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Schulz-Nominierung beschert SPD Sachsen neue Mitglieder

"Umfragewerte sind noch kein Wahlsieg" Schulz-Nominierung beschert SPD Sachsen neue Mitglieder

Die SPD ist seit dem Antritt von Martin Schulz als Kanzlerkandidat im Umfrage-Höhenflug. Der 61-Jährige beschert den Sozialdemokraten aber nicht nur mehr Wählergunst, sondern auch jede Menge neue Mitglieder.

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Martin Schulz war am 24. Januar als Kanzlerkandidat nominiert worden.

Quelle: dpa

Dresden. Die Aufstellung von Martin Schulz zum SPD-Kanzlerkandidaten beschert den Sozialdemokraten in Sachsen einen Mitgliederzuwachs. „Wir verzeichnen einen eindeutigen Schulz-Effekt“, sagte Generalsekretärin Daniela Kolbe am Freitag. Seit der Nominierung des 61-jährigen früheren EU-Parlamentspräsidenten vor einem Monat seien 208 Neumitglieder hinzugekommen, seit Jahresbeginn insgesamt 232. Die meisten Neuzugänge gibt es demnach in den Großstädten: In Leipzig traten 67 neue Genossen der SPD bei, in Dresden 64. Damit sei die Zahl der SPD-Mitglieder in Sachsen auf „erfreuliche“ 4630 gestiegen.

Schon im vergangenen Jahr war die Zahl der SPD-Mitglieder nach einem zweijährigen Rückgang in Sachsen wieder gestiegen, vor allem nach der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten. „Viele Menschen wollen in diesen von Populismus geprägten Zeiten selbst Verantwortung übernehmen und Haltung zeigen“, interpretierte Kolbe die Entwicklung. Durch Schulz erhofft sie sich bis zur Bundestagswahl weiteren Schwung. „Martin Schulz ist ein Mutmacher. Er verkörpert den Aufbruch innerhalb der Partei“, sagte sie.

Bei den letzten beiden Bundestagswahlen 2009 und 2013 war die SPD in Sachsen jeweils auf 14,6 Prozent der Stimmen gekommen. Bundesweit ist sie nach der Nominierung Schulz' auf Umfrage-Höhenflug. Erstmals seit gut zehn Jahren sah der jüngste ARD-„Deutschlandtrend“ von Infratest dimap die SPD mit 32 Prozent wieder vor der Union (31). 

„Das aktuelle Umfragehoch ist für uns wie Wind unter den Flügeln, den wir auch in unserem Landesverband zu spüren bekommen“, sagte Kolbe. „Wir kommen aus einer Phase mit sehr niedrigen Wahlergebnissen, deswegen wissen wir, Umfragewerte sind noch kein Wahlsieg, aber wir wollen uns Stück für Stück verbessern.“

Schulz war am 24. Januar als Kanzlerkandidat nominiert worden. Am 19. März soll er von einem außerordentlichen Parteitag als Nachfolger von Siegmar Gabriel auch zum Bundesvorsitzenden der SPD gewählt werden.

dpa

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