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Sport Regional Titans kommen nach einem Stotterstart doch noch ins Rollen
Sportbuzzer Sport Regional Titans kommen nach einem Stotterstart doch noch ins Rollen
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23:42 09.09.2015
Kevin Butler von den Dresden Titans setzt zum Korbleger an, Rouven Roessler aus Karlsruhe und Butlers Mitspieler Guy Aud schauen ihm zu. Quelle: M. Rietschel
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Anfangs taten sich die Gastgeber jedoch schwer mit dem erhöhten Erwartungsdruck. Die Karlsruher punkteten sicher, während die Dresdner überhastet abschlossen und schlecht trafen. "Das war die Aufregung", mutmaßte Aufbauspieler Guy Aud, der anders als sonst schon am Abend vor dem Spiel ein Kribbeln verspürt hatte. "Es war sehr warm in der Halle und eine spezielle Atmosphäre", meinte der Deutsch-Israeli. Offenbar ging es seinen Kollegen ähnlich, denn sie machten ungewöhnlich viele Fehler. So führten die Badener zum Ende des ersten Viertels verdient mit 21:18. "Wir sind schlecht gestartet. Einige Spieler waren sichtlich nervös. Da merkt man dann doch, dass bei den Playoffs ein anderer Spirit herrscht", resümierte Krzywinski später. Er konnte aber schnell durchatmen, "denn ab dem zweiten Viertel war es das, was wir uns spielerisch vorgestellt hatten".

Zu Beginn dieses Abschnitts glich Aud sofort mit einem "Dreier" zum 21:21 aus, danach brachte der an diesem Tag erneut sehr starke Kevin Butler die Gastgeber erstmals mit 23:21 in Front. Und die Führung gaben die Sachsen im restlichen Spielverlauf auch nicht mehr ab. Zu individuell stark und zu geschlossen als Team trat die Mannschaft nun auf. "Wir haben den Ball gut laufen lassen und schnell gespielt", sagte Kapitän Philipp Lieser. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison punkteten vier "Titanen" zweistellig, bei den Gästen gelang das nur zwei Spielern. Sie stellten mit dem Australier Paul Brotherson immerhin den erfolgreichsten Werfer (24 Punkte).

Das war den Titans freilich ziemlich egal, denn sie haben nun gute Chancen auf das Erreichen der nächsten Runde. "Es war ein Auftakt nach Maß, wenn man die ersten drei Minuten weglässt. Schon nach dem ersten Viertel hatte man das Gefühl, heute geht was", freute sich Präsident Falk Thümmrich. Er glaubt, "dass wir im Rückspiel am 21. März nicht chancenlos sind". Das sieht auch der Coach so, denn die nach dem Abstieg aus der Pro A in eine kleinere Halle umgezogenen Karlsruher können nicht unbedingt auf einen Hexenkessel hoffen: "Wir wissen, dass es keine Halle ist, wo man Angst vor den gegnerischen Fans haben muss", so Krzywinski.

Sollten die Playoffs bis zuletzt so gut wie am gestrigen Sonntag laufen, hält sich der Verein alle Optionen offen: "Wir haben entschieden, dass wir den Lizenzantrag für Pro A und Pro B stellen", informierte Thümmrich die Fans.

Punktbeste Dresdner Werfer: Butler, Smith je 17, Aud 15, Lieser 14, Tyrna 9.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.03.2015

Jochen Leimert

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