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Sport Regional Sieg gegen Balingen: HC Elbflorenz stoppt Negativserie
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09:31 26.02.2018
Julius Dierberg springt auf Dresdens Torwart Hendrik Halfmann. Beide freuen sich über ihren Sieg gegen Balingen. Quelle: Foto: Matthias Rietschel
Dresden

Als die Schluss-Sirene ertönt, fallen sich die Handballer des HC Elbflorenz jubelnd in die Arme, tanzen als Freudenknäuel übers Spielfeld. Auch Trainer Christian Pöhler steht am Ende die Erleichterung ins Gesicht geschrieben. Wieder einmal haben seine Schützlinge für reichlich Spannung und Dramatik gesorgt. Und für ein Happyend. Vor 1757 Zuschauern bezwingt der Zweitliga-Aufsteiger in eigener Arena HBW Balingen-Weilstetten mit 23:22 (8:10) und feiert damit den siebenten Saisonsieg. „Wir wollten was für die Kulisse und den Herzschlag der Zuschauer tun“, meint Julius Dierberg nach diesen sechzig Minuten mit einem Grinsen auf dem Gesicht und fügt ernsthaft hinzu: „Wenn wir die freien Chancen reinmachen, dann wäre es natürlich nicht so eng gewesen. Auch ich habe gleich zwei ausgelassen“, gibt der 25-Jährige zu und nennt zwei Gründe, warum es am Ende für sein Team zu den beiden wichtigen Punkten gereicht hat: „Wir waren Feuer und Flamme, haben uns in der Pause nochmal gegenseitig gepusht. Jeder, der bei uns auf die Platte kam, hat Power und Kampfgeist mitgebracht. Entscheidend war auf jeden Fall unsere griffige Abwehr“, so der mit sechs Toren beste Werfer der Dresdner.

Tatsächlich machen sich die Gastgeber an diesem Abend das Leben vor allem in der ersten Halbzeit selbst schwer. Bis zum 7:7 (23.) ist das Geschehen zwar ausgeglichen, aber schon in dieser Phase leisten sich die Pöhler-Schützlinge immer wieder leichte Ballverluste und technische Fehler. So kann der Tabellenneunte aus Balingen mit zwei Toren Vorsprung in die Kabine gehen. Christian Pöhler findet offensichtlich die richtigen Worte, impft seinen Jungs vor ein, fest an sich zu glauben. Dennoch geraten sie nach dem Seitenwechsel zunächst einmal mit 11:14 (38.) ins Hintertreffen, kämpfen sich jedoch mit viel Leidenschaft langsam heran. Nun funktionieren auch die Tempogegenstöße und mit einem 5:0-Lauf wandeln die Dresdner einen 14:16-Rückstand (44.) in einen 19:16-Vorsprung (50.). Zweimal setzt dabei der ins Spiel gekommene Sebastian Greß seinen Kollegen Robin Hoffmann glänzend ins Szene, der sich diese Gelegenheiten nicht entgehen lässt. Mit einigen kleinen Unsicherheiten im Angriff lassen die Hausherren den Gegner jedoch wieder auf 18:19 (52.) herankommen. Christian Pöhler wirft den grünen Karton und nach der Auszeit können sich die Elbestädter erneut auf 21:18 (54.) absetzen. Aber die Schlussphase bleibt eng, auch die Schiedsrichterentscheidungen etwas umstritten, doch als Torhüter Hendrik Halfmann den letzten Wurf der Gäste pariert, ist der Sieg unter Dach und Fach.

„Es war klar, dass es so schwer und umkämpft wird. Sicher haben wir uns zu viele technische Fehler geleistet, aber wir steigern uns von Spiel zu Spiel und versuchen, sie immer weiter zu verringern“, ist auch Kreisläufer Henning Quade, der nach einem Infekt noch nicht wieder im Vollbesitz seiner Kräfte war, überzeugt. „Wir haben jetzt drei Monate auf einen Sieg gewartet. Ich glaube, wir waren einfach mal dran. Wir wussten, dass wir emotional und körperlich alles in die Waagschale werfen mussten, was uns speziell in der zweiten Halbzeit auch gelungen ist. Unser Angriff läuft im Moment nicht ganz flüssig, zudem haben wir uns in der ersten Halbzeit eine Menge Schülerfehler geleistet, mit denen wir uns das Leben schwer machen. Dass wir in der zweiten Halbzeit nicht nur die Abwehr stabilisieren, sondern auch in unser Tempospiel kommen, ist für mich der Schlüssel“, so die Analyse von Christian Pöhler, der gesteht: „Da sind uns am Ende eine Menge Steine von der Brust gefallen.“

Elbflorenz-Tore: Dierberg 6/2, Quade 4, Hoffmann, Becvar je 3, Jurgeleit 3/3, de Santis 2, Boese, Kammlodt je 1.

Von Astrid Hofmann

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