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Weiße Rose zum Dresdner Gedenken

Hintergrund: Weiße Rose zum Dresdner Gedenken

Kleine weiße Rosen aus Seide erinnern jährlich am Jahrestag der Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg an Opfer von Terror und Gewalt und gelten als Zeichen gegen die Vereinnahmung des Datums durch Neonazis.

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Quelle: dpa

Dresden. Kleine weiße Rosen aus Seide erinnern jährlich am Jahrestag der Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg an Opfer von Terror und Gewalt. Damit wehren sich die Dresdner zugleich dagegen, dass die Erinnerung an den 13. Februar 1945 zur Werbung für demokratiefeindliche und menschenverachtende Ideologien, Haltungen und Aktionen benutzt wird.

Die Kunstblumen wurden 2005 erstmals als Symbol des Gedenkens an Jacken und Mänteln getragen.

Die weiße Rose steht auch in Anlehnung an die gleichnamige Münchner Widerstandsgruppe der Nazizeit als Zeichen für die Überwindung von Krieg, Rassismus und Gewalt. Die Mitglieder der Gruppe verfassten, druckten und verteilten 1942/43 unter Lebensgefahr insgesamt sechs Flugblätter, in denen zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus aufgerufen wurde. Beim Verteilen der letzten Flugblätter wurden die Geschwister Hans und Sophie Scholl am 18. Februar 1943 von der Gestapo verhaftet, zum Tode verurteilt und vier Tage später hingerichtet.

Initiiert wurde die weiße Rose von der Interessengemeinschaft „13. Februar“ in Dresden. Grundlage war das persönliche Erlebnis eines ihrer Mitglieder. Die Dresdnerin hatte nach den Bombenangriffen 1945 zwei Porzellanteller gefunden, auf denen ursprünglich rote und weiße Rosen gemalt waren. Die rote Blume war schwarz verbrannt, die weiße hatte wie durch ein Wunder das Feuer unbeschadet überstanden. 2001 verschenkte die alte Dame einen der Teller bei einem Treffen mit Überlebenden aus der spanischen Stadt Guernica, die 1937 von der deutschen Luftwaffe zerstört wurde.

dpa

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