Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Dresden in der Vorweihnachtszeit Kurz, aber knackig – Striezelmarkt-Organisatoren ziehen positives Fazit
Thema Specials Advent in Dresden Dresden in der Vorweihnachtszeit Kurz, aber knackig – Striezelmarkt-Organisatoren ziehen positives Fazit
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:22 22.12.2017
Erst verpackt, dann grün angemalt: Schöner wurden die Nizzasperren zum Striezelmarkt nicht. Im nächsten Jahr sollen sie Dresden-Motive zeigen.  Quelle: Anja Schneider
Dresden

„Kurz, knackig, kompakt“, mit diesen Worten fasst Sigrid Förster, Marktverantwortliche im Amt für Wirtschaftsförderung, den diesjährigen Striezelmarkt zusammen. Kurz vor Ende der 583. Ausgabe des ältesten beurkundeten Weihnachtsmarkts Deutschlands, haben sie und andere Akteure am Freitag eine Bilanz gezogen.

Das sagt die Marktverantwortliche:

„Von Beginn an war das Besucheraufkommen hoch, vielleicht sogar höher als im Vorjahr. Aber am Ende fehlen uns natürlich ein paar Tage“, sagt Förster. Mit 26 Markttagen fiel der Striezelmarkt dem Kalender geschuldet fünf Tage kürzer aus als der von 2016. Deswegen gilt als ausgemacht, dass die Besucherzahl des Vorjahres, 2,5 Millionen Besucher, nicht erreicht wurde. Eine Schätzung will die Stadt anders als in den Vorjahren nicht nennen. Legt man den Tagesschnitt von 2016 auf die diesjährigen 26 Markttage um, dann kamen rund 2,1 Millionen Besucher.

Anders als mit den Besucherzahlen ist Förster über andere Größenordnungen auskunftsfreudiger. So sei das in diesem Jahr erstmals angebotene, freie WLAN ganz gut gestartet. Etwa 90 Händler haben es regelmäßig genutzt, dazu 4000 Striezelmarktbesucher pro Tag. Deshalb gibt es eine Fortsetzung, die allerdings besser beworben werden soll.

Das sagen die Händler:

Sie sind ganz zufrieden. „Auch wenn die Umsatzzahlen des vergangenen Jahres nicht ganz erreicht werden können“, wie Heiko Meyer, Vorsitzender des Fördervereins historischer Altmarkt Dresden e.V. sagt. Die Besucher seien anders als im vergangnen Jahr, als der Striezelmarkt nur zögerlich begann, von Anfang an über den Altmarkt geströmt. Die ersten Tage seien trotzdem nicht sehr erfreulich gewesen, fügt sein Vorstandskollege Ulrich Pötschke an – wegen der Gedanken an das Attentat vom Berliner Breitscheidplatz vor einem Jahr. „Als Händler sitzt man zwischen Betonsperren im schwarzen Punkt einer Zielsperre“, sagt er. Nach den ersten Tagen habe sich dieses Gefühl mit Einkehr der Marktnormalität geändert. „Unsere Händler haben den Umsatz des Vorjahres größtenteils wieder erreicht“, sagt Dieter Uhlmann, Geschäftsführer des Verbandes Erzgebirgischer Kunsthanderker und Spielzeughersteller e.V. Insbesondere Touristen seien in diesem Jahr bereit gewesen, tiefer in die Tasche zu greifen. Viele Tschechen seien auf dem Markt unterwegs gewesen und anders als in den Vorjahren, da sind sich die Händler einig, haben sie in diesem Jahr oft auch hochwertige Dinge gekauft.

Das sagt der Tourismusförderer:

Auch Matthias Hundt, Prokurist der „Dresden Information GmbH“, spricht von zunehmenden Besucherzahlen aus Tschechien und Polen. Dort habe man viel Marketing betrieben, das zahle sich jetzt aus. Im Internet habe es zudem mehr als zwei Millionen Abfragen auf der Striezelmarktseite gegeben. Was nicht heißt, dass man noch einiges besser machen kann. So sollen die grün angestrichenen Nizzasperren im nächsten Jahr mit Dresden-Motiven gestaltet werden. Untereinander nicht verträgliche Farbschichten haben laut Hundt in diesem Jahr dazu geführt, dass die Farbe stark von den Betonklötzen abblätterte.

Das sagen die Einsatzkräfte:

Es sei ein ruhiger Striezelmarkt gewesen, heißt es von Polizei, Ordnungsamt und Deutschem Rotem Kreuz (DRK) unisono. „Es ist sogar erstaunlich sauber geblieben“, sagt Jutta Gerschner, Abteilungsleiterin im Ordnungsamt. 29 Straftaten hat die Polizei auf dem Striezelmarkt und umliegenden Weihnachtsmärkten registriert, darunter vor allem Taschendiebstähle (17). Hinzu kamen drei Fälle, bei denen Falschgeld festgestellt wurde. 21 vermisste Personen, in der Mehrheit übrigens nicht Kinder, sondern ältere Erwachsene, konnten zumeist nach kurzer Suche wiedergefunden werden. Der gemeindliche Vollzugsdienst, der in diesem Jahr an der Seestraße in Richtung Dr.-Külz-Ring stationiert war, spricht zudem von 50 Fundsachen. 14 Autos, die auf Behinderparkplätzen standen und zwei, die die Einfahrt für Reisebusse blockierten, mussten abgeschleppt werden.

Von Uwe Hofmann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Lokales Schüler und Azubis spenden an Sonnenstrahl e.V. - Weihnachtsmarkt für einen guten Zweck

Die Auszubildenden und Schüler der Adolph-Kolping-Schule Dresden (AKS) und der Schule für Kosmetik Dresden veranstalten traditionell gemeinsam einen Weihnachtsmark in ihrem Schulgebäude am Weberplatz. In diesem Jahr fließt das eingenommene Geld des Marktes an den wohltätigen Sonnenstrahl e.V. aus Dresden.

19.12.2017
Lokales Schulfreier Tag vor Weihnachten - Märchen und Basteln im Volkskunstmuseum

Der Künstler und Märchenerzähler Frank-Ole Haake lädt am Freitag, 22. Dezember, vor allem jüngere Besucher den ganzen Tag über zum Märchen Lauschen und Basteln in das Volkskunstmuseum auf der Köpkestraße 1 ein.

17.12.2017

Der Striezelmarkt (Am Altmarkt) lädt am 16. Dezember ab 19 Uhr zu einem musikalischen Weihnachtsbummel mit Cliff Canalas ein

15.12.2017