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3. Oktober: Einheitsfeier in Dresden Einheitsfest bekommt kein Geld – CDU empört über Kulturbürgermeisterin
Thema Specials 3. Oktober: Einheitsfeier in Dresden Einheitsfest bekommt kein Geld – CDU empört über Kulturbürgermeisterin
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18:41 01.02.2016
Annekatrin Klepsch (Die Linke) sorgte mit ihrem Vorschlag für Empörung bei der CDU  Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

Sebastian Kieslich, erinnerungspolitischer Sprecher der Dresdner CDU, hat sich empört über den Vorschlag der Stadtverwaltung geäußert, die Förderung für das Familienfest Goldener Reiter zu streichen (DNN berichteten). Das Fest, dem die CDU nahe steht, findet traditionell am 3. Oktober statt. Die Veranstalter hatten 2000 Euro Unterstützung von der Stadt geplant, waren aber nach einer neuen Matrix, mit der die Kulturverwaltung die Relevanz der Feste bewertet, abgeschlagen hinter Großveranstaltungen wie dem Christopher-Street-Day, dem Elbhangfest oder dem Dixieland-Festival eingekommen.

„Das Hauptstraßenfest zum Tag der Deutschen Einheit gehört mit jährlich bis zu 15 000 Besuchern zu den größten Bürgerfesten in Dresden“, stellt Kieslich fest. Er habe daher kein Verständnis für den Vorschlag von Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Die Linke), das Volksfest nicht wie in den Vorjahren zu unterstützen. Zumal in Dresden in diesem Jahr die zentralen Feierlichkeiten der Bundesrepublik Deutschland stattfinden würden. Dresden stehe also an diesem Tag im medialen Blickfeld der nationalen und internationalen Öffentlichkeit, viele Gäste aus dem In- und Ausland würden erwartet. „Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, wie die Kulturverwaltung darauf kommen kann, eine überregionale Bedeutung des traditionellen Einheitsfestes gerade in diesem Jahr abzustreiten.“

Kieslich vermutetet eher politische als fachliche Gründe für die beabsichtigte Streichung der Fördermittel. Das Interesse der Stadt müsste es aber sein, besonders am Einheitstag Bilder und Botschaften der Freude, Dankbarkeit und Zuversicht zu senden. „Das Hauptstraßenfest steht dafür. Es wäre fatal, wenn wegen der Nichtförderung anderen die Straßen und Plätze in Dresden überlassen werden“, erinnert Kieslich daran, dass der 3. Oktober auf einen Montag fällt. Das Bündnis Pegida habe bereits einen Spaziergang angemeldet.

Der Kulturausschuss des Stadtrates entscheidet am 1. März darüber, welche kulturellen Großveranstaltungen gefördert werden sollen.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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