Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
3. Oktober: Einheitsfeier in Dresden Panzer auf Dresdens Straßen - Bundeswehr erklärt umstrittene Fahrten
Thema Specials 3. Oktober: Einheitsfeier in Dresden Panzer auf Dresdens Straßen - Bundeswehr erklärt umstrittene Fahrten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:57 02.10.2016
Die Bundeswehr präsentiert sich zur Einheitsfeier auf der Blaulichtmeile am Terrassenufer. Quelle: Stephan Lohse
Anzeige
Dresden

Als am Samstag und Sonntag Bundeswehr-Panzer über Dresdens Straßen rollten, witterten besorgte Internetnutzer die Militarisierung des Abendlandes. Dabei ist der Grund für die Fahrten viel einfacher. Denn die Bundeswehr präsentiert sich zur Einheitsfeier auf der Blaulichtmeile am Terrassenufer. 25 Soldaten und sechs Fahrzeuge werben dort für die Armee, die nach dem Ende der Wehrpflicht auf freiwillige Bewerber angewiesen ist. Und um da Eindruck zu machen, sind auch zwei Panzer mit dabei, darunter ein Leopard zwei, der noch vor drei Wochen scharf geschossen hat - in einer Übung, wie Presseoffizier Wolfram Skupio erklärt. "Es geht uns um die Technik, das Faszinierende", so der Soldat.

Die Blaulichtmeile beim Tag der Deutschen Einheit in Dresden

Die Panzer fahren jeden Morgen von der Stauffenbergallee über die Waldschlößchenbrücke ins Zentrum und am Abend zurück. Das ist alles ist berechnet und erlaubt, "Marschkredit" nennt sich das im Militär-Sprech. Schäden an den Straßen wird es keine geben. Die Panzerketten sind mit Gummis abgepolstert, nur über Bordsteine dürfen die Panzer nicht rollen, die würden brechen.

TdDE16 in Dresden: Auf dem Weg zur Blaulichtmeile.

Making of... oder: Auf dem Weg zur Blaulichtmeile! Die Bundeswehr in Sachsen beteiligt sich gemeinsam mit allen anderen Landes- und Bundesorganisationen "mit Blaulicht" noch bis einschließlich morgen an den diesjährigen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in Dresden. Die Ausstellung auf der #Blaulichtmeile ist direkt an der Carolabrücke auf der Altstadt-Seite. Im Museum gibt's am Montag Sonderführungen: "NVA und Bundeswehr bis 1990 und die Armee der Einheit" #TdDE16

Gepostet von Militärhistorisches Museum der Bundeswehr - MHM Dresden am Sonntag, 2. Oktober 2016

Die Alternative wäre ein weiterer Sicherheitsbereich an der Elbe gewesen. Die Panzer hätten vor Ort bleiben können, aber in der Nacht wären Soldaten mit scharfer Munition zur Bewachung der Kriegsgeräte erforderlich. Da sei die Fahrt ins sichere Depot die einfachere Lösung gewesen, so Skupio. Vor Ort könne nichts passieren. Denn keiner der Panzer hat auch nur einen Schuss scharfe Munition dabei.

Laut Skupio sei die Resonanz der Dresdner bisher weitgehend positiv, kritische Stimmen seien in der Unterzahl. Aber auch diese werden angehört und diskutiert, so der Bundeswehr-Hauptmann. Es habe bis zum Sonntagmittag nur einen Vorfall gegeben. Am Samstagabend wollte ein Mann die Abfahrt blockieren. Er wurde letztlich von Feldjägern zur Seite gebracht.

Von Stephan Lohse

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige