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13. Februar Offene Fragen zu Neonazi-Demos zum 13. Februar
Thema Specials 13. Februar Offene Fragen zu Neonazi-Demos zum 13. Februar
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14:30 07.02.2018
2017 drohen in Dresden gleich zwei Neonazi-Aufmärsche rund um den 13. Februar.  Quelle: dpa
Dresden

 Dresden drohen in diesem Jahr gleich zwei Demo-Samstage rund um den 13. Februar. Nach aktuellen Einschätzungen des Bündnisses Dresden Nazifrei soll es sowohl am 10. als auch am 17. Februar Neonazi-Aufmärsche in der Stadt geben. Und auch am 13. selbst haben sich Rechtsextreme mitten in der Innenstadt angesagt.

Allerdings gibt es noch jede Menge Fragezeichen. So geht Dresden Nazifrei beispielsweise davon aus, dass die lokale Neonaziszene um Maik Müller ihren sogenannten „Trauermarsch“ in diesem Jahr am 10. Februar abhalten möchte. Bis Mittwochmittag war noch keine Versammlung angezeigt, das kann aber noch folgen. Wo und zu welcher Zeit Müller laufen will, ist unbekannt. Im Vorjahr hatte die Demo rund 600 Teilnehmer angelockt.

Nazifrei plant Mahngang Täterspuren

Für Dresden Nazifrei ist das eine Herausforderung. Denn die Nazi-Gegner planen für diesen Samstag ihren „Mahngang Täterspuren“, der wie seit 2011 jährlich an Orte des Nationalsozialismus in Dresden führt und daran erinnern soll, dass Dresden keineswegs eine unschuldige Stadt war. Laut Plan soll der Mahngang mit dem Titel „Macht – Bildung – Propaganda“ 14 Uhr an der Uniklinik starten und innerhalb von drei Stunden über neun Stationen bis zur Evangelischen Hochschule führen. Deren Stunden haben das Programm mit ausgearbeitet. Die Texte an den Zwischenstopps sollen wieder von Dresdner Schauspielern gelesen werden.

Von der Uniklinik aus soll es bis zur EHS gehen. Im Mittelpunkt steht dieses Jahr die Rolle der Bildung. Quelle: Dresden Nazifrei

Die drohende Neonazi-Demo sorgt nun aber für Ungewissheit. „Wir überlegen, wie wir damit umgehen“, sagt Nazifrei-Sprecher Albrecht von der Lieth. Im Raum stehen beispielsweise eine Verschiebung der „Täterspuren“ oder eine „Zubringerdemo“, damit Täterspuren-Teilnehmer auch am Protest gegen Müller und Co. teilnehmen können. Genaueres könne es aber erst geben, wenn feststeht, ob und wann der rechtsextreme „Trauermarsch“ genau stattfindet. Auch das Referat „What“ des Dresdner Stura plant einen Gegenprotest am 10. Februar.

Holocaust-Leugner Ittner will wieder demonstrieren

Etwas mehr Informationen gibt es zur zweiten rechtsextremen Demo am 17. Februar. Die wurde von Gerhard Ittner angemeldet. Der verurteilte Holocaust-Leugner, der seine Mails an Journalisten und Behörden auch schon mal mit „Heil Hitler“ beginnt, will dann vom Postplatz aus durch Dresden laufen. Auch hier sind Route und Uhrzeit noch unbekannt. Ittner hatte nach mehreren Jahren Abwesenheit 2017 erstmals seine Demo mit rund 200 Teilnehmern durchgeführt. Eine Blockade sorgte damals dafür, dass die ursprünglich mehrere Kilometer lange Strecke auf ein Minimum reduziert werden musste.

Themenspecial

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Den Blockade-Anspruch bekräftigt Dresden Nazifrei auch in diesem Jahr. Man habe das Ziel, beide Neonazi-Demos mittels Menschenblockaden zu stoppen oder wenn möglich zu verhindern, so von der Lieth. Er hoffe, dass sich möglichst viele Dresdner den Rechtsextremen in den Weg stellen und sich nicht nur an der Menschenkette beteiligen. Zwar sei der 13. Februar auch für die Rechtsextremen inzwischen auf lokale Bedeutung geschrumpft, doch auch dagegen sei Widerspruch dringend nötig.

Rechtsextreme auch am 13. Februar in der Stadt

Auch am 13. Februar selbst haben sich Rechtsextreme in der Stadt angesagt. Die sogenannte „Wellenlänge“-Bewegung hat eine ganztägige Kundgebung auf dem Neumarkt angezeigt. Dresden Nazifrei geht hier jedoch nicht von allzu viel Resonanz aus. Bei vergangenen Veranstaltungen konnten die „Wellenlängen“ selten mehr als zehn Personen mobilisieren.

Deutlich mehr wird wohl bei der AfD los sein, die nach aktuellem Stand offenbar eine Kundgebung auf dem Altmarkt plant. In den vergangenen Jahren zog die AfD hier auch viele Rechtsextreme an, die die übliche Propaganda rund um Tieffliegerangriffe, schwarze Piloten und massiv übertriebene Opferzahlen verbreiteten.

Von Stephan Lohse

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