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Formel 1 Darauf muss man achten beim Saison-Finale der Formel 1
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08:34 25.11.2018
Weltmeister Lewis Hamilton geht von der Pole-Position in das abschließende Rennen in Abu Dhabi. Quelle: Hassan Ammar/AP
Abu Dhabi

Ein Sieg zum Abschluss wird kein leichtes Unterfangen für Sebastian Vettel. Gegen die Formel-1-Herrscher von Mercedes muss der 31 Jahre alte Heppenheimer auch auf eine gute Strategie setzen.

Er startet von Rang drei in seinem Ferrari hinter Lewis Hamilton auf der Pole Position und dessen Silberpfeil-Kollegen Valtteri Bottas am heutigen Sonntag (17.10 Uhr MEZ) in den Großen Preis von Abu Dhabi.

Von hinten dürften Daniel Ricciardo in seinem letzten Rennen für Red Bull und dessen Teamkollege Max Verstappen Druck machen. Selbst wenn keine Titel mehr zu vergeben sind beim Finale am Persischen Golf, sind spektakuläre Bilder und ein Rennen mit Unterhaltungswert so gut wie garantiert.

HAMILTON-GESCHENK AN DEN GEHILFEN?

Seit einem Jahr wartet Hamiltons Teamkollege Bottas nun schon auf seinen nächsten Sieg. Er musste leiden in diesem Jahr, Platz machen für Hamilton, wenn es dessen Weg zum fünften Titel diente. Das Team will alles versuchen, dass Bottas endlich den vierten Sieg seiner Karriere feiern kann, den dritten hatte er 2017 im Finale von Abu Dhabi eingefahren. Auch Hamilton weiß, was er an dem Gehilfen hat, mit dem er sich tadellos versteht. Dass er ihm den Sieg überlässt, wenn es geht, ist mehr als vorstellbar.

GIBT ES EIN NACHSPIEL VON BRASILIEN?

Max Verstappen ist noch immer stinkig. Den Crash mit Esteban Ocon, der ihm vor zwei Wochen in Sao Paulo den Sieg gekostet hatte, hat er nicht vergessen. Freunde auf der Rennstrecke dürften der 22 Jahre alte Franzose Ocon und der 21 Jahre alte Niederländer Verstappen nicht mehr werden. Dass sie beim Start nur drei Plätze voneinander entfernt stehen - Verstappen auf Position sechs und Ocon im Wagen von Racing Point Force India auf Rang neun - verleiht der Anfangsphase weiteren Reiz.

ABSCHIED I

Ob er für immer geht, darf man zumindest bezweifeln. Beim Adios von Fernando Alonso dürfte es aber emotional zugehen. Nach 311 Rennen wird Schluss sein. 2001 stieg er in die Motorsport-Königsklasse ein, wurde 2005 und 2006 Weltmeister. Zu Ehren seiner Heimat hat er die Farben Spaniens und Asturiens - Alonso stammt aus Oviedo - auf dem Auto, dem Rennanzug und auf dem Helm. Die McLaren-Mannschaft will für ihn Spalier stehen. Das Rennen wird im Museum des 32-maligen Grand-Prix-Gewinners in seiner Heimatstadt übertragen.

ABSCHIED II

Für Daniel Ricciardo wird es das 150. Rennen in der Formel 1 und sein 100. für Red Bull. Der Australier, der unter anderem für sein Grinsen berühmten ist, fährt zum letzten Mal für den österreichischen Rennstall. Für den 29-Jährigen, der im kommenden Jahr bei Renault an der Seite von Nico Hülkenberg fahren wird, war es bisher eine Saison zum Vergessen. Mit einer Ausnahme: Ricciardo gewann den Klassiker in Monaco. Keiner fiel aber öfter aus als er, achtmal erreichte Ricciardo nicht das Ziel. Sein Jubiläums- und Abschiedsrennen will er nun erst recht mit einem Podestplatz beenden.

ABSCHIED III

Ciao Ferrari sagt Kimi Räikkönen. Große Emotionen sind von dem Finnen nicht wirklich zu erwarten. Traurig sei er nicht, dazu gebe es keinen Grund, sagte er bereits. Sie blieben Freunde. Seit einschließlich 2014 fährt er für die Scuderia. Mit 39 wechselt er zurück zu seinem Debüt-Rennstall Sauber. Noch immer ist Räikkönen der letzte Fahrer-Weltmeister der Scuderia (2007).

DIE KULISSE

Bauten wie die riesige Ferrari-World direkt neben der Strecke oder das bunt beleuchtete Nobelhotel in Wal-Optik bilden immer wieder eine beeindruckende Kulisse. Hinzu kommen die sündhaft teuren Jachten im Hafen. Und die Tatsache, dass das Rennen als einziges im gesamten Kalender in den Sonnenuntergang fährt. Gestartet wird um 17.10 Uhr Ortszeit noch bei Tageslicht. Wenn die Fahrer dann ins ziel kommen und es Dunkel wird, übernehmen die Flutlichter.

dpa

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