Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Sportmix Darts-Dominator: "Alles außer WM-Titel ein Desaster"
Sportbuzzer Sportmix Darts-Dominator: "Alles außer WM-Titel ein Desaster"
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:04 28.12.2016
Der Niederländer Michael van Gerwen hat bei der Darts-WM das Achtelfinale erreicht. Quelle: Angelika Warmuth
Anzeige
London

Der Stachel sitzt noch immer tief, wenn Michael van Gerwen ein Jahr zurückdenkt. Dominator, Weltranglistenerster   und Dauersieger - aber wieder nicht Darts-Weltmeister.

"Ich würde alle Titel des gesamten Jahres gegen den WM-Sieg tauschen", sagte der  Niederländer zu seinem Scheitern bei den vergangenen Titelkämpfen im Londoner Alexandra Palace. Bei der derzeit laufenden WM sind die Vorzeichen ähnlich: Der 27-Jährige aus Boxtel gilt als turmhoher  Favorit - und weiß das auch selbst. "Ich erwarte von mir selbst den Titel, alles andere wäre für mich ein Desaster", sagte van Gerwen.

"Mighty Mike" hat sich zum absoluten Superstar der Szene entwickelt.  Der gelernte Fliesenleger bestreitet jedes Turnier als Topkandidat auf den Titel und hat mittlerweile selbst den Anspruch, sich mit den  größten Legenden aller Zeiten zu vergleichen. "Phil Taylor ist der Größte, aber ich bin der Beste", merkte van Gerwen mit Blick auf den Rekord-Champion aus England jüngst an. Seine Begründung ist simpel: "Ich habe seine Rekorde für den besten Schnitt und die meisten Turniersiege gebrochen. Ich breche diese Rekorde nicht, weil ich ein schlechterer Spieler als er bin. Ich denke, ich schaffe das, weil ich ein besserer Spieler bin. Die Zeiten haben sich geändert."

Im "Ally Pally" kann es Neujahr zum Showdown zwischen van Gerwen und Taylor kommen. Dann würden der derzeit beste und der erfolgreichste Darts-Spieler in einem möglichen Halbfinale aufeinandertreffen. Selbst der 56 Jahre alte Taylor erkennt aber an, dass van Gerwen ihm sportlich den Rang abgelaufen hat. Er sagt sogar: "Mike ist der  Beste. So gut hat noch nie jemand Darts gespielt." Also auch nicht er selbst bei seinen insgesamt 14 PDC-Weltmeistertiteln.

Für den Niederländer aus der Provinz Nordbrabant ist Darts zu einem "Weltphänomen" geworden. Van Gerwen spielte einst Fußball, doch nicht sehr erfolgreich. Dann wechselte er zum Darts, gewann seinen ersten Pokal und wurde immer fanatischer. "Die WM wird weltweit immer größer und größer, also möchte ich zeigen, dass ich besser spielen kann als jemals zuvor", sagt er, im Fußball ein großer Fan des PSV Eindhoven. 

Dass er zum Siegen verdammt ist? Kümmert van Gerwen herzlich wenig. "Der ganze Druck wird auf meinen Schultern lasten, doch wen interessiert das schon? Ich spiele nun bereits seit vier Jahren mit größtem Druck." Nach seinem sensationellen Achtelfinal-Aus 2016 gegen Landsmann Raymond van Barneveld hat er seine Vorbereitung noch einmal intensiviert: "Letztes Jahr habe ich Urlaub gemacht, dieses Jahr habe ich sehr hart trainiert."

Auch die deutschen Vorzeigespieler sehen den markanten Dominator als klare Nummer eins der Darts-Szene. "Sein Wille, sein Fleiß und dass er einfach dartsverrückt ist", erklärte Dragutin Horvat auf die Frage, was van Gerwen auszeichne. "Der spielt einfach 24 Stunden am Tag", fügte der 40-Jährige aus Kassel an. 

Deutschlands Nummer eins Max Hopp, der von dem Weltranglistenersten selbst regelmäßig gelobt wird, sieht die Vormachtstellung deutlich zementiert: "Er ist haushoher Favorit. Wenn er so spielt wie im gesamten Jahr 2016, kann ihn keiner aufhalten." So sieht es auch van Gerwen, der ein Duell mit Doppel-Weltmeister Gary Anderson herbeisehnt: "Ich würde liebend gerne gegen Gary spielen, denn es ist Zeit, etwas zurückzuzahlen", bekundete der Branchenprimus.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Pal Dardai ist in knapp zwei Jahren zu einem Berliner Promi aufgestiegen. Doch der Ungar sieht sich bei Hertha BSC vor allem als Teamplayer. Auf einem Ratgeber hört der Berliner Trainer besonders.

28.12.2016

Die Dallas Mavericks verlieren in heimischer Arena mit 107:123 gegen die Houston Rockets. NBA-Star Dirk Nowitzki kam auf sieben Punkte in 14 Minuten. Rockets-Ass James Harden ärgerte sich über die Spielweise des Nowitzki-Teams.

28.12.2016

Selten war der Favoritenkreis für den Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee so groß wie bei der 65. Auflage. Spannung ist also garantiert, wenn es ab Freitag in Oberstdorf wieder heißt: Springer kommt.

28.12.2016
Anzeige