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Mitmenschlichkeit steht bei Gedenkfeiern zum 13. Februar im Mittelpunkt

Tag des Bombenangriffs auf Dresden Mitmenschlichkeit steht bei Gedenkfeiern zum 13. Februar im Mittelpunkt

Wenn sich am Montag zum 72. Mal der Tag des Bombenangriffs auf Dresden jährt, wandelt sich die Landeshauptstadt einmal mehr zu einem Ort des kollektiven Gedenkens. Im Zentrum steht dabei das Thema Mitmenschlichkeit.

Sowohl in als auch vor der Frauenkirche wird es am Montag zwischen 15 und 22 Uhr wieder die Möglichkeit geben, Gedenkkerzen aufzustellen und zu entzünden.
 

Quelle: imago stock&people

Dresden.  Wenn sich am Montag zum 72. Mal der Tag des Bombenangriffs auf Dresden im Zweiten Weltkrieg jährt, wandelt sich die Landeshauptstadt einmal mehr zu einem Ort des kollektiven Gedenkens. Im Zentrum steht dabei das Thema Mitmenschlichkeit. Zahlreiche Veranstaltungen thematisieren den Krieg, der fortwährend seinen Schrecken in der ganzen Welt verbreitet. Besonders wird auf den Syrienkrieg und die momentane Flüchtlingssituation Bezug genommen. Davon kündet seit Beginn der Woche schon die Installation „Monument“ des deutsch-syrischen Künstlers Manaf Halbouni auf dem Neumarkt – die Debatte darum findet bundesweite Beachtung.

Augustus- und Carolabrücke sowie Theaterplatz und Neumarkt sind Bestandteil der Menschenkette.

Augustus- und Carolabrücke sowie Theaterplatz und Neumarkt sind Bestandteil der Menschenkette.

Quelle: Grafik: Eylert

Höhepunkt der Gedenkfeiern ist am Montag ab 18 Uhr die Menschenkette, die seit 2010 ausgerichtet wird und sich auf beiden Elbseiten und um die Altstadt herum aufstellt. Sie ist seit ihrer Premiere – damals als Protest gegen Neonazis – ein Zeichen für Frieden und Versöhnung. In diesem Jahr wird mit bis zu 11.000 Teilnehmern gerechnet. „Es ist wichtig, in diesem Rahmen einen festen Bestandteil zu haben, der das Miteinander und die Übereinstimmung zeigt“, sagt Joachim Klose von der Arbeitsgemeinschaft 13. Februar. Immer wieder gibt es Diskussionen, ob einige Elemente der Gedenkfeiern noch zeitgemäß sind. Dass das Datum moderner interpretiert werden sollte, hält Klose auch für den richtigen Weg, jedoch nicht auf Kosten symbolträchtiger Veranstaltungen wie dieser.

Rückblick: So lief der 13. Februar 2016

Solche finden ebenfalls in der Frauenkirche statt, die durch ihren Einsturz infolge der Angriffe wie kaum ein anderes Gebäude für das schicksalhafte Datum steht. Die Gesellschaft der Dresdner Frauenkirche lädt das gesamte Wochenende und bis zum 15. Februar, dem Tag des Einsturzes, zu verschiedenen Gedenkveranstaltungen ein. Sie appellierte im Vorfeld an Pegida und Co., diese Tage nicht für ihre Zwecke zu missbrauchen. Zwischen 15 und 22 Uhr können Bürger in der Kirche und auf einer eigens eingerichteten Installationsfläche auf dem Neumarkt eine Kerze entzünden.

Von Gerrit Menk

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