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In Dresden schon jetzt mehr Interessenten an Briefwahl als vor vier Jahren

Bundestagswahl 2017 In Dresden schon jetzt mehr Interessenten an Briefwahl als vor vier Jahren

Die Briefwahl gewinnt in Dresden immer mehr an Interesse. Viele Wahlberechtigte aus der Landeshauptstadt werden ihre Stimme schon abgegeben haben, während die Kandidaten noch darum kämpfen.


Quelle: dpa

Dresden. In Dresden ist zur Bundestagswahl das Interesse an der Briefwahl größer als vor vier Jahren. Bis zum 8. September 2017 haben bereits 78 807 Dresdnerinnen und Dresdner einen Wahlschein mit Briefwahlunterlagen beantragt. Das teilte die Stadt auf DNN-Anfrage mit. Zur Bundestagswahl 2013 wurden insgesamt 76 574 Anträge bearbeitet. Rund 22000 Wahlbriefe wurden bereits an die Kreiswahlleiterin zurück geschickt und liegen für die Auszählung am 24. September bereit.

In Dresden gibt es rund 430 000 Wahlberechtigte. Nach den jetzigen Zahlen haben 14 Tage vor dem Wahltermin schon rund 18,3 Prozent ihr Interesse an der Briefwahl angemeldet und fünf Prozent haben ihre Stimme auch schon abgegeben. Bei der Bundestagswahl 2013 beteiligten sich 16,9 Prozent der Dresdner per Briefwahl an der Abstimmung. Insgesamt lag die Wahlbeteiligung bei 74 Prozent.

Im Zusammenhang mit der bereits laufenden Briefwahl erreichen die Wahlbehörde nach den Angaben der Stadt zahlreiche Nachfragen. Viele Dresdner Wahlberechtigte weisen darauf hin, dass bei den Stimmzetteln für die beiden Dresdner Wahlkreise 159 und 160 die rechte obere Ecke abgeschnitten ist. Das Problem ist nicht neu. Die Stadt bekräftigte, dass der Stimmzettel durch das Abschneiden der rechten oberen Ecke für die Wahl durch blinde und sehbehinderte Wähler vorbereitet wurde. Diese wissen dadurch, wo die sogenannte Stimmzettelschablone angelegt werden muss, mit deren Hilfe sie selbstständig an der Wahl teilnehmen können. Dies sei ausdrücklich in der Bundeswahlordnung so vorgesehen. Kreiswahlleiterin Ingrid van Kaldenkerken versichert: „Sämtliche Stimmzettel in den Dresdner Wahlkreisen sind auf diese gleiche Weise entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen gekennzeichnet. Ein Rückschluss auf das Wahlverhalten der Wähler ist keinesfalls möglich.“ Auch, wer am Sonntag, dem 24. September, im Wahllokal wählt, werde einen Stimmzettel mit einer abgeschnittenen rechten oberen Ecke erhalten.

Von Ingolf Pleil

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