Volltextsuche über das Angebot:

-5 ° / -12 ° wolkig

Navigation:
Google+
Dresdner Polizei bilanziert „weitgehend störungsfreien“ 13. Februar

Mehrere Ermittlungen Dresdner Polizei bilanziert „weitgehend störungsfreien“ 13. Februar

Die Dresdner Polizei hat den 13. Februar 2018 in einer ersten Bilanz als „weitgehend störungsfrei“ bewertet. „Der heutige Tag stand im Zeichen des Gedenkens. Es dominierte die Menschenkette, welche die Innenstadt umschloss, als Ausdruck des friedfertigen Miteinanders den Tag“, teilte Polizeichef Horst Kretzschmar am Abend mit.

Polizisten stehen linken Gegendemonstranten auf dem Altmarkt gegenüber.
 

Quelle: dpa

Dresden. Die Dresdner Polizei hat den 13. Februar 2018 in einer ersten Bilanz als „weitgehend störungsfrei“ bewertet. „Der heutige Tag stand im Zeichen des Gedenkens. Es dominierte die Menschenkette, welche die Innenstadt umschloss, als Ausdruck des friedfertigen Miteinanders den Tag“, teilte Polizeichef Horst Kretzschmar am Abend mit.

Über den Tag hinweg hatten die rund 810 eingesetzten Polizisten tatsächlich wenig zu tun. Das änderte sich am Abend. Auf dem Altmarkt hatten es mehrere Dutzend Gegendemonstranten geschafft, auf die Versammlungsfläche der AfD vorzudringen. Die Polizei brauchte mehrere chaotische Minuten, bis sie beide Lager getrennt hatte. Dabei kam es zu mehreren Handgreiflichkeiten und Angriffen.

9134fd62-10f3-11e8-a9a0-38dad7b4e6b7

Der Beginn der Kundgebung der AfD am Dienstagabend auf dem Altmarkt ist von Jagdszenen und Gewalt überschattet worden. Vor Beginn der Kundgebung hatten es gegen 19 Uhr mehrere Dutzend Gegendemonstranten geschafft, auf die AfD-Kundgebungsfläche zu gelangen, ein Teil davon setzte sich auf den Boden. Was folgte, war minutenlanges Chaos.

Zur Bildergalerie

Gegen einen 67-Jährigen wird ermittelt, nachdem er mit Pfefferspray auf die Gegendemonstranten zielte, dabei aber vor allem die Kleidung der Polizisten vor ihm traf. Auch zwei 38 und 42 Jahre alte Versammlungsteilnehmer müssen sich aufgrund einer gegenseitig begangenen Körperverletzung verantworten. Als die Polizei die Abreise der Gegendemonstranten länger unterband, kam es zu weiteren Rangeleien. Dabei sei eine Polizistin durch Flaschenwürfe verletzt worden. Einsatzkräfte setzten daraufhin Pfefferspray und Schlagstöcke ein.

Über den Tag verteilt gab es nur wenige Strafverfahren. Unbekannte beschädigten am Heidefriedhof Gedenkkränze der Junge Alternative und eine 19-Jährige muss sich wegen des Besitzes von Cannabis verantworten. Zudem wird wegen des Raubes einer Mütze ermittelt. Dazu kamen noch Verstöße gegen das Versammlungsgesetz.

Zudem ermittelt die Polizei wegen zahlreicher Graffiti, Plakate und Fliegerbomben aus Pappe, die im Stadtgebiet abgelegt wurden. Am Nachmittag ließen Unbekannte zudem etwa 250 schwarze Luftballons auf dem Neumarkt steigen.

Von DNN

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus 13. Februar
3cb884dc-1109-11e8-a9a0-38dad7b4e6b7
13. Februar 2018: die Menschenkette

Rund 11 500 Dresdner haben sich am Abend des 13. Februar 2018 zu einer Menschenkette um den Altstadtkern von Dresden zusammengefunden.