen uns fragen, wie wir uns inhaltlich, personell und strukturell so aufstellen, dass wir 2019 ein überzeugendes Angebot für die Bürger sind. Da müssen wir fragen, an welchen Stellen wir analytisch und thematisch neu justieren müssen. Was nicht heißt, der AfD hinterherzulaufen. Es gibt eine Grenze der Beweglichkeit. Wir sind eine programmatische Partei.“

Thomas Löser, Direktkandidat für die Grünen im Wahlkreis Dresden I: „Wenn man die Stimmung anschaut in der letzten Zeit, ist das Ergebnis für die Grünen ganz gut. Ich denke, prinzipiell sollten die Grünen immer um ein zweistelliges Ergebnis kämpfen, aber vor dem Hintergrund der Prognosen bin ich sehr zufrieden.“

Christian Avenarius, Direktkandidat der SPD im Wahlkreis Dresden I: „Dieses sehr starke Ergebnis für die AfD auf Bundesebene wurde von Sachsen erheblich mitproduziert und das ist ein ganz herber Rückschlag. Wir hatten uns bemüht, dieses Phänomen etwas einzudämmen, das ist nicht gelungen. Deshalb sind wir jetzt ausgesprochen ernüchtert. Wir müssen das Ergebnis als klaren Auftrag empfinden, dagegen anzuarbeiten, dass Sachsen auf Dauer ein schwarz-bräunlich gefärbtes Land wird.“

Holger Hase, Kreisvorsitzender der FDP Dresden : „Wir freuen uns außerordentlich über dieses Ergebnis und danken den Dresdnern für ihre Stimmen. Das Ergebnis gibt uns starken Rückenwind für die politische Arbeit im Jahr 2018 und für die Kommunalwahl 2019. Thematische Schwerpunkte der kommenden Wochen werden die Schul- und Wohnungspolitik sein und wir werden uns verstärkt mit der Erinnerungs- und Debattenkultur in Dresden auseinandersetzen. Auch die Erststimmen-Ergebnisse von Robert Malorny (Dresden I) und Christoph Blödner (Dresden II-Bautzen II) mit 7,5 und 7,0 Prozent liegen über den Durchschnittsergebnis der sächsischen Liberalen. Beide Kandidaten waren die richtige Entscheidung für die Dresdner FDP.“

Tilo Kießling, Direktkandidat für die Linken im Wahlkreis Dresden II: „Es ist ein deutlicher Rechtsruck insgesamt zu bemerken. Das Erstarken der FDP kann uns nicht freuen, das Erstarken der AfD ist entsetzlich, und deswegen können wir uns über das Gesamtergebnis nicht freuen. Die Linke allerdings bleibt stabil, und das bedeutet, dass uns bewusst Menschen wählen, die uns treu sind. Wir schauen daher mit einem lachenden und einem weinenden Auge in die Zukunft. Wobei das weinende Auge im Moment doch ein bisschen größer ist.“

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