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Rechte Demos am Sonnabend in Dresden

13. Februar Rechte Demos am Sonnabend in Dresden

Jetzt herrscht Klarheit: Neben der Jungen Alternative wird auch die lokale rechte Szene um Maik Müller am Sonnabend in Dresden auftreten. Die Polizei geht von einer konfrontativen Versammlungslage aus.

Auch ohne vorherige Bekanntmachung konnten die Organisatoren für ihren sogenannten „Trauermarsch“ jährlich um die 500 Teilnehmer mobilisieren.

Quelle: dpa/Archiv

Dresden. Jetzt herrscht Klarheit: Neben der Jungen Alternative wird auch die lokale rechte Szene um Maik Müller am Sonnabend in Dresden auftreten. Wie in den vergangenen Jahren wurde die Demo heimlich organisiert. Aber auch ohne vorherige Bekanntmachung konnten die Organisatoren für ihren sogenannten „Trauermarsch“ jährlich um die 500 Teilnehmer mobilisieren.

Die Versammlungsbehörde bestätigte am Freitagnachmittag eine Anmeldung für den Sonnabend unter dem Titel "Vergesst niemals Dresden! Gedenkmarsch zu Ehren der Dresdner Luftkriegstoten des 13. Februar 1945. Dresden-Gedenken 2018" im Ortsamtsbereich Dresden-Blasewitz. Der Aufzug mit Kundgebung ist für 500 Teilnehmer angemeldet, Treff ist um 15 Uhr am Bahnhof Reick.

Polizei will Protest in Hör- und Sichtweite gewährleisten

Der für 14 Uhr angesetzte Mahngang Täterspuren von Dresden Nazifrei ist verlegt worden. Stattdessen gehen die Teilnehmer in Richtung Karcherallee Ecke Winterbergstraße. Dort will d ie AG 13 Februar um 15.30 Uhr  ein friedliches Zeichen setzen. Die Gruppe WHAT des Stura der TU Dresden trifft sich um 14 Uhr an der Oskar-Röder-Straße, Ecke Winterberg-Straße in Reick zum Gegenprotest.

Die Polizei geht von einer konfrontativen Versammlungslage mit Blockadeversuchen aus. „Solange der Protest friedlich und gewaltfrei ist, werden wir als Polizei auch für Gegendemonstranten einen Protest in Hör- und Sichtweite gewährleisten“, so Polizeipräsident Horst Kretzschmar.

Zur Deeskalation werden am Sonnabend auch gesprächsbereite Kommunikationsteams der Polizei im Einsatz sein. Zudem ist am Samstag zwischen 12 und 19 Uhr unter der Nummer (0351) 483-3000 ein Kontakttelefon eingerichtet. Für den eigentlichen Gedenktag am Dienstag erwarten die Einsatzkräfte eine deutlich geringere Dynamik. Die Stadt teilte mit, dass aufgrund der Versammlungen in den Stadtteilen Johannstadt, Reick und Gruna sowie in der Innenstadt mit Verkehrseinschränkungen gerechnet werden muss.

Von fs/sl

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