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Friedliches Neumarkt-Gedenken endet mit traditionellem Glockengeläut

13. Februar Friedliches Neumarkt-Gedenken endet mit traditionellem Glockengeläut

Mit dem traditionellen Glockengeläut um 21.45 Uhr ist das stille Gedenken zum 13. Februar 2018 auf dem Neumarkt zu Ende gegangen. Mehrere Tausend Menschen kamen über den Tag verteilt vor die Frauenkirche, um Kerzen aufzustellen oder kurz Inne zu halten.

Zahlreiche Dresdner legten am Neumarkt Kerzen und Blumen ab.
 

Quelle: Stephan Lohse

Dresden.  Mit dem traditionellen Glockengeläut um 21.45 Uhr ist das stille Gedenken zum 13. Februar 2018 auf dem Neumarkt zu Ende und in die Nacht der Stille übergegangen. Mehrere Tausend Menschen kamen über den Tag verteilt vor die Frauenkirche, um Kerzen aufzustellen oder kurz Inne zu halten.

Entgegen der Befürchtungen im Vorfeld blieb es auf dem Neumarkt durchgehend ruhig. Zwar hatten die Organisatoren der sogenannten „Wellenlänge“ am Morgen versucht, ihren Versammlungsbescheid zu umgehen, das Ordnungsamt sorgte jedoch nach kurzer Zeit dafür, dass das Luther-Denkmal geräumt wurde. Die rechtsextreme Bewegung hatte vor Gericht gegen die Auflagen des Ordnungsamtes geklagt. Nachdem auch das Oberverwaltungsgericht der Stadt Recht gab, wurde die angezeigte Kundgebung zunächst abgesagt.

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Stilles Gedenken zum 13. Februar 2018 auf dem Neumarkt. Mehrere Tausend Menschen kamen über den Tag verteilt vor die Frauenkirche, um Kerzen aufzustellen oder kurz Inne zu halten.

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Am Nachmittag belegten Anhänger aus dem Spektrum von „Wellenlänge“ und dem „Folks-Kunst-Kollektiv“ per spontaner Eilversammlung die Kundgebungsfläche an der Kleinen Kirchgasse dann doch. Abgesehen von einigen Diskussionen mit Dresdner Jugendlichen blieb es jedoch ruhig. Auch bei der Kundgebung „Nationalismus raus aus den Köpfen“ aus dem linken Spektrum gab es keine Vorkommnisse.

Die zahlreichen Polizisten auf dem Platz hatten entsprechend wenig zu tun. Das Geschehen konzentrierte sich friedlich, wenn auch manchmal ein wenig fröhlicher als dem Anlass angemessen, rund um die große Sandfläche in Form einer Kerze, in die viele kleine Kerzen gestellt wurden. Ganz voll wurde die Form am Ende nicht, obwohl sie in diesem Jahr etwas kleiner war als zuletzt.

Von S. Lohse

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