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13. Februar Couragiertes Wirken um Versöhnung: Zum Tode Marian Sobkowiaks
Thema Specials 13. Februar Couragiertes Wirken um Versöhnung: Zum Tode Marian Sobkowiaks
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09:31 14.02.2017
MarianSobkowiak Quelle: Foto: C. Fritzsche (Archiv)
Gostyn/Dresden

 Es hat etwas Symbolhaftes, dass Stiftung und Fördergesellschaft Frauenkirche am denkwürdigen 13. Februar über den Tod des Polen Marian Sobkowiak informieren. Denn das Leben des einstigen Widerstandskämpfers und Wegbereiters für die Aussöhnung von Deutschen und Polen steht sowohl mit deutschen Kriegsverbrechen als auch mit dem Wiederaufbau der zerstörten Stadt im Zusammenhang. Am 10. Februar starb Marian Sobkowiak im Alter von 92 Jahren in seiner Heimatstadt Gostyn, wo er am Mittwoch beigesetzt wird.

Der Name Marian Sobkowiak hat in der Geschichte des Wiederaufbaus der Frauenkirche einen festen Platz. Seiner Initiative ist es zu danken, dass ein polnischer Bildhauer die Flammenvase am Treppenturm C anfertigte – finanziert von polnischen Spendern. Auch diese „Flamme der Versöhnung“, wie die Steinplastik genannt wird, ist mit einem großen Symbol verbunden.

Als knapp 15-Jähriger musste Sobkowiak im Oktober 1939 erleben, wie die deutsche Wehrmacht 30 Gostyner Bürger ermordete. Der Jugendliche schloss sich der daraufhin gegründeten Widerstandsgruppe „Schwarze Legion“ an. Nach einem Verrat wurden deren Mitglieder nach Dresden gebracht und hier hingerichtet. Nur drei Minderjährige blieben am Leben, darunter Sobkowiak. Er kam ins KZ Sachsenhausen. Dennoch hielt er den Kontakt zu Dresden aufrecht und warb unter den Nachfahren der Getöteten unermüdlich um Versöhnung. Nicht zuletzt waren sie es, die die Vase finanzierten. „Ein Geschenk unserer Herzen“, so Sobkowiak. Ihm ist es auch zu danken, dass auf dem Neuen Katholischen Friedhof ein Gedenkstein an die „Schwarze Legion“ erinnert. 2009 wurde Sobkowiak mit dem Bundesverdienstkreuz, 2010 mit der Ehrenmedaille der Landeshauptstadt Dresden ausgezeichnet. „Wir empfinden tiefe Dankbarkeit für sein couragiertes Wirken“, betonte Frauenkirchenpfarrer Sebastian Feydt.

Von Genia Bleier

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