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AfD-Kreisverband: Petry begeht "Betrug am Wähler"

Verzicht auf Fraktion AfD-Kreisverband: Petry begeht "Betrug am Wähler"

Rolf Süßmann, der Sprecher des AfD-Kreisverbandes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, bezeichnete den Rückzug von Frauke Petry als "Betrug am Wähler". Es habe zwar Unstimmigkeiten gegeben, sagte Süßmann, aber diese seien nicht so gravierend gewesen, als dass man sie nicht hätte "überspielen" können.

Frauke Petry hat für den ersten AfD-Ekat nach der Wahl gesorgt.

Quelle: dpa

Pirna. Rolf Süßmann, der Sprecher des AfD-Kreisverbandes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, bezeichnete den Rückzug von Frauke Petry als "Betrug am Wähler". Es habe zwar Unstimmigkeiten gegeben, sagte Süßmann der LVZ, aber diese seien nicht so gravierend gewesen, als dass man sie nicht hätte "überspielen" können. Dieser harte Bruch der AfD-Landes- und Parteichefin käme jetzt überraschend.

Frauke Petry hatte am Sonntag bei der Bundestagswahl das beste AfD-Einzelergebnis geholt - und im Wahlkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge das Direktmandat gewonnen. "Wahrscheinlich wäre es besser gewesen, wenn wir sie auf unserem Parteitag abgewählt hätten. Aber danach ist man immer schlauer. Wir wollten loyal zu ihr stehen - und dachten, diese Loyalität zählt. So hat sie unser Vertrauen missbraucht und den Wähler betrogen ", sagte Süßmann. 

Petry hatte am Montagmorgen vor der Bundespressekonferenz angekündigt, nicht Mitglied der AfD-Fraktion im neuen Bundestag werden zu wollen. Erst dankte sie noch ihren Widersachern, die neben ihr saßen: den Spitzenkandidaten Alice Weidel und Alexander Gauland sowie ihrem Co-Vorsitzenden Jörg Meuthen, dann verließ sie den Saal.

Damit sind die innerparteilichen Konflikte in der AfD unmittelbar nach ihrem Wahlerfolg dramatisch eskaliert. Der Co-Vorsitzende Jörg Meuthen hatte Petry zuvor heftig attackiert. Dass sie sich zuletzt in öffentlichen Äußerungen wiederholt von den beiden Spitzenkandidaten distanziert habe, sei „wenig hilfreich“ gewesen und „nicht hinnehmbar“, sagte er am Montag in Berlin.

Bereits vor der Bundestagswahl hatte es Ärger in petrys Wahlkreis gegeben. Nachdem sie sich gegen die AfD-Hardliner und gegen eine Zusammenarbeit mit Pegida ausgesprochen hatte, hatten Teile des Kreisverbandes versucht, Petry im letzten Moment noch abzuwählen. Die entscheidende Abstimmung überstand Petry jedoch knapp. Zuletzt soll sogar noch ein Mitglied des Kreisvorstandes dazu aufgerufen haben, Petry die Erststimme zu versagen.

ski (mit dpa)

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