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Handball Die deutsche EM-Historie im Zeitraffer
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07:27 11.01.2018
Stefan Kretzschmar gewann 2002 mit Deutschland die Silbermedaille. Quelle: Jessica Gow
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Zagreb

1994 wurde erstmals eine Handball-Europameisterschaft der Männer ausgetragen. Vom 12. bis 28. Januar finden in Kroatien die 13. Titelkämpfe statt. Die deutsche EM-Historie im Zeitraffer:

1994: Zwölf Nationen sind bei der Premiere in Portugal dabei. Den ersten Titel gewinnt Schweden. Die DHB-Auswahl holt in der Vorrunde lediglich drei Punkte und wird nur Neunter.

1996: Für die deutsche Mannschaft läuft es nicht viel besser als zwei Jahre zuvor. Wieder gibt es in der Gruppenphase nur einen Sieg und ein Remis - am Ende steht Platz acht zu Buche. Gold geht an Russland.

1998: Das erste Edelmetall! Im Spiel um Platz drei wird Titelverteidiger Russland in einem Handball-Krimi mit 30:28 nach Verlängerung bezwungen. Schweden bejubelt den zweiten Titelgewinn.

2000: Der Absturz. Nach einer sieglosen Vorrunde mit nur zwei Unentschieden sichert sich die deutsche Mannschaft durch ein 19:17 gegen Dänemark wenigstens noch Rang neun. Im Finale triumphiert erneut Schweden.

2002: Erstmals findet die Endrunde mit 16 Teams statt - und Deutschland holt Silber. Im Endspiel zieht die DHB-Auswahl gegen Gastgeber Schweden, der den vierten Titel feiert, erst in der Verlängerung mit 31:33 den Kürzeren.

2004: Endlich am Gold-Ziel! Nach einer durchwachsenen Vorrunde fegt Deutschland mit drei Siegen durch die Hauptrunde. Im Halbfinale wird Dänemark besiegt, im Endspiel hat Gastgeber Slowenien keine Chance.

2006: Nach einem Remis gegen Spanien büßt Deutschland durch eine Vorrundenniederlage gegen den späteren Europameister Frankreich seine Medaillenchance ein. Da helfen auch drei Siege in der Hauptrunde nicht mehr. Am Ende steht Rang fünf.

2008: Die DHB-Auswahl darf lange auf eine Medaille hoffen - geht als Vierter aber letztlich leer aus. Im Halbfinale ist Titelträger Dänemark um ein Tor besser, im Spiel um Platz drei Frankreich zu stark.

2010: Die deutsche Mannschaft erreicht mit Ach und Krach die Hauptrunde, wo das Aus kommt. Am Ende reicht es nur zu einem Sieg und Platz zehn. Frankreich triumphiert im Endspiel gegen Kroatien.

2012: Deutschland wird zwar Vorrundensieger in der Gruppe B, doch in der Hauptrunde gelingt kein Sieg mehr - Platz sieben. Dänemark holt sich im Finale gegen Serbien zum zweiten Mal EM-Gold.

2014: Der Tiefpunkt. Erstmals findet eine EM-Endrunde ohne Deutschland statt. In der Qualifikation bleibt die DHB-Auswahl an Tschechien und Montenegro hängen. Frankreich wird zum dritten Mal Europameister.

2016: Die Gold-Sensation! Als Außenseiter angereist, spielen sich die Bad Boys nach einer Auftaktniederlage gegen Spanien in einen Turnierrausch. In einem denkwürdigen Halbfinale wird Norwegen in der Verlängerung mit 34:33 bezwungen, im Endspiel Spanien beim 24:17 förmlich demontiert.

dpa

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