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Sport Regional Startschuss für Sanierung des Heinz-Steyer-Stadions - Dresden erhält Fördermittel für Funktionsgebäude
Sportbuzzer Sport Regional Startschuss für Sanierung des Heinz-Steyer-Stadions - Dresden erhält Fördermittel für Funktionsgebäude
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20:39 09.09.2015
Das Steyer-Stadion in der Friedrichstadt soll schrittweise saniert werden. Quelle: Stephan Lohse
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Den Auftakt bildet der Bau eines neuen Funktionsgebäudes zwischen Stadion und Eislaufbahn. Im kommenden Jahr geht es dann im Stadion selber los.

Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) übergab am Donnerstag einen Förderbescheid über rund 450.000 Euro für den Bau des neuen Funktionstraktes. Dieser wird auf zwei Etagen 13 Umkleidekabinen sowie Sanitärbereiche und ein Geschäftszimmer beinhalten. Im Oktober soll der laut Stadtverwaltung rund 1,6 Million Euro teure Bau fertig sein.

Repro: So wird das neue Funktionsgebäude aussehen. Quelle: Stephan Lohse
Der Neubau soll den Sportlern im Ostragehege zu Gute kommen. Unter anderem sollen sich die Fußballer der Dynamo-Nachwuchsakademie sowie die Sportler des DSC, der Sportschulen und des USV TU Dresden hier künftig umziehen. Mit den Kabinen soll zum einen die Energieverbund-Arena entlastet werden, deren Kabinen längst nicht ausreichen.

Zum anderen ist der Neubau Voraussetzung für den geplanten Abriss der seit Jahren gesperrten Holztribüne im Heinz-Steyer-Stadion. Denn der neue Trakt ersetzt auch die alten Kabinen im Bauch der maroden Tribüne. Anfang 2015 soll die Tribüne abgerissen werden, bis 2016 der Neubau stehen, kalkuliert Sportbürgermeister Winfried Lehmann (CDU). Die bis dahin nötigen drei Millionen Euro seien da. "Das kriegen wir noch hin", gab er sich sicher.

So soll die neue Nordtribüne des Stadions aussehen. Quelle: Stephan Lohse
Wie es dann aber weitergeht, steht noch in den Sternen. Die grundhafte Planung sei gemacht, so Lehmann. Nun gehe es daran, nach und nach die einzelnen Abschnitte anzugehen. Beispielsweise wird der Tribünenneubau noch keine Versorgungsstände beinhalten, diese könnten erst später angegangen werden, so Lehmann.

Auch im übrigen Stadion ist dann noch viel zu machen. Fanden früher 65.000 Zuschauer Platz, dürfen heute noch maximal 4500 Besucher die traditionsreiche Anlage betreten. 1973 wurde das Stadion letztmalig saniert. Nach den Schäden des Hochwassers 2002 wurden nur Einzelheiten erneuert. In den beiden Stadionkurven blüht im Sommer das Unkraut, die Anzeigetafel ist marode, der Sandstein im Innenraum muss erneuert werden, die Tartanbahn weist jede Menge Risse und Flicken auf, der Rasen hat keine Entwässerung und von der altehrwürdigen Steintribüne blättert längst nicht nur der Putz. Vor einigen Jahren hatte die Stadt die Gesamtkosten für die Sanierung auf 15 Millionen Euro geschätzt. Lehmann fürchtet, dass es sogar noch mehr werden könnte und hofft dabei auch auf weitere Fördergelder des Freistaats.

Das Steyer-Stadion in der Friedrichstadt soll schrittweise saniert werden. Quelle: Stephan Lohse
Irgendwann soll das Stadion aber wieder 10.000 Zuschauer fassen und den Footballern, Fußballern und Leichtathleten gute Bedingungen bieten. Ziel sei es, im Bereich Leichtathletik wieder Deutsche Meisterschaften im Nachwuchs-Bereich austragen zu können. Bis dahin sei es aber eher ein Marathon denn ein Sprint, so der Sportbürgermeister.

Dresdens Stadträte gaben sich am Donnerstag zuversichtlich, dass die Stadionsanierung auch nach 2016 weitergeht. "Für mich und die jetzige Fraktion hat der Umbau und die Sanierung des Stadions eine sehr hohe Priorität", teilte Thomas Trepte, sportpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion im Stadtrat mit. "Gemeinsam mit dem Fördermittelgeber Freistaat Sachsen gehe ich davon aus, dass die Gelder für die Gesamtsanierung zur Verfügung gestellt werden."

"Mir fällt ein Stein vom Herzen", teilte CDU-Stadträtin Anke Wagner mit. Dresden brauche ein zweites modernes Stadion. "Auch in den kommenden Jahren müssen die nötigen Haushaltsmittel bereitgestellt werden, um die schrittweise Sanierung des Heinz-Steyer-Stadions planmäßig fortzusetzen", forderte sie. "Wir sind da nach wie vor dran", sagte auch ihr SPD-Kollege Thomas Blümel. Die schrittweise Sanierung sei ein guter Weg, auf dem sich die Stadt nicht übernehme.

"Wir sind sehr froh, dass die Sanierung endlich auf den Weg gebracht wurde", ergänzt Linken-Stadträtin Margot Gaitzsch, die ebenso betonte, dass Dresden weiterhin den Freistaat bei der Finanzierung von Sportbauten in die Pflicht nehmen müsse. "Ich begrüße, dass es beim Steyer-Stadion endlich losgeht und der Freistaat sich hierbei beteiligt. Die schrittweise Sanierung des Stadions ist auch absolut vernünftig", so die sportpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Barbara Lässig. Sie mahnte jedoch Kostendisziplin an. "Wurde in der Vorlage noch von 1,2 Millionen Euro gesprochen, sind wir jetzt schon wieder bei 1,6 Millionen Euro. Das beunruhigt mich tatsächlich!"

Stephan Lohse

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