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AfD holt drei Direktmandate in Sachsen und wird stärkste Kraft

Bundestagswahl AfD holt drei Direktmandate in Sachsen und wird stärkste Kraft

Die AfD hat in Sachsen drei Direktmandate gewonnen. Das erste davon machte Parteichefin Frauke Petry gegen 23.15 Uhr perfekt. Im Wahlkreis 158 Sächsische Schweiz-Osterzgebirge holte sie 37,4 Prozent der Erststimmen.

Frauke Petry

Quelle: dpa

Dresden/Pirna/Meißen. Die AfD steht in Sachsen vor dem Gewinn von drei Direktmandaten. Das erste davon machte Parteichefin Frauke Petry gegen 23.15 Uhr perfekt. Im Wahlkreis 158 Sächsische Schweiz-Osterzgebirge holte sie 37,4 Prozent der Erststimmen. Der bisherige Mandatsträger Klaus Brähmig (CDU) kam lediglich auf 28,8 Prozent. Bemerkenswert: Obwohl Petry von ihrem eigenen Kreisverband eher Gegenwind als Unterstützung erhielt, holte sie sogar mehr Erststimmen als ihre Partei Zweitstimmen.

Kurz danach war es auch im Wahlkreis Bautzen I amtlich. Karsten Hilse setzte sich mit 33,3 Prozent vor Ronald Ermer (30,6 Prozent) durch. Tino Chrupalla siegte im Wahlkreis Görlitz gegen Michael Kretschmer mit 32,4 zu 31,4 Prozent. Kretschmer ist damit definitiv nicht im Bundestag vertreten. Auf eine Absicherung über die Landesliste hatte der Generalsekretär des CDU-Landesverbandes verzichtet. Auch Ermer muss sein Büro in Berlin wohl räumen. Dass er es über die Landesliste schafft, ist aufgrund des relativ schlechten CDU-Abschneidens bei den Zweitstimmen unwahrscheinlich.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hingegen siegte im Wahlkreis Meißen deutlich. Er holte 36,7% der Erststimmen. Auch in Mittelsachsen war es eng, Veronika Bellmann gewann bei den Erststimmen jedoch knapp.

Bei den Zweitstimmen war die AfD sogar noch stärker. Laut dem vorläufigen Endergenis ist die AfD stärkste Kraft in Sachsen. 669.895 Wähler gaben der AfD ihre Zweistimme, das sind gut 4000 Stimmen mehr als die CDU erhielt. 27,0 Prozent stehen am Ende auf der Ergebnisliste.

DNN

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