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Weihnachtsmärkte in Dresden Stadt kauft mobile Schranken für Striezelmarkt
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17:44 29.10.2018
Nicht schön, aber wirkungsvoll: Diese Indutainer-Sperren werden zum Striezelmarkt eingesetzt. Quelle: Stadtverwaltung
Dresden

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) hat die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit in der Debatte um die Sicherheit des Striezelmarktes scharf kritisiert. „„Was mich besonders ärgert, ist die Art und Weise, wie hier von einigen Stadträten mit der Thematik umgegangen wird“, erklärte das Stadtoberhaupt am Montag. „Wir wenden jedes Jahr ohne Diskussion und völlig zu Recht Millionen Euro für den Brandschutz auf, auch wenn es sich dabei ebenfalls nur um eine abstrakte Gefahr handelt.“

Auf die begründeten Hinweise des Bauaufsichtsamtes hin sei schon der Kulturpalast gesperrt worden und die vierte Etage des Rathauses leer gezogen. „Im Fall des Striezelmarktes gibt es eine klare Position der Polizei inklusive einer schlüssigen Begründung, warum ausgerechnet dieser Markt im Fokus stehen könnte. Dieser Empfehlung sind wir innerhalb der Verwaltung gefolgt, so wie wir es schon oft beim Thema Brandschutz getan haben. Jetzt der Verwaltung Vorwürfe zu machen, dass man sich um die größtmögliche Sicherheit der Besucher des Marktes bemüht, halte ich für grob fahrlässig“, machte Hilbert seinem Ärger Luft.

Die Verwaltung hatte die Anschaffung eines mobilen Sicherheitssystems für 660 000 Euro für den Striezelmarkt empfohlen, doch die Stadtratsmehrheit verweigerte am Freitag im Finanzausschuss ihre Zustimmung. „Der Striezelmarkt wird ohne Wenn und Aber auch 2018 stattfinden“, kündigte Hilbert an. Dazu werde die Stadt Dresden zwei mobile Schranken erwerben. Für diesen Ankauf von 124 000 Euro netto sei keine Zustimmung der parlamentarischen Gremien erforderlich. Weiter würden sogenannte INDUTAINER und MIFRAM-Sperren wie schon beim Stadtfest eingesetzt, auch Betonsperren müssten weiter zum Einsatz kommen, kündigte der OB an.

„Leider wird diese Variante dem ältesten deutschen Weihnachtsmarkt in keiner Weise gerecht und dem weihnachtlichen Ambiente wird ein Bärendienst erwiesen“, so Hilbert. Er verwies darauf, dass die Stadtverwaltung bereits seit Anfang des Jahres an einem Sicherheitskonzept für den Striezelmarkt arbeite. Die Firma TruckBloc, die das mobile System liefern sollte, habe bereits im April den Altmarkt besichtigt. Die Erfahrungen anderer Veranstaltungen wie der Bunten Republik Neustadt oder des Stadtfestes seien mit eingeflossen. Im August habe die Grobversion des Zufahrtsschutzkonzeptes für den Striezelmarkt vorgelegen, geht aus von Hilbert vorgelegten Dokumenten hervor.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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