Volltextsuche über das Angebot:

27 ° / 10 ° heiter

Navigation:
Google+
Kurz, aber knackig – Striezelmarkt-Organisatoren ziehen positives Fazit

Dresden Kurz, aber knackig – Striezelmarkt-Organisatoren ziehen positives Fazit

Rund 2,1 Millionen Besucher werden wohl in diesem Jahr über den Striezelmarkt schlendern, der am Sonntag zu Ende geht. Die Händler haben trotz der nur 26 Markttage – der kürzesten möglichen Striezelmarktspanne – ganz gute Umsätze gemacht, auch wenn sie wohl nicht ganz an die des Vorjahres heranreichen

Striezelmarkt 2017: Der gute Besuch gleicht die fehlenden Markttage aus.
 

Quelle: Anja Schneider

Dresden. „Kurz, knackig, kompakt“, mit diesen Worten fasst Sigrid Förster, Marktverantwortliche im Amt für Wirtschaftsförderung, den diesjährigen Striezelmarkt zusammen. Kurz vor Ende der 583. Ausgabe des ältesten beurkundeten Weihnachtsmarkts Deutschlands, haben sie und andere Akteure am Freitag eine Bilanz gezogen.

Das sagt die Marktverantwortliche:

„Von Beginn an war das Besucheraufkommen hoch, vielleicht sogar höher als im Vorjahr. Aber am Ende fehlen uns natürlich ein paar Tage“, sagt Förster. Mit 26 Markttagen fiel der Striezelmarkt dem Kalender geschuldet fünf Tage kürzer aus als der von 2016. Deswegen gilt als ausgemacht, dass die Besucherzahl des Vorjahres, 2,5 Millionen Besucher, nicht erreicht wurde. Eine Schätzung will die Stadt anders als in den Vorjahren nicht nennen. Legt man den Tagesschnitt von 2016 auf die diesjährigen 26 Markttage um, dann kamen rund 2,1 Millionen Besucher.

Anders als mit den Besucherzahlen ist Förster über andere Größenordnungen auskunftsfreudiger. So sei das in diesem Jahr erstmals angebotene, freie WLAN ganz gut gestartet. Etwa 90 Händler haben es regelmäßig genutzt, dazu 4000 Striezelmarktbesucher pro Tag. Deshalb gibt es eine Fortsetzung, die allerdings besser beworben werden soll.

Das sagen die Händler:

Sie sind ganz zufrieden. „Auch wenn die Umsatzzahlen des vergangenen Jahres nicht ganz erreicht werden können“, wie Heiko Meyer, Vorsitzender des Fördervereins historischer Altmarkt Dresden e.V. sagt. Die Besucher seien anders als im vergangnen Jahr, als der Striezelmarkt nur zögerlich begann, von Anfang an über den Altmarkt geströmt. Die ersten Tage seien trotzdem nicht sehr erfreulich gewesen, fügt sein Vorstandskollege Ulrich Pötschke an – wegen der Gedanken an das Attentat vom Berliner Breitscheidplatz vor einem Jahr. „Als Händler sitzt man zwischen Betonsperren im schwarzen Punkt einer Zielsperre“, sagt er. Nach den ersten Tagen habe sich dieses Gefühl mit Einkehr der Marktnormalität geändert. „Unsere Händler haben den Umsatz des Vorjahres größtenteils wieder erreicht“, sagt Dieter Uhlmann, Geschäftsführer des Verbandes Erzgebirgischer Kunsthanderker und Spielzeughersteller e.V. Insbesondere Touristen seien in diesem Jahr bereit gewesen, tiefer in die Tasche zu greifen. Viele Tschechen seien auf dem Markt unterwegs gewesen und anders als in den Vorjahren, da sind sich die Händler einig, haben sie in diesem Jahr oft auch hochwertige Dinge gekauft.

Das sagt der Tourismusförderer:

Auch Matthias Hundt, Prokurist der „Dresden Information GmbH“, spricht von zunehmenden Besucherzahlen aus Tschechien und Polen. Dort habe man viel Marketing betrieben, das zahle sich jetzt aus. Im Internet habe es zudem mehr als zwei Millionen Abfragen auf der Striezelmarktseite gegeben. Was nicht heißt, dass man noch einiges besser machen kann. So sollen die grün angestrichenen Nizzasperren im nächsten Jahr mit Dresden-Motiven gestaltet werden. Untereinander nicht verträgliche Farbschichten haben laut Hundt in diesem Jahr dazu geführt, dass die Farbe stark von den Betonklötzen abblätterte.

Das sagen die Einsatzkräfte:

Es sei ein ruhiger Striezelmarkt gewesen, heißt es von Polizei, Ordnungsamt und Deutschem Rotem Kreuz (DRK) unisono. „Es ist sogar erstaunlich sauber geblieben“, sagt Jutta Gerschner, Abteilungsleiterin im Ordnungsamt. 29 Straftaten hat die Polizei auf dem Striezelmarkt und umliegenden Weihnachtsmärkten registriert, darunter vor allem Taschendiebstähle (17). Hinzu kamen drei Fälle, bei denen Falschgeld festgestellt wurde. 21 vermisste Personen, in der Mehrheit übrigens nicht Kinder, sondern ältere Erwachsene, konnten zumeist nach kurzer Suche wiedergefunden werden. Der gemeindliche Vollzugsdienst, der in diesem Jahr an der Seestraße in Richtung Dr.-Külz-Ring stationiert war, spricht zudem von 50 Fundsachen. 14 Autos, die auf Behinderparkplätzen standen und zwei, die die Einfahrt für Reisebusse blockierten, mussten abgeschleppt werden.

Von Uwe Hofmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Dresden in der Vorweihnachtszeit
Advent, Advent...

Was steht da vor der Tür?  Es wird doch nicht etwa Weihnachten sein? Doch! Das glitzernd verpackte Supermarkt-Kaufhaus-Adventssortiment, das uns seit September einstimmt aufs schönste Fest des Jahres,  wird dieser Tage auf Dresdens Straßen und Plätzen ergänzt durch eine schwer überschaubare Vielfalt an traditioneller Handwerks- und Backkunst. Allein in Alt- und Neustadt bietet die Elbmetropole zehn Weihnachtsmärkte auf, nicht zu reden von stimmungsvoller Romantik in Loschwitz, Pieschen oder Leuben. Die Angebote und Ideen, um Besucher dem Fest angemessen zu unterhalten, können unterschiedlicher kaum sein. Die DNN stellen Ihnen die wichtigsten Märkte der Stadt und in der Region vor und verraten, was wann wo zu erwarten ist.

Der Dresdner Striezelmarkt bietet in diesem Jahr so viel Programm wie nie: 195 Veranstaltungen enthält das diesjährige Programm – gestaltet von 2300 Mitwirkenden. Hier finden Sie Öffnungszeiten, Feste und sonstige Höhepunkte auf einen Blick! mehr