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Windberg-Lauf erlebt gute Resonanz

Leichtathletik Windberg-Lauf erlebt gute Resonanz

Beim traditionsreichen Crosslauf „Rund um den Windberg“ fanden sich am vergangenen Sonntag fast 600 Läuferinnen und Läufer in Freital ein. In den Nachwuchsklassen gab es zahlreiche gute Leistungen. Einen Streckenrekord zu unterbieten, gelang aber allein dem neunjährigen Lennox Gyulai von der gastgebenden SG Lok Hainsberg.

Bei den Mädchen (U16-15) ging Lisa-Marie Hoffmann (SV Elbland Coswig/Meißen/Nr. 203) schon beim Start in Führung und gewann die Konkurrenz über 1500 Meter in 6:06 Minuten.

Quelle: Anja Schneider

Freital. Trotz seiner mittlerweile 67 Jahre war der Freitaler Crosslauf „Rund um den Windberg“ am Sonntag erneut ein Magnet für die Laufsportfreunde. 582 Läuferinnen und Läufer erreichten die Ziellinie – damit wurde die „magische“ 500-er-Grenze zum dritten Mal hintereinander getoppt und der siebtbeste Wert überhaupt seit 1951 erreicht. Zu verdanken ist dies in erster Linie der guten Nachwuchsarbeit in den Leichtathletik-Vereinen der Region, denn 382 Teilnehmer gehörten den Kinder- und Jugendklassen an. Aber auch der allgemeine Lauf-Boom, das angenehme Herbstwetter und die gute Organisation dürften einen Beitrag zum Erfolg der Veranstaltung geleistet haben.

In den Nachwuchsklassen gab es zahlreiche gute Leistungen, die von hochklassigen Nachwuchsathleten gehaltenen Streckenrekorde wurden mehrmals knapp verfehlt. Einen Streckenrekord zu unterbieten gelang allein dem neunjährigen Lennox Gyulai von der gastgebenden SG Lok Hainsberg. Mit 3:55 Minuten über die 1-Kilometer-Strecke konnte er die alte Bestzeit von 4:07 Minuten geradezu pulverisieren, wobei diese von keinem geringeren als Karl Bebendorf gehalten wurde, der in den letzten Jahren mit Titeln und Medaillen bei Deutschen Jugendmeisterschaften aufwarten konnte.

Erster Höhepunkt der Veranstaltung war die sonst eher unbeachtete „Kurzstrecke“ über 3 Kilometer, hatten doch hier der Deutsche 800-Meter-Vizemeister Jan Riedel und der Deutsche 1.500-Meter-Jugendmeister Jonathan Schmidt (beide Dresdner SC) gemeldet. Doch nicht die beiden machten das Rennen, sondern der weithin unbekannte Robel Tewelde. Der gebürtige Eritreer, der beim Ostsächsischen Leichtathletik-Verein Bautzen eine sportliche Heimat gefunden hat, siegte in 9:57 Minuten klar vor Schmidt (10:11) und Riedel (10:32), die nach ihrer Saisonpause erst seit kurzem wieder im Grundlagentraining stehen.

Eine neue Siegerin gab es im Frauenlauf über 6 Kilometer, hier gewann die favorisierte Ina Zscherper vom Citylaufverein Dresden in 23:49 Minuten. Eine gute Zeit, auch wenn der von Lisabeth Wagner im Jahr 2013 aufgestellte Streckenrekord von 22:22 Minuten nicht in Gefahr geriet. Rang zwei mit einer Zeit von 24:44 Minuten sicherte sich die 19-jährige Anna Kristin Fischer vom SC DHfK Leipzig, die zuvor bereits das 2-Kilometer-Rennen der weiblichen Jugend U20 für sich entschieden hatte. Auf dem dritten Platz folgte Franziska Kranich vom LSV Niesky (26:20).

Im Lauf der Männer über 8 Kilometer war der tschechische Seriensieger der letzten Jahre, Jan Kreisinger, nicht am Start, so dass auch hier der Weg für einen neuen Sieger frei war. Nach der ersten von vier Runden zogen drei Athleten mit geradezu atemberaubender Geschwindigkeit am Publikum vorbei: der Berliner Mustapha El Quartassy, dazu Robel Tewelde, der bereits die 3 Kilometer in den Beinen hatte, und Sebastian Hendel von der LG Vogtland. Doch bereits in Runde zwei hatte sich der favorisierte Vogtländer, in diesem Jahr Achtplatzierter bei der U-23-Europameisterschaft über 5000 Meter, leicht abgesetzt. Auf den folgenden beiden Runden konnte er seinen Vorsprung noch ausbauen und gewann schließlich mit einer Zeit von 26:20 Minuten und klarem Vorsprung von 25 Sekunden auf El Quartassy, in diesem Jahr immerhin Sieger der renommierten 25 Kilometer dé Berlin, sowie Tewelde (27:02). Nach der ersten 2-Kilometer-Schleife hatte der Sieger noch mit dem Streckenrekord von 25:35 Minuten geliebäugelt, dann allerdings der doch recht anspruchsvollen Strecke und seinem aktuellen Vorbereitungspensum auf die Anfang Dezember im slowakischen Šamorín stattfindende Cross-Europameisterschaft Tribut zollen müssen. Die Lokalmatadoren Marc Schulze (Citylaufverein Dresden) und Karl Bebendorf (Dresdner SC) kamen auf den Rängen vier und fünf ein.

Von Carsten Ender

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