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Sport Regional Volker Schnabel bringt die Eislöwen wieder in ruhiges Fahrwasser und holt die Eisbären nach Dresden
Sportbuzzer Sport Regional Volker Schnabel bringt die Eislöwen wieder in ruhiges Fahrwasser und holt die Eisbären nach Dresden
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22:02 09.09.2015
Volker Schnabel Quelle: Stephan Lohse

Ich habe aber gemerkt. Da ist viel Politik mit unterschiedlichen Strömungen im Spiel. Das ist anders als an anderen Eishockey-Städten", so der 56-jährige Diplom-Kaufmann, der sich keinesfalls als "Heilsbringer" sieht: "Ich bekam sehr viel Vorschusslorbeeren, das war schon zu viel des Guten. Ich kann den Standort nicht allein retten, das geht nur mit Teamarbeit. Mein Vorteil ist vielleicht, dass ich völlig unbelastet herangehen kann."

Dass jetzt ein Berg Arbeit vor ihm liegt, sieht er als Herausforderung. "Dank der Unterstützung der Stadt haben wir eine letzte Chance bekommen. Die wollen wir nutzen", so Schnabel, der als wichtigste Aufgabe die Fertigstellung der Lizenzunterlagen ansieht: "Die müssen wir bis 24. Mai abgegeben." Mit welchem Etat die Eislöwen für die kommende Saison planen, wollte der Geschäftsführer nicht verraten, er meinte nur: "Er gehört zu den drei niedrigsten in der Liga."

Fakt ist zudem, dass die Dresdner sich streng an das Sanierungskonzept halten müssen. "Ich würde den Etat natürlich gern erhöhen, dafür müssen wir aber neue Sponsoren gewinnen", weiß Schnabel, der zumindest vermelden kann, dass bislang keiner der bisherigen Unterstützer abgesprungen sei. Natürlich wünscht er sich, dass auch städtische Unternehmen den Zweitligisten noch stärker unterstützen, doch er gibt auch zu: "Das mit der Stadt ist erst einmal ausgereizt."

Was die Personalsituation angeht, sagt der Hesse: "Trainer Thomas Popiesch kennt seinen finanziellen Spielraum, in dem Rahmen kann er sich frei bewegen, da rede ich nicht rein. Die Geschäftsstelle wird nicht aufgestockt, da sind wir gut aufgestellt."Eine positive Nachricht kann Schnabel schon verkünden: "Die Verhandlungen mit den Eisbären Berlin über eine Kooperation stehen kurz vor dem Abschluss." Am 17. August soll der vielfache deutsche Meister zu einem Spiel nach Dresden kommen. Außerdem wolle man versuchen, wieder ein internationales Vorbereitungsturnier durchzuführen.

Schnabel gibt zu, durchaus erfolgshungrig zu sein. Und er hat Visionen: "Dresden ist einer von drei von der DEL bevorzugten Standorten. Wenn es denn irgendwann wieder einen sportlichen Aufstieg geben wird, sollten wir gerüstet sein. Bis dahin wird allerdings noch viel Wasser die Elbe hinunterfließen", weiß er. Jetzt muss der Zweitligist erst einmal seine Hausaufgaben machen, um in sicheres wirtschaftliches Fahrwasser zu kommen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 25.04.2014

ah

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