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Wasserspringerin Maria Hartmann wieder am Start

WM der Masters Wasserspringerin Maria Hartmann wieder am Start

Für Maria Hartmann geht am Montag ein Traum in Erfüllung. Die Wasserspringerin des Dresdner SC feiert in Budapest ihre WM-Premiere – und das mit 32 Jahren. Dabei hat sie ihre leistungssportliche Karriere schon vor 15 Jahren beendet. Aber die zweifache Mama hat noch einmal Blut geleckt und springt jetzt bei den Masters.

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Maria Hartmann hat in Aachen viel Edelmetall eingeheimst.

Quelle: privat

Dresden. Für Maria Hartmann geht am Montag ein Traum in Erfüllung. Die Wasserspringerin des Dresdner SC feiert in Budapest ihre WM-Premiere – und das mit 32 Jahren. Dabei hat sie ihre leistungssportliche Karriere schon vor 15 Jahren beendet. Aber die zweifache Mama hat noch einmal Blut geleckt und springt jetzt bei den Masters. Nicht ganz unschuldig ist ihr sechsjähriger Sohn Alexander. „Er hat vor knapp zwei Jahren mit dem Wasserspringen angefangen. Dadurch bin ich wieder regelmäßig in der Sprunghalle“, erzählt Hartmann.

Es dauerte nicht lange, da fragte der langjährige Dresdner Trainer Frank Taubert, ob sie nicht bei den „Oldies“ mitmachen wolle. „Er hat mich schon länger bearbeitet“, meint sie lachend, „den letzten Anstoß gab für mich dann der zweite Platz von Nina Schubert bei der letzten Masters-EM. Da habe ich mir gesagt, wenn sie das schafft, dann bekomme ich das auch hin.“ Trotz der langen Abstinenz sei ihr die Rückkehr nicht schwergefallen. „Die Technik konnte ich relativ schnell wieder abrufen. Da haben sogar die Trainer gestaunt“, so die Dresdnerin, die einst wegen einer schwierigen Verletzung ihre Laufbahn abrupt abbrechen musste. „Ein Kahnbeinbruch zwang mich 2002 zur Pause und bedeutete 2003 das Aus“, erinnert sie sich. Damals brach eine Welt für sie zusammen. Immerhin hatte sie im Jugendbereich Titel und Medaillen bei deutschen Meisterschaften errungen und war Dritte beim internationalen Printenspringen in Aachen gewesen. „Die ersten Jahre danach war es so schlimm, dass ich die Halle nicht betreten konnte“, gibt sie zu.

Sie konzentrierte sich auf ihre Ausbildung bei der Ostsächsischen Sparkasse, bei der sie auch heute noch arbeitet, heiratete den Ex-Ruderer Paul Raschke (der ihren Namen annahm), bekam nach Sohn Alexander noch Töchterchen Anna (3 Jahre). „Ich habe viel Ausdauersport getrieben. Deshalb musste ich jetzt mehr auf Schnellkraft umstellen, aber das war nicht so schwer“, berichtet sie. Bis zu dreimal in der Woche trainierte sie seit Jahresbeginn in der Springerhalle und feierte im Juni ausgerechnet in Aachen, wo sie ihren letzten großen Wettkampf bestritten hatte, ein glanzvolles Comeback. Bei den Deutschen Masters-Meisterschaften räumte sie in ihrer Altersklasse (30 – 34) alles (1m, 3m, Turm und Kombination) ab, kehrte mit vier Goldmedaillen heim.

Bei der WM ist sie gleich viermal im Einsatz. Zum Auftakt steht heute der Wettbewerb vom Einmeterbrett auf dem Plan, es folgen Dreimeterbrett, Turm und Dreimeter-Synchron mit Nina Schubert.

Ebenfalls vom DSC sind die mehrfachen Weltmeister Erik Seibt und Alexander Gorski sowie Alexander Warg mit dabei.

Von Astrid Hofmann

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