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Wahl in Dresden und Umgebung Hohe Wahlbeteiligung in Dresden - keine Schrecksekunden
Thema Specials Bundestagswahl 2017 in Dresden Wahl in Dresden und Umgebung Hohe Wahlbeteiligung in Dresden - keine Schrecksekunden
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23:44 24.09.2017
In Dresden und ganz Sachsen hat die Bundestagswahl am Sonntag wie schon 2013 eher verhalten begonnen. Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Die Wahlbeteiligung zur Bundestagswahl war in Dresden deutlich höher als 2013. Sowohl im Wahlkreis Dresden I als auch im Wahlkreis Dresden II lag der Wert über 78 Prozent. 2013 hatten die Statistiker für die Gesamtstadt eine Wahlbeteiligung von 73,9 Prozent errechnet.

Kreiswahlleiterin Ingrid van Kaldenkerken konstatierte einen ereignisarmen Wahltag mit zwei Besonderheiten: Die große Zahl von Briefwählern und eine hohe Anzahl von Wahlbeobachtern bei der Auszählung der Stimmen in den Wahllokalen. Von den 429.447 Wahlberechtigten hatten 103.445 Briefwahlunterlagen beantragt, also fast ein Viertel. Das waren 27.000 Briefwähler mehr als zur Bundestagswahl 2013. Ab 15 Uhr wurden im Rathaus die Wahlbriefe geöffnet und die Wahlscheine von den Stimmzetteln getrennt. Ab 18 Uhr wurden dann wie in den 361 Urnenwahllokalen auch für die 117 Briefwahlbezirke mit dem Auszählen der Stimmen begonnen.

Bundestagswahl 2017: Ein Blick ins Wahllokal an der Marienallee 5 in Dresden.

Mit Argusaugen beobachtet von Bürgern. Die AfD und eine Vereinigung „Wahlmission“ hatten zur Wahlbeobachtung aufgerufen – ein Recht, das laut van Kaldenkerken allen zusteht. „Jeder hat Zutritt zu den Wahllokalen.“ Mehrere Wahlvorstände hätten sich erkundigt, welche Rechte Wahlbeobachter eigentlich hätten. „Sie dürfen beobachten, aber nicht stören“, so die Kreiswahlleiterin, „das Prinzip der geheimen Wahl muss gewahrt bleiben.“ Heißt: Notizen waren erlaubt, Aufnahmen von Unterlagen mit der Kamera des Handys waren dagegen tabu.

Infos zur Wahl

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Der DNN-Liveticker zur Bundestagswahl 2017

Es habe wenige besondere Ereignisse gegeben, so van Kaldenkerken, selbst die Zahl der Wahlhelfer, die kurzfristig absagen mussten, habe sich im Rahmen gehalten. „Da mussten wir keine Schrecksekunden überstehen.“ 3300 ehrenamtliche Helfer sorgten im Wahllokal und bei der Auszählung dafür, dass die Dresdner ihre Stimme abgeben konnten. Acht von ihnen feierten Geburtstag im Wahllokal – zwei sogar einen runden mit dem 20. und dem 40. „Für die Geburtstagskinder gibt es einen Blumenstrauß von der Kreiswahlleiterin“, erklärte van Kaldenkerken.

242 Wahllokale waren barrierefrei, 2013 waren nur 190 Wahllokale für mobilitätseingeschränkte Personen zugänglich. „Wir haben noch einmal eine Schippe draufgelegt. Wir müssen ja auch darauf achten, dass die Wählerinnen und Wähler möglichst keinen weiten Weg zum Wahllokal haben.“ Ansonsten waren die Akteure eingespielt, verrichtete die schon 2015 bei der Oberbürgermeisterwahl zum Einsatz gekommene Software „IVU Elect“ solide ihren Dienst. Am Donnerstagmittag wird das amtliche Endergebnis im Rathaus festgestellt.

tbh

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