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Formfehler: Dresdner FDP muss Bundestagskandidaten neu wählen

Wahlpanne Formfehler: Dresdner FDP muss Bundestagskandidaten neu wählen

Die Dresdner FDP muss ihren Direktkandidaten für die Bundestagswahl im Wahlkreis Dresden II neu wählen. Wie der Kreisvorsitzende Holger Hase gegenüber den DNN bestätigte, ist ein Formfehler schuld. Einer der beiden Kandidaten war von einem Mitglied vorgeschlagen worden, das nicht im Wahlkreis lebt.

Nach einem Formfehler ist die Wahl Christoph Blödners zum Bundestags-Kandidaten ungültig.

Quelle: dpa (Archiv)

Dresden. Die Dresdner FDP muss ihren Direktkandidaten für die Bundestagswahl im Wahlkreis Dresden II neu wählen. Wie der Kreisvorsitzende Holger Hase gegenüber den DNN bestätigte, ist ein Formfehler schuld. Einer der beiden Kandidaten war von einem Mitglied vorgeschlagen worden, das nicht im Wahlkreis lebt. Nach Rücksprache mit dem Justiziar der Bundespartei wird nun neu gewählt, um eine mögliche Anfechtung mitten im Wahlkampf auszuschließen. Der Wahlkreis Dresden I ist nicht betroffen. Hier bleibt es bei Robert Malorny als Direktkandidat.

Die erste Wahl am 12. November hatte mit einer faustdicken Überraschung geendet. Nicht der sächsische FDP-Chef Holger Zastrow hatte sich durchgesetzt, Zastrow hatte im zweiten Wahlgang überraschend mit 19:20 Stimmen gegen den Lego-Unternehmer und ehemaligen Kreischef Christoph Blödner verloren.

Am 14. Januar wird nun neu gewählt. Wie Holger Hase mitteilte, wird sich Blödner definitiv wieder zur Wahl stellen. Ob Zastrow erneut antritt, ist noch nicht klar. „Ich habe weder Zeit noch Motivation mich jetzt damit zu beschäftigen“, sagte er auf DNN-Anfrage. Mich verwundert es sehr, dass dem Kreisvorstand bei einer vermeintlich gut vorbereiteten Wahlveranstaltung derart gravierende Fehler passieren“, teilte er mit. „Zu gegebener Zeit“ wolle er entscheiden, ob er noch einmal gegen Blödner antritt. Theoretisch können sich zudem neue Kandidaten zur Wahl stellen.

„Wir betrachten die Wahl als Formalie“, schätzt Holger Hase die Lage ein. Den Mitgliedern im Kreisverband gehe es vor allem darum, jetzt schnell in den Bundestagswahlkampf starten zu können, und das ohne lange Querelen. Nachdem die FDP 2013 aus dem Bundestag geflogen war, hoffen die Liberalen auf den Wiedereinzug ins Parlament. 2013 hatte die FDP im Wahlkreis Dresden II Matteo Böhme ins Rennen geschickt, der mit nur zwei Prozent der Stimmen selbst hinter den Kandidaten der Piraten und der Freien Wähler zurück blieb.

Von S. Lohse

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