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Wahl in Dresden und Umgebung Der 18-jährige Toni Draßdo über seinen ersten Gang an die Wahlurne
Thema Specials Bundestagswahl 2017 in Dresden Wahl in Dresden und Umgebung Der 18-jährige Toni Draßdo über seinen ersten Gang an die Wahlurne
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16:13 23.09.2017
Toni Draßdo Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

 Wie schon bei den Bundestagswahlen 2013 gibt es auch in diesem Jahr wieder gut drei Millionen Erstwähler in Deutschland. Rund 20 000 davon entfallen nach Einschätzungen des Bürgeramts auf Dresden. Einer von ihnen ist der 18-jährige Toni Draßdo. „Das erste Mal ist immer etwas besonderes“, sagt der Schüler. „Ich und viele meiner Freunde können erstmals die Parteienlandschaft mitgestalten und die Politik in diesem Land beeinflussen.“ Dies sei vielleicht kein spektakuläres Ereignis an sich, weil der Wahlvorgang recht schnell geht, jedoch ein wichtiger Schritt im Leben. Und dieser will gut vorbereitet sein.

Draßdo besucht das Berufliche Schulzentrum für Wirtschaft „Prof. Dr. Zeigner“ in der Inneren Neustadt. Hier ist die Bundestagswahl mehrfach Thema im Unterricht. Aber auch privat hat sich der Schüler intensiv über die Parteiprogramme informiert, weil er lange unentschlossen war, wen er denn wählen sollte. „Die Entscheidung war nicht einfach und ich habe sie erst kurz vorher getroffen. Schlau gemacht habe ich mich im Internet, allerdings weniger auf den Homepages der Parteien selbst. Ich wollte möglichst neutrale und unabhängige Quellen zu Rate ziehen.“ Auch den „Wahl-o-mat“, mit dem sich eigene Ansichten mit denen verschiedener Parteien vergleichen lassen, hält er für ein praktisches Tool. „Ich sehe es jedoch eher als einen Richtwert, um sich einen Überblick zu verschaffen. Die Ergebnisse sollte man schon noch hinterfragen und nicht als unbedingte Wahlempfehlung hinnehmen.“

Der 18-Jährige sieht sich selbst als politisch interessiert, allerdings glaubt er, dass das gerade in seinem Alter von Person zu Person variieren kann. „Die wenigsten haben mit 18 eine politische Identität und befinden sich dahingehend in einer Umbruchphase.“ Vieles, was auf Bundesebene in den Parteiprogrammen thematisiert werde, sei für Teenager noch nicht so interessant. „Vorher hat mich Politik auch nur rudimentär interessiert, erst mit der diesjährigen Wahl, deren Ausgang ich mitbestimmen kann, hat sich das geändert.“ Vorrangig habe er sich mit Fragen beschäftigt, die ihn persönlich interessieren oder seine Generation betreffen. „Meine politische Richtung muss ich erst noch einschlagen. Ich denke, dass es da vielen Gleichaltrigen ähnlich geht.“
 

Von Gerrit Menk

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