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Die Menschenkette zum 13. Februar 2017 hat sich geschlossen

13. Februar 2017 Die Menschenkette zum 13. Februar 2017 hat sich geschlossen

Die Menschenkette zum 13. Februar 2017 hat sich am Montag um die Altstadt geschlossen. Zuvor hatte Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert im Gedenken an die Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg erneut an deren NS-Vergangenheit erinnert.

Die Menschenkette 2017.

Quelle: Dennis Hetzschold

Dresden. Die Menschenkette zum 13. Februar 2017 hat sich am Montag um die Altstadt geschlossen - an Theaterplatz und Zwinger, an der Syngagoge, am Königsufer und der Wilsdruffer Straße hatten sich genug Menschen eingefunden, um die Kette bei Glockengeläut zu schließen. Nach gut zehn Minuten öffnete sich die Kette unter Applaus wieder. Nach Mitteilung der Stadt beteiligten sich rund 12.000 Bürger an der etwa vier Kilometer langen Kette um den Stadtkern.

Die Menschenkette 2017 in Dresden

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Zuvor hatte Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert im Gedenken an die Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg erneut an deren NS-Vergangenheit erinnert. In Dresden habe die NSDAP Mehrheiten versammelt wie in keiner anderen deutschen Stadt, sagte der FDP-Politiker am Montag zum Auftakt vor der Frauenkirche. Die heftigen Reaktionen auf seine Aussage, dass Dresden vor den Angriffen alliierter Bomber am 13., 14. und 15. Februar keine unschuldige Stadt gewesen sei, belegten, wie diese Frage die Bevölkerung „immer wieder aufs Neue spaltet“. Diese Gräben gelte es zu überwinden.

Hans Müller-Steinhagen, Rektor der TU Dresden, sprach sich in seiner Rede auch für Solidarität mit dem Oberbürgermeister aus, der in den vergagenen Tagen Morddrohungen erhalten hatte.

Im Anschluss an die Menschenkette begaben sich viele Teilnehmer zum Stillen Gedenken auf den Neumarkt oder zu den Kunstprojekten "Monument" und "Lampedusa 361". Sich entspinnende Diskussionen blieben leise. Auch die Versammlung "Nationalismus raus aus den Köpfen" mit knapp 50 Teilnehmern am Rande blieb ruhig. Gut 350 Interessierte beteiligten sich außerdem am etwa einstündigen Dresdner Gedenkweg entlang geschichtsträchtiger Orte in der Stadt.

Gedenken am Kunstwerk "Monument" auf dem Dresdner Neumarkt.

Gedenken am Kunstwerk "Monument" auf dem Dresdner Neumarkt.

Quelle: sl

dpa/fs

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