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TU-Schachspieler hängen Favorit Hockenheim im Rathaus ab

Schach TU-Schachspieler hängen Favorit Hockenheim im Rathaus ab

Erfolgreich spielte der USV TU Dresden am Wochenende in der Schachbundesliga, bei der Heimspiele erstmals im Dresdner Rathaus ausgetragen wurden. In der Doppelrunde holte TU drei Punkte: Überraschend besiegten die Dresdner am Sonnabend den letztjährigen Vizemeister SV Hockenheim mit 4,5:3,5.

Erfolgreich spielte der USV TU Dresden am Wochenende in der Schachbundesliga

Quelle: Steffen Manig

Dresden. Erfolgreich spielte der USV TU Dresden am Wochenende in der Schachbundesliga, bei der Heimspiele erstmals im Dresdner Rathaus ausgetragen wurden. In der Doppelrunde holte TU drei Punkte: Überraschend besiegten die Dresdner am Sonnabend den letztjährigen Vizemeister SV Hockenheim mit 4,5:3,5, am Sonntag musste man sich gegen den hessischen Aufsteiger SV Hofheim mit einem glücklichen 4:4 begnügen. Die Ergebnisse des parallel spielenden Reisepartners SF Berlin, 5,5:2,5 gegen Hofheim am Sonnabend und 2:6 am Sonntag gegen Hockenheim, lagen dagegen eher im erwarteten Bereich.

Die Dresdner traten in starker Aufstellung mit fünf Großmeistern aus der Ukraine, Ungarn und Polen an. Gegen die komplett mit acht Großmeistern angetretenen Hockenheimer war man besonders durch die Elo-Nachteile an den drei hinteren Brettern mit den einheimischen Spielern Roven Vogel, Jens-Uwe Maiwald und Hans Möhn dennoch leichter Außenseiter. Doch schon Ex-U16-Weltmeister Roven Vogel machte mit dem Remis gegen Ex-Nationalspieler David Baramidze den Auftakt für eine starke Vorstellung der Elbstädter.

Nach weiteren Remisen von Liviu-Dieter Nisipeanu und Spitzenbrett Pawel Eljanow gerieten die Dresdner durch eine Niederlage von Grzegorz Gajewski zwar 1,5:2,5 in Rückstand. Doch gerade Jens-Uwe Maiwald gelang in einer starken Angriffspartie der Ausgleich, Zoltan Almasi brachte nach Bauerngewinnen die Elbstädter in Führung. Den entscheidenden Punkt holte dann Mateusz Bartel, der mit Turm und Springer gegen Dame im Endspiel ein Mattnetz spinnen konnte. Die Niederlage von Hans Möhn nach sechs Stunden Kampf gegen den ehemaligen Juniorenweltmeister Arik Braun fiel so nicht mehr ins Gewicht.

In gleicher Aufstellung verlief das Spiel gegen Aufsteiger Hofheim holpriger. An den ersten zwei Brettern fuhren zwar Pawel Eljanow und Zoltan Almasi souveräne Siege ein. Doch der nun für Hofheim spielende ehemalige sächsische Landestrainer Davit Lobzhanidze verkürzte gegen Grzegorz Gajewski. Nach drei Remisen durch Liviu-Dieter Nisipeanu, Mateusz Bartel und Roven Vogel standen die Dresdner plötzlich mit dem Rücken zur Wand, da beide ausstehende Partien schlecht standen. Hans Möhn verlor tatsächlich, doch Jens-Uwe Maiwald konnte das Remis in seiner Partie und somit auch das 4:4-Unentschieden retten.

TU Dresden hat jetzt 9:7 Punkte und ist damit Achter. Erfreulich für die Dresdner ist insbesondere, dass man an guten Tagen Mannschaften wie Hockenheim schlagen kann, nachdem gegen Meister Baden-Baden ein Punktgewinn in der fünften Runde noch knapp verpasst worden war. Besonderen Anklang bei Spielern und Zuschauern fand der durch Sportstättenförderung der Stadt möglich gewordene Spielort im Rathaus, nachdem die letzten Heimkämpfe in Firmenräumen des Sponsors UKA in Meißen ausgetragen worden waren. Alle 16 parallel laufenden Partien wurden dabei live auch im Internet übertragen.

Von Tilman Barthel

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