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Wahl in Dresden und Umgebung Landeswahlleitung sieht kein Software-Risiko in Sachsen
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15:35 07.09.2017
Symbolbild Quelle: dpa
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Dresden

Die Landeswahlleitung sieht aufgrund bekanntgewordener Sicherheitsmängel einer kommerziell vertriebenen Software zur Erfassung von Wahlergebnissen kein Risiko für die Bundestagswahl in Sachsen. Im Freistaat komme eine vom Staatsbetrieb Sächsische Informatik Dienste entwickelte Software zur Erfassung und Weiterleitung der Ergebnisse zum Einsatz, sagte der Referatsleiter Recht beim Landeswahlleiter, Thomas Wolf, am Donnerstag der Deutsche Presse-Agentur. Diese Software sei speziell für diese Aufgabe entwickelt worden und entspreche allen Sicherheitsanforderungen.

Aufgrund der gemeindlichen Selbstverwaltung könne er zwar nicht 100-prozentig sagen, was in den Gemeinden sonst noch für Software im Einsatz sei. „Da kann die Gemeinde selbst entscheiden, wie sie beispielsweise die Ergebnisse aus drei Wahllokalen addiert.“ Zur Erfassung und Übermittlung der Ergebnisse an die Kreiswahlleiter und von dort an den Landeswahlleiter käme aber nur die selbstentwickelte Software zum Einsatz. „Ich sehe die sächsischen Gemeinden deshalb nicht als Unsicherheitsfaktor“, sagte Wolf.

Nach Berichten von „Zeit online“ und „Zeit“ klaffen im Programm „PC Wahl“, das bundesweit in etlichen Kommunen eingesetzt werde, Sicherheitslücken. Untersuchungen eines Darmstädter Informatikers und des Chaos Computer Clubs (CCC) hätten ergeben, dass die Übertragung der Wahldaten aus den Gemeinden weder durch Verschlüsselung noch eine wirksame Authentifizierung abgesichert sei.

Ein Sprecher des Bundeswahlleiters sprach von einem „ernsten Problem“, das schon vor Wochen bekannt geworden sei. Der Hersteller habe in der Zwischenzeit etliche Updates der Software nachgeliefert, um Lücken zu schließen. Die Landeswahlleiter seien nun aufgefordert worden, die Übermittlung der korrekten Wahldaten zusätzlich abzusichern. Die Ermittlung des vorläufigen amtlichen Wahlergebnisses sei von den Sicherheitslücken aber nie betroffenen gewesen, weil dort andere Übertragungswege gewählt würden.

„Es ist derzeit so, dass die sächsischen Gemeinden bei der Übermittlung der Ergebnisse zu 100 Prozent die vom Freistaat selbst entwickelte Software nutzen“, sagte Wolf. „Alle Beteiligten sind sich der hohen Bedeutung und ihrer Verantwortung bewusst.“ Und ohnehin seien die Gemeinden schon immer gehalten, „das, was sie an Ergebnissen übermitteln, auch noch mal zu überprüfen“.

dpa

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