Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Sportmix Das Spektakel der Superlative
Sportbuzzer Sportmix Das Spektakel der Superlative
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:50 05.02.2017
New-England-Patriots-Quarterback Tom Brady. Quelle: dpa
Anzeige
Houston

Zuletzt wurde 2004 in Houston der Super Bowl ausgetragen – jetzt das Comeback. Der 51. Super Bowl wird wieder das größte Einzelsportereignis der Welt werden. Hier die Superlative:

Wie viele Zuschauer sitzen vor den TV-Geräten?

Allein in den USA haben im vergangenen Jahr 111,9 Millionen Menschen zum Super Bowl eingeschaltet. Das sind 72 Prozent aller US-Haushalte mit einem Fernsehgerät. Auch in diesem Jahr wird wieder eine ähnlich hohe Quote erwartet. Weltweit sollen es sogar wieder mehr als 800 Millionen TV-Zuschauer werden. Zum Vergleich: Das Champions-League-Endspiel 2015 in Berlin zwischen dem FC Barcelona und Juventus Turin verfolgten weltweit rund 380 Millionen Fußballfans. Längst hat auch die US-Werbeindustrie erkannt, wie lukrativ der Super Bowl ist. Ein 30-Sekunden-Spot auf dem US-Sender Fox kostet in diesem Jahr 4,6 Millionen Euro. Auch hier lohnt ein Vergleich: Beim Champions-League-Finale 2013 in London zwischen Bayern München und Borussia Dortmund verlangte der übertragende Sender Sky zwischen 23 000 und 38 000 Euro – je nach Sendezeit.

Wie groß ist der Boom in Deutschland?

Deutschland ist im American-Football-Fieber – und Sat.1 rechnet am Sonntag (22.55 Uhr) mit einem Quotenrekord. „Wir glauben, dass wir die Zwei-Millionen-Marke knacken werden“, sagt Zeljko Karajica, Geschäftsführer der ProSiebenSat.1-Tochterfirma 7Sports. Mit einem putzigen Sendekonzept und kauzigen Moderatoren lockt „ranNFL“ Woche für Woche mehr Zuschauer vor die TV-Geräte. Und auch die deutschen Klubs profitieren: Die Mitgliederzahlen des American Football Verbands Deutschland haben sich seit 2007 fast verdoppelt. „Offensichtlich hat die Jugend gemerkt, was für eine spannende Sportart das ist“, sagt Verbandssprecher Christian Piwarz. Das allgemeine Interesse an der höchsten deutschen Spielklasse, der German Football League, ist hingegen bescheiden. Der Großteil guckt sich dann doch lieber das US-Original im TV an.

Wer ist der Favorit?

Für besonders abergläubische Fans ist der Super Bowl bereits vor dem Kick-off entschieden. Die Atlanta Falcons haben sich bei der Trikotwahl für ihre roten Heim-Jerseys entschieden. Elf der vergangenen zwölf Gewinner haben jedoch in weißen Trikots gespielt – und die werden am Sonntag (22.55 Uhr, Sat.1) von den New England Patriots getragen. Ohnehin gelten die Patriots um Quarterback Tom Brady (Bild rechts, vier Super-Bowl-Titel) bei den Buchmachern als leichte Favoriten. Sie haben den vielleicht besten Spielgestalter der Liga (Brady), eine herausragende Defensive – und mit Bill Belichick einen der erfolgreichsten Trainer der Geschichte. Aber: Die Falcons haben bislang eine fantastische Saison gespielt und verfügen über die wohl stärkste Offensive der Liga. „Dieses Team hat den richtigen Mix“, sagt Falcons-Spielgestalter Matt Ryan, der zum ersten Mal im Super Bowl steht. „Wir müssen unseren Job jetzt erledigen.“

Was geht durch die Kehlen?

Für die US-Nahrungsmittelindustrie ist der Super- Bowl-Sonntag der zweitwichtigste Tag im Jahr, nach Thanksgiving. Laut Angaben des Branchenverbands National Chicken Council essen die Amerikaner während des Spiels 1 330 000 000 – in Worten: eine Milliarde und dreihundertdreißig Millionen! – Hühnerflügel. Dazu kommen 5080 Tonnen Kartoffelchips, 3700 Tonnen Tortilla-Chips, 1700 Tonnen Popcorn, 1360 Tonnen Nüsse und 120 Millionen Liter Bier, wie das Magazin „Forbes“ schreibt. Außerdem werden 95 000 Tonnen Avocados zu Guacamole verarbeitet. Und: Die Pizza-Bringdienste machen am Sonntag ein Drittel ihres Jahresumsatzes. So viel Fast Food und Alkohol schlägt jedoch derart auf den Magen, dass sich am Montag nach dem Super Bowl jedes Jahr rund 16 Millionen US-Amerikaner krankschreiben lassen, was die US-Firmen mehr als 1,5 Milliarden Euro kostet.

Was gibt es zu gewinnen?

Der Super Bowl steigt in diesem Jahr im NRG Stadium in Houston (71 500 Plätze). Die billigsten Tickets kosten knapp 900 Dollar, für Logenplätze werden sechsstellige Euro-Beträge fällig. Dazu kommen astronomische Bier- und Popcorntütenpreise von jeweils mehr als 10 Euro. Apropos Geld: Jeder Footballprofi der siegreichen Mannschaft erhält eine Prämie in Höhe von 100 000 Dollar, für die Verlierer springen immerhin noch 50 000 Dollar pro Spieler heraus. Außerdem bezahlt die National Football League (NFL) dem Siegerteam 150 Super-Bowl-Ringe aus Gold und Diamanten (siehe Bild oben, der Super-Bowl-Ring der New England Patriots von 2004). Und natürlich gibt es wie in jedem Sport auch eine Trophäe zu gewinnen, in diesem Fall die Vince Lombardi Trophy aus Sterling-Silber, benannt nach dem Trainer, der 1967 mit Green Bay den ersten Super Bowl gewann.

Wer tritt in der Halbzeitshow auf?

Tut sie es? Oder tut sie es nicht? Die bunte Welt der Unterhaltung rätselt, wie weit Lady Gaga in ihrer Halbzeitshow beim Super Bowl gehen wird. Wagt sie ein politisches Statement gegen US-Präsident Donald Trump? „Ich wäre baff, wenn sie es nicht macht“, sagt Larry Hackett, ehemaliger Chefredakteur des „People“-Magazins. „Auf dieser Bühne wäre es schlecht für ihre Karriere, wenn sie es nicht tun würde.“ Im Wahlkampf hatte Lady Gaga Hillary Clinton offen unterstützt und sich zuletzt auch beim Protest vor Trumps Wolkenkratzer in New York gezeigt. Ihre Botschaft werde eine der Liebe sein, der Freundlichkeit und der Begeisterung, sagte die Musikerin am Donnerstag. Welche Songs sie singen und wie oft sie das Kostüm wechseln wird, wollte sie noch nicht verraten. Im vergangenen Jahr hatte Lady Gaga bereits die Nationalhymne vor dem Spiel gesungen – das übernimmt diesmal Luke Bryan.

Von RND/Patrick Hoffmann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das Stimmungstief über Dortmund hat sich vorerst verzogen. Vom Sieg über Leipzig dürfte vor allem der zuletzt kritisierte Trainer Tuchel profitieren. Für den Aufsteiger aus Sachsen war es die dritte Auswärtsniederlage in Serie. Dennoch herrscht weiterhin prima Klima.

05.02.2017

Das dünne 1:1 gegen Schalke vergrößert den Bayern-Vorsprung auf Leipzig. Aber das Spiel liefert Alarmsignale. Die Hardware ist da, aber Ancelottis Software ist zu selten kompatibel. Und Schalke? Feiert einen Debütanten und schöpft Mut "im wichtigen Februar".

05.02.2017

Mehr als 1600 Gäste waren beim "Ball des Sports". Doch einer von ihnen wurde besonders gefeiert. Der Abend verriet viel darüber, wie sehr sich die Wahrnehmung von Boris Becker in Deutschland wieder verändert hat.

05.02.2017
Anzeige