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Sport Regional Vetters Attacken sorgen für Kopfschütteln beim DSC
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08:16 15.08.2017
Johannes Vetter mit dem ersehnten Gold. Im Moment seines WM-Triumphs leistete er sich allerdings einen verbalen Fehltritt. Quelle: dpa
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Dresden

Johannes Vetter hat dem Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) bei der Weltmeisterschaft in London den einzigen Titel beschert. Der Jubel über den bislang größten Triumph des 24-jährigen gebürtigen Dresdners war auch in seiner Heimatstadt groß. Schließlich haben viele Insider und Fans den Werdegang des Talents auch nach seinem Wechsel von Elbflorenz nach Saarbrücken im Jahr 2014 weiter verfolgt. Dass der jetzt für Offenburg startende Athlet in der Stunde seines tollen Erfolges aber böse Giftpfeile in Richtung seines Ex-Vereines DSC und seiner beiden früheren Trainer Katharina Wünsche und Steffen Krüger losschickte, fand in der alten Heimat natürlich nicht unbedingt Beifall.

Trainerin Katharina Wünsche, die übrigens mit Lars Hamann einen 86-Meter-Werfer betreut, der als vierter Deutscher ebenfalls die WM-Norm in der Tasche hatte, zeigte sich vor allem enttäuscht und tief getroffen (DNN berichtete). Inzwischen äußerten sich nun auch andere Verantwortliche vom DSC. Präsident Wolfgang Söllner betonte: „Zunächst freuen wir uns natürlich, dass ein Dresdner Speerwerfer, der bei uns das Handwerk gelernt hat, Weltmeister geworden ist. Dazu gratulieren wir ihm ganz herzlich. Dass er in diesem Zuge deutliche Kritik dem DSC gegenüber äußert, sehe ich erst einmal gelassen“, wollte Söllner den frischgebackenen Weltmeister keinesfalls angreifen. Ihm tue es allerdings für die beiden Trainer leid, die ja viel Herzblut und Engagement in die Ausbildung und Entwicklung des damaligen Nachwuchswerfers gesteckt haben. „Vor allem Katharina Wünsche hat sich als ehrenamtliche Trainerin sehr für ihn eingesetzt und Kraft investiert“, betont der Präsident. Deshalb hofft er möglichst bald auf ein persönliches Gespräch mit Vetter, der ja noch ab und zu in der heimatlichen Halle trainiert. „Ich würde gern seine Beweggründe erfahren. Natürlich sind wir als Verein nicht frei von Fehlern“, räumt er ein, „deshalb sind wir für Hinweise und Anregungen jederzeit dankbar.“ Allerdings verhehlt er auch nicht, dass es für ihn logisch sei, dass die Arbeit eines Bundestrainers mit einem Athleten auch Früchte trage.

Stefan Poser, Cheftrainer der DSC-Leichtathleten, hat selbst schon Erfahrungen mit dem Wechsel von Athleten erlebt und erinnert sich: „So etwas kenne ich nicht. Die haben sich damals anders verhalten und haben nie vergessen, wo sie herkommen und wo die Grundlagen gelegt wurden.“ Mehr möchte er dazu nicht sagen, da er zum Zeitpunkt des Wechsels von Vetter beim DSC noch nicht im Amt war. Aber so wie er denken auch die meisten anderen Trainer, dass es eine Frage des Anstandes und Charakters ist, wie man mit dieser Problematik umgeht.

Dass die Arbeit gerade von Wünsche und Krüger, der längst Rentner ist und derzeit gerade seinen Urlaub genießt, nicht so schlecht sein kann, zeigt übrigens auch ein weiterer Rohdiamant: Die 19-jährige Lisa Weißbach ist deutsche U20-Meisterin im Speerwerfen geworden und nahm zudem auch an der U20-EM teil.

Beim Köstritzer Werfertag am 25. August führt Vetter das Speerwerfer-Feld an. Der Weltjahresbeste will in Bad Köstritz den Meetingrekord brechen, wie die Veranstalter gestern in der ostthüringischen Stadt mitteilten. Den hält seit nunmehr vier Jahren mit 89,03 Meter der Finne Tero Pitkämäki. Vetter, der am Sonnabend in London mit 89,89 Meter seinen ersten internationalen Titel geholt hatte, warf in diesem Jahr mit 94,44 Meter deutschen Rekord. Daneben hat auch der WM-Dritte Petr Frydrych aus Tschechien seinen Start zugesagt.

Von Astrid Hofmann

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