Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Handball Ex-Bundestrainer Brand stärkt Prokop den Rücken
Sportbuzzer Sportmix Handball Ex-Bundestrainer Brand stärkt Prokop den Rücken
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:14 25.01.2018
Ex-Bundestrainer Heiner Brand stärkt DHB-Coach Christian Prokop nach dem EM-Aus den Rücken. Quelle: Uwe Anspach
Hamburg

"Natürlich waren die Erwartungen höher, aber solche Dinge passieren. Jeder Trainer zahlt mal Lehrgeld. Das ist im Vorjahr Dagur Sigurdsson und zuvor auch mir passiert."

Vom Abschneiden der deutschen Mannschaft, die das vom Verband ausgegebene Medaillenziel als Neunter deutlich verfehlt hat, zeigte sich Brand enttäuscht. "Es war ähnlich wie bei der WM im Vorjahr. Die Abwehr war okay, die Probleme im Angriff aber zu groß", sagte Brand.

Trotz des Rückschlags traut er der DHB-Auswahl künftig wieder bessere Ergebnisse zu. "Diese Mannschaft hat viele außergewöhnlich gute Spieler und kann mehr leisten. Das hat sie nur nicht abgerufen", sagte Brand und fügte hinzu: "Die Heim-WM im nächsten Jahr muss passen."

Indes ruft Handball-Bundesliga-Verbandschef Uwe Schwenker zur Besonnenheit auf. "Wir sollten nicht alles verfluchen und verdammen. Die Eindrücke sind noch zu frisch, als dass man aus der ersten Emotion heraus Urteile fällen sollte", sagte der Präsident des Liga-Verbands HBL der Deutschen Presse-Agentur.

Die Aufgabe sei jetzt, "ruhig und gelassen" die EM zu analysieren. Die erste Gelegenheit dazu bestehe in der nächsten Woche im Rahmen des Allstar-Games der Nationalmannschaft (3. Februar) gegen eine Bundesliga-Auswahl in Leipzig. "Dort gibt es eine schon lange anberaumte Präsidiumssitzung des DHB. Dann werden wir eine vernünftige Analyse vornehmen, offen und transparent einige Fragen stellen und diese beantworten", sagte Schwenker.

Der HBL-Präsident erinnerte an bevorstehenden Aufgaben wie die Heim-WM im nächsten Jahr und Olympia 2020. "Deshalb brauchen wir ein starke Nationalmannschaft. Da stehen wir als Bundesliga genauso in der Verantwortung." Das sieht auch HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann so: "Natürlich müssen Lehren für die Heim-WM im nächsten Jahr gezogen werden. Da ist ein erfolgreiches Turnier besonders wichtig."

Bohmann betonte zudem einen Schulterschluss mit dem Deutschen Handballbund. "Wir stehen in guten und schlechten Zeiten zusammen. Wir sind ja keine Schönwetterpartner." Es bestehe kein Grund, versicherte er, den Trainer infrage zu stellen. "Er hat sein erstes Turnier gemacht und Erfahrungen gesammelt. Er wird sich selber hinterfragen", sagte Bohmann. Der Geschäftsführer beteuerte: "Die Liga steht komplett zur Nationalmannschaft und ihren Verantwortlichen."

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Medaillen-Mission der deutschen Handballer bei der Europameisterschaft ist krachend gescheitert. Der entthronte Titelverteidiger enttäuscht im Alles-oder-Nichts-Spiel gegen Spanien und fliegt vorzeitig nach Hause.

25.01.2018

Handball-Olympiasieger Dänemark zieht dank eines souveränen 31:20 (12:12)-Erfolges gegen Mazedonien als Gruppensieger der Hauptrunde ins Halbfinale der EM in Kroatien ein.

24.01.2018

Nach der verpatzten Heim-WM setzt sich der personelle Aderlass bei den deutschen Handball-Frauen fort.

In Isabell Klein vom französischen Erstligisten HBC Nantes und Friederike Gubernatis vom DHB-Pokalsieger Buxtehuder SV erklärten zwei weitere Spielerinnen das Ende ihrer Auswahl-Karriere.

24.01.2018