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Sportbuzzer Sport Regional Titans wollen den Kern der Mannschaft halten
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08:11 20.03.2018
Die Dresdner Spieler sind nach der 70:73-Niederlage gegen Schalke 04 enttäuscht. Quelle: Steffen Manig
Dresden

Nach dem Scheitern im Play-off-Achtelfinale gegen Schalke 04 ist man bei den Dresden Titans dabei, eine Pro-B-Saison zu analysieren, in der nicht alle Träume reiften. Der Pro-A-Absteiger erreichte zwar sein Minimalziel – den Einzug in die Aufstiegsspiele –, doch als Siebenter der Hauptrunde tat man sich schwerer als erhofft. Letztlich verlor man auch gegen die Gelsenkirchener, Zweiter der Nordstaffel, glatt in zwei Spielen. So war die Spielzeit mit dem 70:73 am Sonntag zu Hause gegen „S04“ für die Mannschaft von Trainer Nenad Josipovic schon gelaufen, die Enttäuschung groß. „Nach meinem Geschmack ist es viel zu früh, eine Saison im März zu beenden“, gab Kapitän Janek Schmidkunz unumwunden zu.

„Das ist ein Ende, das wir uns so nicht gewünscht haben“, gestand auch der neue Geschäftsführer Jörn Müller, der im Herbst den als Nachwuchstrainer nach Gotha gewechselten Peter Krautwald abgelöst hatte. Für ihn ist im Hinblick auf die kommende Saison klar, „dass wir ganz zeitig mit der Kaderplanung anfangen müssen“. Er räumte ein, dass der Wechsel in der Geschäftsführung mitten in der Saison alles andere als optimal war: „Da ist das Recruiting nicht so gelaufen, wie es hätte laufen können. Das hat man anhand der vielen Wechsel in der Saison gesehen.“ Er strebe an, möglichst schnell einen Kader aufzustellen – „mit vielen deutschen Spielern, die auch jetzt da sind. Wir wollen sie weiter halten und rundherum eine Mannschaft aufbauen“.

Laufende Verträge haben nur noch Leitwolf Schmidkunz und Helge Baues, „wir sind aber mit allen Spielern im Gespräch. Die Gespräche sehen positiv aus, aber es sind noch keine weiteren Abschlüsse zu vermelden“, erklärte Müller. Er habe auch schon Kontakte zu neuen ausländischen Spielern geknüpft und Gespräche geführt, „aber auch mit weiteren deutschen Spielern, die nächste Saison unsere Mannschaft ergänzen könnten“. Sicher wird der Kader etwas größer sein als zuletzt, „damit wir im Training nicht immer nur fünf gegen fünf spielen können, ein Spieler auch mal einen Tag Pause bekommen kann“, wie sich Schmidkunz wünscht. Der Berliner musste auch mehr Spielzeit verkraften, als ihm manchmal lieb war. Ein Zustand, der auf Dauer nicht zu halten ist. Die Zusammenarbeit mit Josipovic wird der Verein indes wohl fortsetzen: „Der Vertrag des Trainers ist nicht befristet“, erklärte Müller.

Erfreulich an der sportlich durchwachsenen Saison war für Müller, „dass wir mehr Zuschauerzuspruch hatten“. Gerade angesichts der schwankenden Leistungen der Mannschaft sei das bemerkenswert, „ein positives Zeichen“. Die Mannschaft habe attraktiven Basketball gespielt, wenngleich auch nicht sehr offensiv, „aber die Spieler haben gekämpft und die Stimmung in der Halle war gut“. Außerdem habe die Marketing-Abteilung in den letzten Monaten sehr ordentlich gearbeitet.

Positiv aus Sicht des Vereins sei auch die Entwicklung im Nachwuchs gewesen. Müller betonte: „Nicht nur dass die U16 die Klasse gehalten hat, damit wir auch nächstes Jahr wieder Jugend-Bundesliga spielen – wir werden auch in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga, der U19, in die Qualifikationsrunde gehen. Das sind die zwei Dinge, die unbedingt erforderlich sind, um leistungsorientierter Stützpunkt zu sein und um aus den eigenen Reihen Leute für die Pro B hochzuziehen. Das muss ganz klar das Ziel sein. Momentan spielt kein einziger Dresdner in der Mannschaft. Das gefällt mir überhaupt nicht.“ Ein Nachwuchsspieler aus dem Landesliga-Team werde definitiv zum Trainingskader gehören. Den Namen verriet Müller aber noch nicht.

Von Jochen Leimert

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