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Torsten Herbst führt Landesliste der FDP zur Bundestagswahl an

Sachsen Torsten Herbst führt Landesliste der FDP zur Bundestagswahl an

FDP-Generalsekretär Torsten Herbst führt die Landesliste der sächsischen Liberalen zur Bundestagswahl an. Auf einem Parteitag in Mittweida konnte sich der 43-jährige Dresdner am Samstag für den ersten Listenplatz gegen zwei Kontrahenten durchsetzen - allerdings nur knapp.

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Torsten Herbst

Quelle: dpa

Mittweida. FDP-Generalsekretär Torsten Herbst führt die Landesliste der sächsischen Liberalen zur Bundestagswahl an. Auf einem Parteitag in Mittweida konnte sich der 43-jährige Dresdner am Samstag für den ersten Listenplatz gegen zwei Kontrahenten durchsetzen - allerdings nur knapp. Für Herbst votierten 125 Delegierte, für Robert Malorny 112 und für Thoralf Gebel 10. Demnach erreichte Herbst mit 50,2 Prozent der Stimmen von 249 Delegierten nur hauchdünn die absolute Mehrheit. Auf Listenplatz 2 kam Sachsens früherer Justizminister Jürgen Martens, gefolgt von Frank Müller- Rosentritt und Philipp Hartewig, dem Chef der Jungliberalen Aktion.

Sachsens FDP-Vorsitzender Holger Zastrow war bereits im November bei einer Nominierung in Dresden gescheitert. Schließlich hatte er seinen Generalsekretär Herbst ins Rennen geschickt, was bei Teilen der Liberalen keine Resonanz fand. Beobachter des Mittweidaer Parteitages sahen die Liberalen am Samstag gespalten. Offenkundig steht ein Machtkampf zwischen Zastrow und Malorny an. Mit der Wahl von Herbst ging die erste Runde an Zastrow.

Herbst kündigte in seiner Vorstellungsrede einen offensiven und selbstbewussten Wahlkampf ohne Koalitionsaussage an: „Als sächsische Freidemokraten wollen wir einen starken Beitrag leisten, dass die FDP in den Deutschen Bundestag zurückkehrt. Im Parlament fehlt derzeit eine starke Stimme für Freiheit, Fortschrittsgeist und wirtschaftliche Vernunft. Alle Bundestagsparteien von CDU bis Linke misstrauen den Bürgern“, sagte Herbst. Die Freien Demokraten wollten dagegen allen Bürgern ein selbstbestimmtes Leben ermöglich.

„Wir wollen, dass die Bürger steuerlich spürbar entlastet werden und stets ihre souveräne Entscheidung treffen, wie sie sich ernähren und welche Verkehrsmittel sie nutzen“, betonte der Generalsekretär. Die FDP sei der „klarste Kontrast zu einer satten und selbstzufriedenen CDU, einer rückwärtsgewandten und unter der Gürtellinie agierenden AfD sowie linken Parteien, die mehr staatliche Umverteilung und höhere Steuern wollen“.

Die Sachsen-FDP war bei der Bundestagswahl 2013 auf 3,1 Prozent der Stimmen gekommen. Ein Jahr später hatte die frühere sächsische Regierungspartei den Wiedereinzug in den Landtag verpasst. Seither mehren sich in der Partei die Stimmen nach einem personellen Neuanfang.

Für den hatte einst der heutige Parteichef Holger Zastrow in bemerkenswerter Weise gesorgt. 1999 übernahm er eine völlig desolate Partei, die bei der Landtagswahl auf 1,1 Prozent abgestürzt war. 2004 schafften die Liberalen mit 5,9 Prozent den Wiedereinzug ins Parlament. Fünf Jahre später landeten sie bei glatt 10 Prozent und wurden Koalitionspartner der Union. 2014 musste die FDP den Landtag mit 3,8 Prozent wieder verlassen und agiert seither in der außerparlamentarischen Opposition.

dpa

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