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Sport Regional Stefan Lange gewinnt Sommerpreis beim Steherrennen in Heidenau
Sportbuzzer Sport Regional Stefan Lange gewinnt Sommerpreis beim Steherrennen in Heidenau
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09:30 26.06.2018
Der Rostocker Stefan Lange gewann den Sommerpreis der Steher. Quelle: Foto: Daniel Förster
Heidenau

Im Herbst Dritter, im Frühjahr Zweiter und nun Sieger: In Heidenau bei einem Steherrennen mitzumischen hat sich für den Rostocker Stefan Lange im zurückliegenden Dreivierteljahr immer gelohnt. Jedes Mal, wenn er in der Elbestadt im Startaufgebot stand, jubelte er nach den Läufen auf dem Podest. Nach der Rundenhatz um den Sommerpreis stieg der 29-Jährige vom Bike-Market-Team am Sonntag aufs oberste Treppchen, gemeinsam mit Schrittmacher-Ikone Peter Bäuerlein aus Nürnberg.

Nach einem Triumph im ersten Lauf über 15 km (60 Runden) und einem zweiten Platz über die spontan von den Kommissaren aufgerufene „unbekannte Distanz“ von letztlich 16,5 km (66 Runden) reichte dem Gespann im Finallauf über 120 Runden (30 km) ein dritter Rang für den Gesamterfolg. „Das war alles in allem recht sportlich“, resümiert BWL-Student Lange, der den Berliner Marcel Bartsch (24, Zehlendorfer Eichhörnchen) hinter Gerd Gessler aus Nürnberg im Gesamtklassement auf den zweiten Platz verwies und der nach eigenen Angaben gegenüber dem Frühjahrspreis in Heidenau „deutlich besser in Form“ war.

Eine Überraschung erlebte das Publikum mit dem Drittplatzierten Tom Hoffmann vom gastgebenden SSV Heidenau. Langersehnt, sahen die Zuschauer mal wieder einen Lokalmatador auf dem Treppchen. Der Steher-Neuling sorgte an der Rolle des Heidenauer Tempogebers René Kluge, mit dem er erstmals über die Betonpiste rauschte, für Furore. Nicht nur, dass der 22-Jährige den anderen Gespannen Paroli bot und gegenhielt, er gewann auch den spontan von der Jury auf 30 km (120 Runden) um 5 km verlängerten Endlauf. Er habe sich vor allem auf das Finale konzentriert und gab im letzten Viertel „ordentlich Gas“ – so viel, dass er Stefan Lange und Marcel Bartsch abhängte und bis auf seine zwei Verfolger die verbliebenen vier Gespanne zweimal überrundete.

„Die letzten Runden waren sehr anstrengend“, gab der Zerspanungsmechaniker nach den Rennen unumwunden zu. „Mein Schrittmacher hat eine super Linie gefahren. Damit bin ich gut zurechtgekommen“, erklärt Hoffmann, wie er das geschafft hat. Dass er im Schlussspurt letztlich die Nase vorn hatte, wäre auch einem Glücksumstand zu verdanken gewesen. Wohl der Situation, dass die Überrundeten auf den letzten Runden kurz vor der Spitze fuhren und Marcel Bartsch, der ebenso wie Lange zu Hoffmann aufgeholt hatte, während seiner finalen Attacke von der Rolle ging und dadurch auch Stefan Lange behinderte. Nur jeweils einen Punkt trennten die drei jeweils in der Schlusswertung.

Im Hinblick auf seinen Rennfahrer steht für Schrittmacher René Kluge fest: „Der Junge hat Talent.“ Das fiel übrigens auch Ex-Bundestrainer und Ex-Weltmeister Rainer Podlesch auf. Der hatte das Geschehen vom Fahrerlager aus beobachtet und den beiden empfohlen sich, bei der Deutschen Steher-Meisterschaft, die am 10. und 11. August in Chemnitz ausgetragen wird, an den Start zu gehen.

Die Kommissare hatten beim Sommerpreis der Steher Rennfahrer und Publikum gleich zweimal überrascht und für zusätzliche Spannung während der Positionskämpfe gesorgt. Spontan hatten sie den zweiten Lauf zur unbekannten Distanz ausgeschrieben und den dritten Lauf verlängert. Das größte Bangen am Sonntag galt neben dem Renngeschehen dem Wetter. Trotz Kälte hat es wenigstens nicht geregnet, waren die Veranstalter nach dem Rennen froh. Die dunkle Regenfront, die am Nachmittag aus Nordwesten auf Heidenau zusteuerte, hatte sich in Dresden geteilt und rechts und links der Elbe einen trockenen Streifen gelassen, so dass die Steherrennen samt Programm planmäßig stattfanden.

Von Daniel Förster

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