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Bündnis Nazifrei geht am 13. Februar wieder auf Täterspuren-Suche

Mahngang Bündnis Nazifrei geht am 13. Februar wieder auf Täterspuren-Suche

Zum 6. Mal will das Bündnis Dresden Nazifrei am 13. Februar die Tatorte der Nazidiktatur in Dresden in den Fokus nehmen. Der diesjährige Mahngang thematisiere die Ideologie der Ungleichwertigkeit, so Sprecher Albrecht von der Lieth. Ab 14 Uhr sollen insgesamt sieben Stationen angelaufen werden, an denen sich NS-Verbrechen abspielten.

Zum 6. Mal will das Bündnis Dresden Nazifrei am 13. Februar die Tatorte der Nazidiktatur in Dresden in den Fokus nehmen.
 

Quelle: Stephan Lohse

Dresden. Zum 6. Mal will das Bündnis Dresden Nazifrei am 13. Februar die Tatorte der Nazidiktatur in Dresden in den Fokus nehmen. Der diesjährige Mahngang thematisiere die Ideologie der Ungleichwertigkeit, so Sprecher Albrecht von der Lieth. Ab 14 Uhr sollen insgesamt sieben Stationen angelaufen werden, an denen sich NS-Verbrechen abspielten. Das Bündnis will damit aufzeigen, dass Dresden eben keine unschuldige Opferstadt war.

Erstmal wurde der Täterspuren-Mahngang in diesem Jahr von Studenten der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit Dresden (EHS) konzipiert. Die Idee dazu sei von Hochschulprofessor Uwe Hirschfeld gekommen, so von der Lieth. Das Bündnis habe dieses Angebot dankbar angenommen.

Start ist um 14 Uhr am Wettiner Platz, von dort aus geht es quer durch die Innenstadt bis zur Dürerstraße, dem Sitz der EHS. Zwischenstationen sind unter anderem an der Sophienstraße, der Frauenkirche und der Güntzstraße. An jeder Station gibt es einen Text, der den jeweiligen Ort genauer beleuchtet. Beiträge kommen unter anderem von der Jüdischen Gemeinde Dresden und der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus. Gelesen werden die Beiträge auch in diesem Jahr von Schauspielern des Dresdner Staatsschauspiels.

Es gehe in diesem Jahr darum zu zeigen, wie die Abwertung und Ungleichmachung von Menschen letztlich zum industriellen Massenmord an Millionen von Menschen führen konnte. Zudem soll der Mahngang auch aktuelle Bezüge aufzeigen und darauf hinweisen, dass sich rassistische Stereotypen und die Abwertung ganzer Bevölkerungsgruppen auch heute wieder ausbreiten. „Die Täterspurengeschichte Dresdens hat nicht 1945 aufgehört“, so von der Lieth.

Von S. Lohse

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