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Polizei ermöglicht stilles Gedenken auf dem Dresdner Neumarkt

13. Februar Polizei ermöglicht stilles Gedenken auf dem Dresdner Neumarkt

Das Gedenken auf dem Dresdner Neumarkt ist bis zum frühen Abend still und friedlich geblieben. Bis dahin hatte die in großer Zahl aktive Polizei aber gut zu tun. Am Nachmittag mussten die Beamten mehrfach Gegner der Monument-Skulptur des Platzes verweisen.

Das Gedenken auf dem Dresdner Neumarkt ist bis zum frühen Abend still und friedlich geblieben.

Quelle: dpa

Dresden. Das Gedenken auf dem Dresdner Neumarkt ist bis zum späten Abend still und friedlich geblieben. Bis dahin hatte die in großer Zahl aktive Polizei aber gut zu tun. Am Nachmittag mussten die Beamten mehrfach Gegner der Monument-Skulptur des Platzes verweisen.

Gegen 15 Uhr hatten sich einzelne Grüppchen formiert, um mit großen Schildern gegen die Bus-Skulptur zu protestieren. Dabei handelte es sich teilweise um die gleichen Personen, die bereits am Montag und Dienstag gegen die Skulptur demonstriert hatten, die am Freitag vor Ort ihren Unmut über „Lampedusa 361“ artikulierten und die auch am Samstag mit Holocaustleugnern und Neonazis durch Dresden zogen.

Das Gedenken auf dem Dresdner Neumarkt ist bis zum frühen Abend still und friedlich geblieben. Bis dahin hatte die in großer Zahl aktive Polizei aber gut zu tun. Wir waren mit der Kamera vor Ort.

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Die Helfer der Stiftung Frauenkirche zeigten sich alles andere als glücklich über die ungebetenen Gäste. Zwar ließen auch hier einige durchschimmern, dass sie nicht unbedingt Fan der hochkant aufgestellten Busse sind – das stille Gedenken aber für lauten Protest zu missbrauchen, das sei ein Unding, so eine der Helferinnen.

Die Polizei sorgte dafür, dass die Protestbanner schnell vom Neumarkt verschwanden. Wer sein Schild weiter in die Luft halten wollte, konnte dies vor dem Verkehrsmuseum tun. Lediglich ein 49-Jähriger wurde festgenommen, der alkoholisiert den Platzverweis der Beamten ignorierte und Besucher bepöbelte. Die übrigen Monument-Gegner blieben eine Weile auf dem Platz, nach mehreren Ansprachen durch die Kommunikationsteams der Polizei zerstreute sich die kleine Menge schließlich. Zur Eröffnung der Menschenkette gab es auch zur Ansprache des Oberbürgermeisters nicht einen Pfiff.

Auch die aus dem Pegida-Umfeld angekündigte „Raucherpause“ blieb anschließend überschaubar. Lediglich rund zehn Personen versammelten sich still am Kerzenfeld auf dem Neumarkt. Dort stellten immer wieder Dresdner Kerzen oder weiße Rosen ab. Genauso viel Andrang herrschte jedoch am „Monument“, wo ebenfalls zahlreiche Kerzen und Rosen abgelegt wurden. Der Abend verlief friedlich, zum traditionellen Läuten der Dresdner Kirchglocken kamen noch einmal über 100 Menschen. Lediglich ein Böller störte kurz die rituelle Idylle.

sl

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