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Sport Regional VC Dresden startet mit Sorgen in die Saison
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21:06 12.09.2018
Der VC Dresden startet am Wochenende in die neue Saison. Quelle: Steffen Manig
Dresden

Mit dem brisanten Sachsenderby bei Zweitliga-Absteiger Delitzsch starten die Volleyballer des VC Dresden an diesem Wochenende in die neue Drittliga-Saison. Sven Dörendahl, Sportdirektor und seit fünf Monaten auch Vereinsvorsitzender, sieht im Auftaktgegner zugleich den haushohen Favoriten. „Delitzsch hat sich personell kaum verändert, wird den sofortigen Wiederaufstieg anstreben“, ist er überzeugt. Für den Vorjahresdritten aus Elbflorenz sei auch in diesem Jahr der Aufstieg kein Thema. „Mittelfristig wollen wir das schon und sportlich mache ich mir da keine großen Sorgen, doch wirtschaftlich ist die Lage prekär. Da kämpfen wir derzeit ums Überleben“, redet der 45-Jährige Klartext.

Dabei geht es dem einstigen Profi nicht allein um die erste Mannschaft, sondern um den Verein insgesamt, der erst in diesem Frühjahr bei den deutschen Jugendmeisterschaften mit Silber (U18) und zweimal Bronze (U14 u. U16) seine exzellente Nachwuchsarbeit unter Beweis stellte. „Da bekommen wir überall Schulterklopfen. Um aber unseren Talenten eine Perspektive zu geben, sie bei uns zu halten, brauchen wir die nötigen finanziellen Mittel“, betont er, sonst könne man das Niveau in der Jugendarbeit auf Dauer nicht halten. So seien leider in den letzten Jahren einige Sponsoren abgesprungen und man habe drei Jahre lang ein Minus eingefahren. „Diesen Trend müssen wir stoppen“, so Dörendahl, der dabei keineswegs von Sponsoren träumt, die einen sechsstelligen Betrag rüberreichen. Mit vielen kleinen Projekten wolle man mehr Aufmerksamkeit und damit den einen oder anderen Unterstützer gewinnen. „Wir suchen zum Beispiel Ausbildungspartner für unsere Spieler oder auch Spieltagspresentatoren“, zählt Dörendahl auf.

Für die Drittliga-Mannschaft kalkuliert der VC mit einem Mini-Budget von kaum 20 000 Euro, für den Gesamtverein braucht man etwas über 100 000 Euro im Jahr. „Sponsoren machen dabei den geringsten Anteil bisher aus. Wir finanzieren uns hauptsächlich über Mitgliedsbeiträge und Fördergelder“, betont Dörendahl, der sich mit seinem neuen Vorstand und vielen Helfern aus dem Eltern- und Freizeitbereich in die Arbeit gestürzt hat, deshalb sich aber weniger um die sportlichen Belange kümmern kann. „Zum Glück habe ich Trainer, auf die ich mich verlassen kann“, weiß Dörendahl, der hinsichtlich der Drittliga-Saison zuversichtlich ist: „Wir haben mit Niklas Peisl einen erfahrenen Trainer und eine Mannschaft mit einer guten Mischung aus älteren Spielern und jungen Wilden.“

Peisl übernahm den Job von Marco Donat, der übrigens jetzt Trainer beim Zweitligisten Eltmann ist. Mit Christian Heymann kehrte ein erfahrener Spieler zurück und mit dem neuen DSC-Bundesstützpunkttrainer Andreas Renneberg heuerte ein ganz routinierter Zuspieler an. „Natürlich geht bei ihm die Arbeit mit dem VCO in jeder Hinsicht vor, doch sobald es seine Zeit erlaubt, wird er uns zur Verfügung stehen. Schon jetzt bringt Andreas viel positive Energie bei uns rein“, freut sich der Sportdirektor, der trotz aller Sorgen klar stellt: „Die Saison ist auf jeden Fall wirtschaftlich gesichert, doch wir müssen ja darüber hinaus an die Zukunft denken.“

Von Astrid Hofmann

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