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Sport Regional Trainerin Anett Pötzsch wechselt nach Mannheim
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10:04 06.07.2017
Von Dresden nach Mannheim: Eiskunstlauf-Trainerin Anett Pötzsch. Quelle: imago/Sven Simon
Dresden

Das ist bitter. Die Dresdner Eiskunstlauf-Szene verliert Stützpunkttrainerin Anett Pötzsch. Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit hat die Olympiasiegerin, zweimalige Weltmeisterin und viermalige Europameisterin in dieser Woche bereits ihre neue Tätigkeit als Trainerin am Bundesstützpunkt in Mannheim aufgenommen.

Der Wechsel der 56-jährigen gebürtigen Chemnitzerin, die seit 2009 in der sächsischen Landeshauptstadt arbeitete, kommt einigermaßen überraschend. Zudem folgt ihr das derzeit größte Dresdner Talent Lea Johanna Dastich. Die 17-Jährige ist deutsche Vizemeisterin und erkämpfte unter Leitung von Anett Pötzsch im März einen sehr guten achten Platz bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Taipeh.

„Für mich sind es in erster Linie private Gründe. Es ist noch einmal ein richtiger Neuanfang mit allem Drum und Dran“, erklärte Anett Pötzsch gestern gegenüber DNN. Sie sei noch einmal bereit für eine neue Herausforderung. „Dass Lea den Weg mitgeht, ist schön, aber ich habe sie keinesfalls dazu gedrängt. Es war absolut ihre eigene Entscheidung und die ihrer Eltern“, betont Anett Pötzsch, die zudem auch zugibt: „Natürlich ist da bei mir auch ein weinendes Auge dabei, wenn ich an jene Sportler denke, die ich zurücklasse. Aber ich nehme viele schöne Erinnerungen an sie mit.“

An ihrer neuen Wirkungsstätte trifft die Olympiasiegerin übrigens gleich auf einen guten „alten Bekannten“, denn Stützpunktleiter in Mannheim ist der ehemalige Erfurter Eiskunstläufer und WM-Bronzemedaillengewinner Stefan Lindemann. Ihrem Verein in Dresden wird Lea Johanna Dastich aber auf jeden Fall erhalten bleiben. Das bestätigt auch Vater Ingo Dastich, die mehrere Jahre Vereinsvorsitzender war und seit Mai als Schatzmeister des DEC fungiert. „Es ist Leas Heimatverein, an dem sie sehr hängt und es gibt auch keinen Grund für einen Wechsel“, so der Papa.

Doch Ingo Dastich gesteht: „Es kam auch für uns alles sehr plötzlich. Doch Anett Pötzsch hat ausschließlich private Gründe und das muss man natürlich akzeptieren. Dann hat Lea überlegt, was ihr am wichtigsten ist. Und das ist schon der Eiskunstlauf. Wenn man diesen Sport auf hohem Niveau weiter betreiben will, geht das nur mit einem Trainer, dem man vertraut und mit dem es passt. Zum Glück gibt es in Mannheim auch eine Eliteschule des Sports, die wir uns im April angesehen haben. Lea hat die zehnte Klasse am Sportgymnasium in Dresden abgeschlossen und wird auch in Mannheim ihr Abitur in drei Jahren machen können“, erläutert er.

Anett Pötzsch und Lea Dastich haben für die kommende Saison wieder große Ziele ins Auge gefasst. „Sie wird wieder um einen Startplatz für die JWM laufen und nachdem sie im vergangenen Jahr einen weiteren Leistungssprung gemacht hat, werden wir auch den Kampf um das einzige Olympia-Ticket aufnehmen. Ich denke, ganz chancenlos ist sie dabei nicht“, glaubt Anett Pötzsch.

Von Astrid Hofmann

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