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Radsport Starker Froome baut Vorsprung bei Vuelta mit Etappensieg aus
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18:20 27.08.2017
Chris Froome hat mit seinem Sieg auf der 9. Etappe der 72. Vuelta seine Führung im Gesamtklassement ausgebaut. Quelle: Yuzuru Sunada
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Cumbre del Sol

Der viermalige Tour-Sieger Chris Froome ist bislang auch der souveränste und stärkste Fahrer der 72. Spanien-Rundfahrt.

Der 32 Jahre alte Brite, der nach seinen Dauersiegen im Nachbarland heiß auf seinen ersten Vuelta-Erfolg ist, konnte als Etappensieger am Sonntag seinen Vorsprung an der Spitze ausbauen. Der Sky-Kapitän, der bei der Frankreich-Rundfahrt nicht einen Tagesabschnitt gewinnen konnte, geht mit 36 Sekunden Vorsprung auf den Kolumbianer Esteban Chaves in den ersten Ruhetag am Montag.

Sein Triumph bei der Bergankunft der 9. Etappe bedeutete Froome offenbar viel. Für seine Verhältnisse jubelte er in Cumbre del Sol sehr ausgelassen und stieß die Faust mehrmals in die Luft. Nach einem packenden Finale auf einem teilweise 21 Prozent steilen Anstieg sicherte er sich vier Sekunden Vorsprung plus Zeitgutschrift vor dem zweitplatzierten Chaves. Froomes Double aus Tour und Vuelta, das zuletzt 1978 Bernard Hinault glückte, rückt näher.

Im Gegensatz zum Sky-Team herrscht bei der Sunweb-Mannschaft schlechte Stimmung. Am Samstag vor dem Tagessieg seines Landsmannes Julian Alaphilippe in Xorret de Catí war der Franzose Warren Barguil von der Teamleitung der deutschen Mannschaft aus der Vuelta genommen worden. Wie der Rennstall mitteilte, habe sich der 25 Jahre alte Bergkönig und zweimalige Etappensieger der Tour de France nicht an die vereinbarte Teamstrategie gehalten. Barguil hatte am Freitag nicht auf seinen gestürzten Teamkollegen Wilco Kelderman gewartet.

"Ich hatte gute Beine und wollte in den Bergen angreifen - so wie bei der Tour. Es ist enttäuschend, die Vuelta zu verlassen, aber es ist eine Entscheidung meines Teams, die ich akzeptieren muss", sagte Barguil, der in der nächsten Saison als Kapitän für den französischen Zweitligisten Fortuneo-Oscaro fahren wird. Er hatte seinen Vertrag mit Sunweb dafür vorzeitig gelöst und wird wohl in dieser Saison nicht mehr im schwarz-weiß-roten Dress fahren. Der ungewöhnliche Ausschluss kann auch als Retourkutsche verstanden werden.

dpa

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